Die Salzburger Festspiele

Richard-Mayr; Quelle: honorarfreies Pressebild: Stadtgemeinde Salzburg, Dr. R. Medicus

Karajan; Quelle: honorarfreies Pressebild: Stadtgemeinde Salzburg, J. Killer

Festspielhaus und Haus für Mozart; Quelle: honorarfreies Pressebild: Stadtgemeinde Salzburg, J. Killer
Die Salzburger Festspiele lassen sich in ihrer Tradition bis auf das Hoftheater von Markus Sittikus zurückführen.
Im 19. Jahrhundert haben sie sich dann aus Mozartfesten und Internationalen Musikfesten im Salzburg entwickelt. Ein erstes Fest fand anlässlich der Einweihung des Mozartdenkmales im Jahr 1842 statt.
Im Zusammenhang mit der Feier des hundertsten Jahrtages der Erstaufführung des 'Don Giovanni' wurde vom Wiener Dirigenten Hans Richter der Gedanke geboren, ein Festspielhaus auf dem Mönchsberg zu errichten. Obwohl ein solches dem Bayreuther Festspielhaus ähnelnde Gebäude bereits auf Stadtplänen als Bestand eingetragen worden war, kam es nicht zur Errichtung (ebenso wenig wie ein 1920 geplantes Festspielhaus in Hellbrunn).
Bei der Feier zum 150. Geburtstag Mozarts fassten 1906 Hofrat Friedrich Gehmacher und der Schriftsteller Heinrich Damisch den Entschluss zu jährlich stattfindenden Mozartfestspielen, die zuerst noch als Konkurrenz zum Mozarteum empfunden wurde. So benötigte der Festspielgedanke länger, um sich durchzusetzen. Die Festspielgemeinde wurde 1917 auf Initiative des unermüdlich arbeitenden Damisch gegründet.
Die Leitung der Festspiele übernahm Max Reinhardt. Die erste Aufführung der Festspiele fand am 22. August 1920 vor dem Dom mit dem „Jedermann“ von Hugo von Hofmannsthal in der Inszenierung von Max Reinhardt statt. Seit damals findet diese größte und bedeutendste Veranstaltungsreihe Salzburgs mit Konzerten, Opern, Liederabenden und Schauspielen jährlich statt.
1926 erfolgte durch Clemens Holzmeister unter Einbeziehung des alten Stadtsaales der Bau des Festspielhauses, das Anton Faistauer mit Fresken ausstattete (22). Anstelle des früheren, mehrfach umgebauten Kleinen Festspielhauses befindet sich seit 2004 das Haus für Mozart. Hinter diesem Saal liegt die ehemalige von Fischer von Erlach gestaltete Felsenreitschule, die ebenfalls für Festspielaufführungen genutzt wird.
Richard Mayr (1877-1935) war, von Gustav Mahler entdeckt, ein langjähriger Sänger der Salzburger Festspiele. Vor allem ist er als Darsteller des Ochs von Lerchenau im "Rosenkavalier" von Richard Strauss legendär. Für Richard Mayr wurde am 'Gablerbräu' (Linzergasse 9), in dem er als Sohn des dortigen Gastwirtes zur Welt gekommen war, eine Gedenktafel angebracht (32).
Herausragende Dirigenten der Festspiele waren Clemens Krauss, Arturo Toscanini, Karl Böhm, Wilhelm Furtwängler, Hans Knappertsbusch und Herbert von Karajan. An den Dirigenten Karl Böhm (1894-1981) erinnert am Haus Karl-Böhm-Weg 7 in Parsch eine Gedenktafel.
Von Herbert von Karajan (1908-1989) begründet, bestehen seit 1967 als Ergänzung zu den im Sommer stattfindenden Festspielen die Osterfestspiele und seit 1973 die Pfingstfestspiele, wobei letztere seit dem Tod Karajans im Wesentlichen der Barockmusik gewidmet sind. An Herbert von Karajan erinnert seine Statue im Garten des Hauses Hummelstr. 1 (26). Von 1992 bis 2004 prägte Gerárd Mortier die Festspiele.
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