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Gesellschaft & Soziales
Kommunalfriedhof

Erholungsgebiet Kommunalfriedhof

Bild vergrößernKommunalfriedhof seine Wege zum Spazieren; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg, J.Killer

Kommunalfriedhof seine Wege zum Spazieren; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg, J.Killer

Bild vergrößernneu umgebautes Krematorium; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg, J.Killer

neu umgebautes Krematorium; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg, J.Killer

Bild vergrößernNeuer Brunnen am Kommunalfriedhof; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg, J.Killer

Neuer Brunnen am Kommunalfriedhof; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg, J.Killer

Der Kommunalfriedhof wurde 1879 eröffnet. 
Zielsetzung war es den Friedhof in seiner Gesamtheit als 'Waldfriedhof' in das städtebauliche Konzept einzubauen. Der Friedhof sollte als stille grüne Insel in der Stadtverbauung auch für Lebende Erholung bringen.
Schon zu Vorkriegszeiten hat sich der Kommunalfriedhof den Ruf erworben einer der schönsten Friedhöfe Europas zu sein.

Dank seiner prächtigen und natürlichen Lage ist der Friedhof einzigartig und gewährt einen faszinierenden Ausblick auf die Festung Hohen Salzburgs. Südlich wird der Friedhof durch die Gebirgskette Tennengebirge, Hagengebirge und Untersberg malerisch eingebettet. Vereint mit der stimmungsvollen künstlerischen und gärtnerischen Ausschmückung ist ein Friedhofsbesuch zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis.  

Innerhalb des Friedhofes befinden sich etwa 1.600 teils sehr alte imposante Bäume und 200 Bäume grenzen den Friedhof nach außen ab. Vor allem die reichliche Verwendung von Laubgehölzen sollen die Grabmale in das Grün der Bepflanzung einbinden und so einen düsteren Charakter des Friedhofes vermeiden. Bei Laubbäumen bringen Austrieb, Blüten, Früchte und Herbstfärbung immer wieder wechselnde Bilder. Auch Nadelholz darf natürlich nicht fehlen lässt jedoch den Friedhof zu sehr als Stätte der Trauer erkennen.

Der Kommunalfriedhof ist in etwa 25 ha groß und mit seinen etwa 22.000 Grabstellen der größte Friedhof im Land Salzburg.

Von hohem kulturhistorischem Wert sind auch heute noch das Hauptportal, die Arkaden und das gesamte Mauerwerk. Man verwendete roh behauene Konglomeratsteinsockel und geschlemmte Wienerbergziegel. Das mächtige Torgitter des Hauptportals ist aus Rundeisen geschmiedet und weist wundervolle getriebene Ornamente auf. Es wurde vom Schlossermeister Karl Fiedler 1885 hergestellt und wird als eines der hervorragendsten Werke der Salzburger Schlosserkunst bezeichnet. Der Entwurf des Tores stammt von Josef Salb, einem Professor der damaligen Gewerbeschule.

Von den rund 1.500 Bestattung jährlich sind bereits fast zwei Drittel Feuerbestattungen. Das neue Krematorium brachte nicht nur Verbesserungen für Trauergäste und Personal, durch den Einbau modernster Filtertechnologie kommt es auch zu einer wesentlichen Reduzierung der Emissionen.  
Außerdem befinden sich auf dem Kommunalfriedhof Kriegsgräberanlagen des 1. und 2. Weltkriegs, ein kleiner Soldatenfriedhof der Niederländer, ein moslemischer Teil und zahlreiche Gedenksteine für Verstorbene der Sudetenländer, Opfer für Menschenwürde, unbekannte Soldaten, Gendarmen, Lehrer uvm.
Natürlich befinden sich auf dem Kommunalfriedhof auch zahlreiche Ehrengräber.

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Stand: 30.8.2016, Richilde Haybäck