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Salzburg pur - Das Auto hat im Sommer Mittagspause !

Altstadt soll in ihrer Ursprünglichkeit wieder erlebbar sein
 
Fr, 6. Juli 2012

Im heurigen Sommer wird die Salzburger Altstadt noch schöner. Das Auto macht Mittagspause und gibt den Platz frei zum Flanieren, Shoppen, Essen, Sightseeing, Genießen. Zwischen 10 und 14 Uhr werden an Werktagen drei Zufahrten zur Altstadt für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Dafür bietet die Stadt ihren Gästen - neben den zahlreichen Parkgaragen – ein spezielles Service: den Park & Ride-Platz Messe, den alle fünf Minuten ein Shuttle-Obus mit der Altstadt verbindet.

In einer breiten Kampagne informieren die Stadt Salzburg, der Altstadtverband und Salzburg Tourismus über die neue Mittagsregelung in der Salzburger Altstadt. Im Mittelpunkt stehen dabei neben den Verkehrsreduktionen die Vorteile für unsere Altstadt: Sie wird in ihrer Ursprünglichkeit wieder erlebbar, flanieren und shoppen statt stauen und ärgern, genießen und staunen.

„Salzburg pur - Das Auto hat im Sommer Mittagspause“ verkündet der Claim. Zwischen 10 und 14 Uhr ist vor allem für den Touristen- und Urlauberverkehr die Einfahrt in die Altstadt beim Neutor, beim Müllner Hügel und bei der Staatsbrücke (Rechtsabbieger Hanuschplatz) gesperrt. Die Regelung gilt an Werktagen in der Hochsaison zwischen 16. Juli und 17. August. Ausgenommen von dieser Mittagsregelung sind der öffentliche Verkehr, Taxis, Mietwagen, gehbehinderte Personen, AnrainerInnen, ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen, Lieferverkehr, Hotelgäste mit Buchungsbestätigung, BesitzerInnen von Ausnahmegenehmigungen mit einer erlaubten Zufahrt über die Hofstall-Gasse und Dauerparker in der AVA-Hof-Garage. Zusätzliche Auskünfte zu den Ausnahmen gibt es unter der Hotline 8072 3191.

Durchfahrt möglich, Parkhäuser erreichbar
Um Missverständnissen vorzubeugen: die Durchfahrt durch die Altstadt ist während der gesamten Zeit über Schwarzstraße und Rudolfskai bzw. Imbergstraße und Schwarzstraße möglich, auch die großen Parkhäuser wie Mirabell, Raiffeisen, Altstadt (Zufahrt aber nur aus Richtung Maxglan) oder Glockengasse sind nach wie vor rund um die Uhr unbehindert erreichbar, ebenso wie die Mönchsberg-Parkgaragen.

P+R Messe mit Fünf-Minuten-Shuttle als Alternative
400 neue P+R-Plätze am Flughafen
Als Alternative für die „Mittagspause“ zwischen 10 und 14 Uhr wird vor allem der P+R-Platz Messe mit seinen 3500 Plätzen direkt an der Autobahn und dem neuen Fünf-Minuten-Shuttle in die City angeboten. Bis zu fünf Personen zahlen dort zwölf Euro für Parkplatz und Bustickets. Der Shuttle-Dienst besteht aus den Obus-Linien 10 und 1, die gemeinsam im Fünf-Minuten-Intervall fahren und zwischen 15 und 20 Minuten für den Transport mitten in die Stadt benötigen. „Wir haben mit der neuen Obus-Linie 10 nun eine ideale Anbindung an die Innenstadt“, sagt Planungsstadtrat Johann Padutsch.

„Die im Shuttle-Verkehr fahrenden Obusse sind ebenso wie die Haltestellen im Zentrum eigens deutlich gekennzeichnet“, berichtet Gunther Mackinger, Leiter der Salzburger Lokalbahnen. Eigens geschulte Standschaffner unterstützen die Gäste an den P+R-Plätzen Messe und Flughafen sowie bei den Aus- und Einstiegsstellen in der Altstadt mit Rat und Tat.

Neu ist auch die Linie 8, die seit kurzem – neben der Linie 2 - den Flughafen mit dem Zentrum verbindet. Erstmals stehen heuer daher auch auf dem Airport Maxglan in der Hochsaison 400 attraktive P+R-Plätze zum Spezialtarif (bis 5 Pers. 12 Euro) zur Verfügung.

