Verkehrssichere Bäume

Wälder, Parkanlagen, Alleen und Straßenbäume bestimmen maßgeblich unsere Lebensqualität, prägen unsere Naherholungsräume. Alte Bäume haben für den Naturschutz einen hohen Stellenwert. Bäume haben es jedoch schwer, alt zu werden. In der Forstwirtschaft gilt es, Holzproduktion oder Schutzwirkungen zu optimieren, in der Landwirtschaft entscheiden oft produktionstechnische Überlegungen über Baumstandorte. An Straßen, in Parkanlagen und in privaten Gärten gilt es, die Verkehrssicherheit sicherzustellen.
Baumpflege in der Stadt Salzburg
Die Sicherstellung der Verkehrssicherheit endet nicht bei den Baumkontrollen. Baumpflege ist sehr personal- und kostenintensiv.

Die knappe Budgetierung und Personalausstattung einerseits und anthropogen verursachte direkte und indirekte Baumbeschädigungen (massive Ausbreitung des Brandkrustenpilzes als Folgen von Grabungsarbeiten) andererseits bedingten die Frage nach der Verkehrssicherheit des Baumbestandes.
Die Stadt Salzburg hat bereits im Jahr 1983 die etwa 17.000 auf öffentlichem Grund stockenden Solitärbäume in einem eigenen Baumkataster erfasst. Dieser bildete die Planungsgrundlage für eine moderne Baumpflege. Im Jahr 2003 entschloss man sich, eine eingehende Verkehrssicherheitsuntersuchung des städtischen Baumbestandes durchführen zu lassen. Im Jahr 2004 folgte – ebenfalls durch die Firma Brudi & Partner Tree Consult, München – eine inhaltliche Ausweitung dieser Verkehrssicherheitsprüfung zu einem modernen, GIS-gestützten Baumkataster. Die Untersuchungsergebnisse waren teilweise ernüchternd. Insbesondere die Befallsituation durch den Brandkrustenpilz erforderte oft rasches Handeln. Derzeit müssen jährlich etwa 10 bis 15% der 22.000 Bäume durch Neupflanzungen ersetzt werden.
Forstbehörde Gartenamt Publikation: Stadt-Wald-Wirtschaft
Dokumente
ÖGZ 11-06 Verkehrssichere Bäume (PDF, 56 kB)
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