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Getreidegasse

Durchhäuser und Passagen

Bild vergrößernGetreidegase mit Blick von oben; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Getreidegase mit Blick von oben; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Bild vergrößernGetreidegasse im Sommer; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg

Getreidegasse im Sommer; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg

Bild vergrößernGetreidegasse Durchhaus; Quelle: honorarfreies Pressebild: Stadtgemeinde Salzburg, J. Killer

Getreidegasse Durchhaus; Quelle: honorarfreies Pressebild: Stadtgemeinde Salzburg, J. Killer

Charakteristisch für die Gasse sind auch deren Durchhäuser, also die Häuser mit öffentlichem Durchgang. Diese Durchhäuser bestanden teilweise schon in fürsterzbischöflicher Zeit. Sie bieten vielfach reizvolle Einblicke und Ausblicke in die historischen Innenhöfe und die alten Hauszugänge samt den dortigen alten Gewölben. Die Durchhäuser wurden vielfach zu Einkaufspassagen und so gleichsam zu gedeckten Galerien. Säulen, Wölbungen, Kapitelle, profilierte Gesimse, Reliefs, Marmorbrüstungen, eingravierte Hausmarken und Schriftzüge, Wappen, Laubengänge, steile und schmale Treppen sowie farbenprächtiger Blumenschmuck in den Bogengängen schaffen eine einmalige Atmosphäre. Gerade die mit ihren benachbarten Gassen und Plätzen vielfach verbundene Getreidegasse prägt den Charakter Salzburgs entscheidend mit.

Durchhäuser zur Griesgasse und zur Salzach mit den gleichnamigen Durchgängen (auch Passagen genannt)
- Getreidegasse 14 - Krondurchhaus
- Getreidegasse 22 - Niederlagsdurchhaus
- Getreidegasse 24 – Lambergdurchhaus
- Getreidegasse 34/36 Sternbräu-Durchhaus zum Sternbräu-Gastgarten)

Durchhäuser zum Universitätsplatz und zur Kollegienkirche
- Getreidegasse 3 - Schatzdurchhaus mit abzweigendem Durchgang zur Sigmund-Haffner-Gasse 6
- Getreidegasse 7 - Roittner-Durchhaus
- Getreidegasse 13 – Feiertags-Durchhaus
- Getreidegasse 15  -Azwanger-Durchhaus
- Getreidegasse 23 – Stadtkoch-Durchhaus (Schmuck-Passage)
- Getreidegasse 25 - Aula-Durchhaus  
- Getreidegasse 29 – Sternbäck-Durchhaus
- Getreidegasse 31 - Ennsmann-Durchhaus
- Getreidegasse 33 - Stockhamer Durchhaus


Schatzhaus mit Schatzdurchhaus (Getreidegasse 3, früher Faktor-Mayr-Haus)
Dieses Haus ist nach dem Drechsler Josef Schatz benannt, der das Haus 1836 erwarb. Die dortigen ursprünglichen schmalen Einzelhäuser wurden um 1500 zu einem Haus vereinigt, der Grundriss zeigt so einen unregelmäßigen Aufbau. Der große Hof des Hauses, der als Teil des Schatzdurchhauses zum Universitätsplatz den Salzburgern gut bekannt ist, ist an allen vier Seiten von pfeilergestützten Laubengängen umgeben. An der Schmalseite des Hofes findet sich eine um 1750 entstandene Wandmalerei mit dem Heiligen Antonius. Zwischen dem Großen und dem kleinen Hof des Hauses ist über dem  Torbogen eine Hauskapelle, die mustergültig restauriert erhalten ist. Die von einem nahen Verwandten des Drechslermeisters Schatz gegründete Schatz Konditorei mit ihrer liebevoll-antiquierten Einrichtung besteht bis heute.

Im tonnenförmigen Durchgang finden sich ein aufgehängter vertrockneter Hai und eine Walrippe, die auf ein ehemaliges Kolonialwarengeschäft hinweisen. Die Dekoration diente unter Max Reinhardt bereits als Schaustück in Fausts Stube bei den Salzburger Festspielen.

Über dem getreidegassenseitigen Segmentbogentor findet sich ein Spruchband mit Stuckornamenten, bekrönt von der vergoldeten Darstellung des Auges Gottes und darunter den Spruch: „Gottes Auge, schütz dies Haus und was da gehet ein und aus“. Im Hof angebracht ist eine Tafel zur Erinnerung an den deutschen Sozialistenführer August Bebel, der hier in der Drechslerei 1859-60 als Drechslergehilfe tätig war. Im Hausflur ist der folgende Text zu lesen: "Dieses Haus ist eines der ältesten Häuser Salzburgs, früher 'Faktor Mayr Haus' genannt, 1363 bereits urkundlich erwähnt. Seine Bewohner waren bedeutende Kaufleute, wie Peter der Alt Chewczel (Keuzel), Hanns Ritzinger, Hans Rauchenperger, Stefan Hueber, Michael Mayr. Sie pflegten weltweite Handelsbeziehungen, im Besonderen den Warenaustausch zwischen den deutschen und den italienischen Ländern".