Breite Kampagne auf mehreren Ebenen
Schon zwei Wochen vor In-Kraft-Treten machen Transparente und Verkehrsschilder an den Einfahrtstrassen auf die neue Regelung aufmerksam. „16-Bogen-Plakate in der Region werben für Salzburg pur“, berichtet Christian Rothe, Marketingleiter der Stadt Salzburg, „auf den Brücken und Überkopf-Wegweisern auf dem Autobahn-Netz rund um Salzburg weisen Transparente und Leuchtschriften auf die Mittagspause samt ark-and-Ride hin.“ Über 400 A-1-Plakate direkt in der Stadt ersuchen um Verständnis für die Maßnahme. Mehr als 4.000 Hotels erhalten ein Direkt-Anschreiben mit Werbe-Material, die Tourismusverbände werden über TSG und SLT zusätzlich informiert, alle Daten stehen zum Abruf im Internet bereit, der Ö-3-Verkehrsfunk ist ebenso eingebunden wie ÖAMTC oder ARBÖ.

In einer breiten Kampagne informiert der Altstadt-Verband zudem die „Bewohner“ im Umkreis von 80 Kilometern über die umfassenden Möglichkeiten, mit dem öffentlichen Verkehr die Stadt Salzburg zu besuchen. „Wir verfügen mit ÖBB, Postbus, S-Bahn, Lokalbahn und Obus über ein ausgezeichnetes Netz, das nur genutzt werden muss“, meint Geschäftsführerin Inga Horny. Angesichts der drohenden Verkehrsinfarktes – so ein Artikel im Magazin „Vision Altstadt“ des Verbandes – werde klar, dass die mobile Gesellschaft einen Wendepunkt erreicht hat. Durch das Umsteigen auf das öffentliche Verkehrsmittel und die damit verbundene Reduzierung des Autoverkehrs verringern sich tägliche Staus, Abgase und die Parkplatz-Suche erheblich. Ein weiteres Ziel der Mittagsregelung sei es, die Einheimischen vermehrt zum Umstieg zu bewegen.

Geschultes Personal bei Einfahrten
Während der Mittagsregelung selber informiert an den neuralgischen Stellen geschultes Personal des Österreichischen Wachdienstes die Autofahrer, welche keinen Parkplatz mehr finden. Ein eigenes Leitsystem mit 35 signifikanten Tafeln führt die Ortsunkundigen zum P+R esse. Die Polizei kontrolliert innerhalb der verkehrsberuhigten Zonen, ob eine Berechtigung vorliegt. Wobei eines klar ist: Ausfahren aus der Zone darf man immer.

Schlechtwetter-Regelung verbessert
Verbessert wurde auch die sogenannte Schlechtwetter-Regelung, die heuer ebenfalls zwischen 16. Juli und 17. August gilt. Mögliche Verkehrsableitungen bei der Innsbrucker Bundesstraße und der Münchner Bundesstraße werden – bei vorhersehbarem Schlechtwetter und Staubildung – „bereits am Vortag“ in Absprache zwischen der Bundespolizeidirektion (Verkehrsinspektorat) und Magistrat (Verkehrs- und Straßenrechtsamt) gegen 16 Uhr festgelegt. Aufgenommen werden die abgewiesenen Autos auf den P+R-Plätzen Messe und Flughafen. Abgeleitet wird in der Regel zwischen 9 und 14 Uhr.

„Dadurch soll die Informationskette über Tourismusbetriebe und Medien frühzeitiger als bisher funktionieren“, hofft Koordinator Norbert Ablinger vom Verkehrs- und Straßenrechtsamt, „Urlauber sollten heuer bereits bei ihrer Abfahrt vom Hotel wissen, wenn sie in der Münchner und in der Innsbrucker Bundesstrasse abgeleitet werden und nicht in die Stadt fahren können“. Vorausbedingung dafür ist die Mitarbeit der Hotellerie.

Von den Einfahrtsverboten Richtung Stadt sind nicht betroffen Fahrzeuge mit österreichischen Kennzeichen und deutschen Kennzeichen der Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein sowie Lastfahrzeuge, einspurige Fahrzeuge, der öffentliche Linienverkehr Omnibusse, Fahrzeuge von Personen mit Hotelbuchung und Fahrzeuge von Personen mit Wohnsitz oder Arbeitsstätte (Arbeitgeber und Arbeitnehmer) in der Stadt Salzburg.

Evaluierung im Herbst
„An der Information kann es sicher nicht liegen, wenn jemand behauptet, er habe von der Mittagsregelung nichts gewusst und sei völlig überrascht worden“, meint Padutsch. Jetzt könne man nur noch hoffen, dass zum Nutzen der Altstadt das Angebot angenommen wird – sowohl von der Fremdenverkehrsbranche als auch den Gästen. Im Herbst werden Erfahrungen und Wirksamkeit evaluiert.


Transparent an den Einfallsstrassen
Plakat vermittelt positive Stimmung
Info-Flyer für 4000 Beherbergungsbetriebe


www.stadt-salzburg.at
"Salzburg pur" heißt die Devise "Salzburg pur" heißt die Devise
© Stadtgemeinde Salzburg, J. Killer
Verkehrstafel an den Einfallsstrassen Verkehrstafel an den Einfallsstrassen
© Stadtgemeinde Salzburg, J. Killer
Stand: 6.7.2012, Christian Rothe