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Presse

In Baumwipfeln baden: Das spektakuläre neue Paracelsusbad

Nach zweistufigem Wettbewerb HMGB-Architekten aus Berlin zum Sieger gekürt
 
Fr, 5. Oktober 2012

Der Architektenwettbewerb zum Neubau des Paracelsusbades in der Stadt Salzburg ist abgeschlossen. Bürgermeister Heinz Schaden (Finanzen), Bürgermeister-Stellvertreter Harry Preuner (Betriebe), Stadtrat Johann Padutsch (Planen) und Stadträtin Claudia Schmidt (Bauen) präsentierten am Freitag, 5. Oktober 2012, das Siegerprojekt. Gewonnen haben die Berliner HMGB-Architekten (Heike Matcha & Günter Barczik).

Mit ihrem Projekt entwickeln Matcha und Barczik die Idee des Panoramabades spektakulär weiter: Alle Bäder (Kinder, Familien, Therapie) sind innerhalb nur eines gebäudehohen Raumes übereinander angeordnet. Die vertikale Bäderlandschaft öffnet sich zum Mirabellgarten hin und gewährt freie Aus- und Einblicke. Man habe den Eindruck, „in den Baumwipfeln zu baden“, so das Architektenteam. Die von außen sichtbaren „Bäderbalkone“, anknüpfend an die Terrassierung des Sheraton-Hotels, sind von einer markanten Glasfassade eingehaust.

Der Hauptzugang erfolgt vom Kurgarten aus. Das neue Gebäude ist in Zonen gegliedert: zur Auerspergstraße hin Kurhaus, Sauna und Büros, zum Mirabellgarten hin die offene Bäderlandschaft. Deren Becken sind über unterschiedliche Rampen und Brücken frei im Raum miteinander verbunden, die Rutsche ist Teil des Systems. Fensteröffnungen in Böden und Seiten der Becken erzeugen zusätzlich ungewöhnliche Blickbeziehungen.

Bürgermeister Heinz Schaden: „Das wird ein neues Wahrzeichen für die Stadt Salzburg! So ein Bad bauen wir nur einmal. Es entspricht unseren selbst auferlegten Qualitätskriterien und schließt nahtlos an die Neue Mitte Lehen an. Zudem gab’s eine solide Entscheidung in der Jury und einen Konsens in der Stadtregierung dafür.“

Bürgermeister-Stellvertreter Harry Preuner: „Für uns als künftige Betreiber war es ein spannender Prozess. Es geht bei diesem hochsensiblen Standort nicht nur um eine architektonisch gute Lösung sondern aus Sicht des Kurbetriebes auch um die Aufrechterhaltung des Betriebes und um eine praxisorientierte Planung. Wir werden uns aktiv in den Planungsprozess einbringen. Unser Ziel ist es, das alte Kurhaus so lange in Betrieb zu halten, bis die Übersiedlung ins neue stattfinden kann. Gerade hinsichtlich des künftigen Betriebs ist das Projekt aus meiner Sicht aber noch schwerpunktmäßig zu überarbeiten.“

Planungsstadtrat Johann Padutsch: „Das ist die eindeutig die mutigste Lösung unter allen eingereichten Projekten. Sie verspricht ein einmaliges und einzigartiges Bädererlebnis an einem Kurgarten. Auf den Bauplatz wurde äußerst feinfühlig Rücksicht genommen.“

Baustadträtin Claudia Schmidt: „Das Projekt wird in mehreren Stufen umgesetzt. Der Bau selbst ist zur Auerspergstraße hin geschlossen, nach vorne öffnet er sich mit einer großzügigen Glasfront. Besonders stimmig finde ich den Luftraum vom Erdgeschoss bis hin zum Dach. Von jeder Etage aus gibt es so einen wunderschönen Blick in den Kurgarten. Um den reibungslosen Ablauf der Baustelle zu gewährleisten, hat meine Abteilung den Auftrag, sämtliche der anstehenden Infrastrukturmaßnahmen in den umliegenden Straßen auf dieses Vorhaben abzustimmen.“

Eckdaten des neuen Paracelsusbades

Nutzfläche:
Bäderbereich 4.500 qm
Gastro/Café 170 qm
Sauna 900 qm
Kurhaus 3.000 qm
Bürobereich 2.300 qm

Wasserflächen:
Eltern-Kind-Bereich 40 qm
65 m Rutsche 20 qm
1 & 3 m Sprungbrett 100 qm
Familienbecken 240 qm
Lehrschwimmbecken 100 qm
Schwimmer (4 Bahnen) 250 qm
Außenbecken 100 qm

Zum Wettbewerb

International ausgelobt von der Stadt Salzburg Immobiliengesellschaft (SIG), wurden Mitte Juni 2012 insgesamt 64 Projekte eingereicht. Fünf davon schafften es in die zweite Stufe zur weiteren Bearbeitung.

Jury: Vorsitzender Arch. DI Peter Riepl (Linz; auch Vorsitzender des Gestaltungsbeirates), Stellvertreter Arch. Mag. E. Fuchs (Wien); stimmberechtigte Mitglieder: Arch. DI Ursula Spannberger (Salzburg), Ing. Mag. Josef Lackner (Salzburg; Geschäftsführer SIG), MMag. Herbert Brugger (Salzburg; Geschäftsführer Tourismus Salzburg Gesellschaft, Betreiber), DI Jürgen Kannewischer (Baden-Baden; Bäderplaner), Mag. Claudia Schmidt (Salzburg, Baustadträtin), DI Harry Preuner (Salzburg, Bürgermeister-Stellvertreter).

Details zu den Sieger-Architekten unter www.hmgb.net


www.stadt-salzburg.at
Blick zum Kurgarten. Blick zum Kurgarten.
© Stadt Salzburg, J. Killer
Blick ins Bad. Blick ins Bad.
© Stadt Salzburg, J. Killer
Blick vom Kurgarten. Blick vom Kurgarten.
© Stadt Salzburg, J. Killer
Das Modell. Das Modell.
© Stadt Salzburg, J. Killer
Die Bäder-Ebenen. Die Bäder-Ebenen.
© Stadt Salzburg, J. Killer
Große Freude über neues Wahrzeichen: Große Freude über neues Wahrzeichen:
© Stadt Salzburg, J. Killer
Stand: 5.10.2012, Karl Schupfer