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Wildromantisch: Müllner Schanze neue Location für Kletter-Freunde

Umgebauter Spielplatz ein Kletterparcours der Extraklasse – Schnuppertag am Sa, 9. Mai
 
Do, 7. Mai 2009


Umgebauter Spielplatz ein Kletterparcours der Extraklasse – Schnuppertag am Sa, 9. Mai

Wildromantisch nahe der Müllner Kirche gelegen, ist der neue Kletterparcours Müllner Schanze ein Dorado für alle Kletter-Fans. Körperbeherrschung, Balance, Kraft und Gleichgewicht - alles kann man hier probieren und trainieren.

Für Bürgermeister Heinz Schaden und den Ressortchef des Gartenamtes, Vizebürgermeister Harry Preuner, ist ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen: „Mit dem Kletterparcours Müllner Schanze haben wir eine neue Attraktion besonders für die Jugend geschaffen!“, freuen sich die beiden bei der Erstbesichtigung am Donnerstag, 7. Mai 2009.

„In diesem Kletterparcours kann man mitten in der Stadt auf echten Felsen das ausprobieren und üben, was sonst nur in den Bergen möglich ist“, zeigt sich Schaden über die neue Anlage begeistert. Und Bürgermeister-Stellvertreter Preuner ist einmal mehr „stolz auf den Einfallsreichtum und das Beharrungsvermögen des Gartenamtes gerade für die Zielgruppe der Jugendlichen.“ Denn Bouldern (seilfreies Klettern in Bodennähe), Wandklettern (am Seil mit entsprechender Ausrüstung) und Balancieren über Slacklines (stark gespannte Kunststoff-Bänder) sei speziell bei jungen Leuten schwer im Trend.

Am Samstag ab 13 Uhr „schnuppern“ angesagt

Mit einem „Schnuppertag“ am Samstag, 9. Mai, wird der neue Kletterparcours, den die Stadt Salzburg um rund 70.000 Euro errichtet hat, seiner Bestimmung übergeben. Von 13 bis 17 Uhr stehen Fachleute an den verschiedenen Geräten für Auskünfte und Anleitungen zur Verfügung. Ausrüstung wird an diesem Tag beigestellt.

Generell erwarten die Besucher neben zwölf Kletterrouten der Schwierigkeitsgrade III bis VI neun weitere Stationen auf 1.500 qm Grundfläche, an denen man das körperliche Können testen und trainieren kann. Info-Tafeln beschreiben ausführlich die jeweiligen Möglichkeiten.

„Die Herausforderungen reichen von Koordination über Gleichgewicht und Geschicklichkeit bis hin zu Teamgeist und Kommunikation“, weiß Gartenamtschef Wolfgang Saiko. Eine Besonderheit sind die gemeinsam mit Sportwissenschafter Konrad Höfinger und seinem Team gestalteten Teambuilding-Geräte „Sternenparcours“, „Büchse der Pandora“ und „Spinnennetz“.

Hier geht es vor allem darum, Aufgaben in der Gruppe zu lösen. Höfinger selbst ist besonders stolz auf den „Klettermeister“. Ein von ihm neu entwickeltes Gerät, das vor allem für Anfänger jene Muskelgruppen und Fertigkeiten trainieren hilft, die danach ein Klettern auf den Bouldersteinen oder in der Wand mit Sicherheit und Spaß ermöglichen.


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Eckdaten und Gerätschaften im Überblick

Allgemeines: Die gesamte Anlage ist als Spielplatz entwickelt und entspricht daher den erhöhten Sicherheitsanforderungen nach ÖNORM. Alle Geräte sind fast ausschließlich aus den Naturmaterialien Holz und Stein hergestellt. Infrastruktureinrichtungen wie Sitzbänke und Mistkübel stehen bereit.

Beschilderung: Die Übungs- und Kletterangebote der Anlage sind nicht selbst erklärend. Deshalb sind Info-Tafeln nahe den Geräten situiert. Den Nutzern werden darauf die notwendigen Informationen im Detail vermittelt - auch um Gesundheitsschäden durch mögliche Fehlnutzungen zu verhindern. Sämtliche Übungsangebote entsprechen dem aktuellen Stand der Sportwissenschaft und Bewegungspädagogik.

Felswand: In der Felswand wurden Bohrhaken angebracht, die ein Beklettern mit einer selbst mitzubringenden Kletterausrüstung (Seil, Klettergurt, Kletterschuhe) ermöglichen. Da die Nutzer das eigene Kletterseil verwenden müssen, werden keine Seile an der Felsenwand verbleiben. Der untere Bereich der Wand soll zum Bouldern verwendet werden. Deshalb wurde im Fußbereich des Felsens ein drei Meter breiter Fallschutzstreifen mit Kiesfüllung errichtet. Ein Ausstieg über den Felsen bzw. die Mauer ist nicht möglich, da der letzte Sicherungshaken in entsprechendem Sicherheitsabstand dazu angebracht wurde. Die Kletterrouten wurden vom österreichischen Alpenverein (ÖAV) angelegt. Bei Bedarf entfernt das Gartenamt Verunreinigungen (Erde).

Bouldersteine: Drei Bouldersteine mit Höhen bis zu drei Metern dienen dem Klettertraining in absturzsicherer Höhe. Sie sind aus demselben Konglomerat-Gestein wie die Kletterwand, und wurden aus einem Steinbruch in Golling hertransportiert.
Slacklines: Drei Balancierbänder – so genannte Slacklines - mit unterschiedlichen Längen in einer Höhe von ca. 90 cm vom Boden angebracht, dienen dem vorbereitenden Gleichgewichtstraining. Gehalten werden sie von Robinien-Holzstehern.

Klettermeister: Das zentrale Vorbereitungsgerät auf das Klettern ist ein etwa zweieinhalb Meter hohes Sechseck-Gerüst, das alle notwendigen Übungen anbietet und speziell für diese Anlage entworfen wurde.

Seilklettergarten: Dieses Spielgerät besteht aus acht ca. drei Meter langen Rundholzstehern mit entsprechenden Seilverbindungen. Jeder Steher ist mit Buchstaben und Zahlen markiert. Aufgabe ist es, einen Namen bzw. eine Zahlenreihe (z.B. alle ungeraden Zahlen) zu ‚schreiben’, indem man zu allen betreffenden Punkten klettert, ohne den Boden zu berühren.

Büchse der Pandora: Dieses Spielgerät dient zur Teambildung. Es handelt sich um drei unterschiedlich großen Holzplatten, deren Standfläche knapp über dem Boden liegt. Aufgabe ist es, mit möglichst vielen Personen gleichzeitig auf diesen Platten zu stehen.

Sternenparcours: Bei diesem Teambuilding-Gerät handelt es sich um drei unterschiedlich dicke, etwa vier Meter lange, runde Holzstämme, die sternförmig auf dem Boden liegen. Aufgabe ist es, zur gleichen Zeit auf die andere Seite des jeweiligen Baumstammes zu kommen - die Kreuzung bildet dabei das Nadelöhr.

Spinnennetz: Dieses Teambuilding-Gerät besteht aus drei ‚Holztoren’, die von elastischen Seilen versperrt sind. Aufgabe ist es, eine Gruppe von einer Seite zur anderen zu bringen, wobei jede Öffnung nur einmal verwendet und das Seil nicht berührt werden darf.

Kamelritt: Drei über ein Gelenk verbundene, waagrechte Balken sind auf Federn montiert. Hier besteht die Aufgabe darin, diese äußerst wackeligen Balken in vorgegebener Art und Weise zu überqueren - eine Herausforderung, insbesondere dann, wenn man nicht alleine auf diesem Balancegerät steht.


www.stadt-salzburg.at
Strahlende Gesichter: Strahlende Gesichter:
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Gut gesichert: Gut gesichert:
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Gute Balance gefragt: Gute Balance gefragt:
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Gute Beschilderung: Gute Beschilderung:
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Stand: 3.3.2011, Karl Schupfer