Apotheke zum Goldenen Biber (Getreidegasse 4)
Das salzachseitige Haus entstand aus zwei Häusern mit dazwischen gelegener Gasse. Es ist in der heutigen Bausubstanz wohl erst um 1600 entstanden. Unklar bleibt, wo das noch ältere "Appoteggerhaus so an der Linden bey dem Gries" gestanden hat, das 1608 abgerissen wurde, wobei die Apotheke hierher übersiedelte. Damals war Josef Wiser Eigentümer, der die Hofapothekenwitwe aus dem bekannten Geschlecht der Fröschlmoser heiratete. Von 1608 bis heute beherbergt das Haus ständig die Apotheke. Der Biber spielte in der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Heilkunst wegen der angeblichen Heilkraft von Körperorganen, v. a. dem Bibergeil eine besondere Rolle, weshalb der Name Biberapotheke in Europa häufig war. 1784 hieß sie sie "Landschaftsapotheke" oder "Stadt-Apotheke", seit 1874 trägt sie den Namen "Zum Goldenen Biber". Auf den Ladenschildern finden sich die Darstellungen von Asklepios, sowie mythologischen Gestalten der Apotheker. Die Apotheke war bis 1764 neben der Hofapotheke und einer Apotheke in Radstadt die landesweit noch einzige Apotheke.

Zezihaus (Getreidegasse 5)
Das Haus ist heute auch als Schöpshaus bezeichnet und geht in seiner Geschichte bis um 1200 zurück. Um 1400 wurde es von der Domabtei gekauft. Anschließend wechselte es die Besitzer mehrmals, erst später gehörte es einem einzigen Inhaber. Seit dem 18. Jahrhundert befindet sich heir die Firma Jos. Ant. Zezi. Heute sind die oberen Stockwerke mit dem Haus Nr. 7 verbunden.

Reifenstulsches Haus mit dem Roittnerdurchgang (Getreidegasse 7)
Das Haus wurde im frühen 15. Jahrhundert erbaut, der älteste bekannte Besitzer dieses Hauses ist der damalige Bürgermeister Peter Feiertag (1408-1434). Nach 1892 befand sich die Eisengroßhandlung Roittner, die später in das gegenüberliegende Haus übersiedelte, (vergrößert nach 1905) in diesem Haus. Der besonders hübsche Innenhof besitzt an der Süd- und Ostseite Rundbogenarkaden und an der Westseite in den unteren Geschossen. Bemerkenswert sind die teilweise steinernen Fenstergewände.

Später zog die Firma Thalhammer in dieses Haus und entkernte den getreidegassenseitigen Teil vollständig, wobei viele mittelalterliche Bauelemente verloren gingen. Die scharfe Kritik mit dieser Vorgangsweise, die nach 1974 wesentlich durch die Salzburger Bürgerliste getragen worden war, war mit ein wesentlicher Grund für die heutigen strengen Altstadtschutzbestimmungen in Salzburg. Daraus folgte dann das Salzburger Altstadterhaltungsgesetz.

Roittnerhaus (Getreidegasse 8 - Hagenauerplatz)
Dieses Eckhaus zum Hagenauerplatz wurde erstmals 1334 erwähnt, mit Sicherheit ist das Haus in der ursprünglichen Bausubstanz aber deutlich älter. Das Haus dominante Eckhaus konnte mit der Verlegung der Stadtmauer zur Salzach hin in den Jahren 1465-1480 auf seine heutige Größe ausgebaut werden. Es ist eines der stattlichsten Bürgerhäuser des späten Mittelalters, sein früheres festungsartiges Aussehen ist heute noch teilweise erkennbar. Besonders auffällig ist der bis ins dritte Obergeschoss reichende Erker am Hagenauerplatz. Hier wohnte 1681 der „Griespader“ (der Bademeister des griesgassenseitig angrenzenden Griesbades) Wolf Aichamber. 1816 -1917 bestand hier das Gasthaus und Hotel zur Goldenen Krone. Von 1917 bis 1999 war hier die Geschirr- und Küchenartikelfirma Roittner zu finden.

Der Löchlwirt am Hagenauerplatz (Hagenauerplatz 2)
Das einstige "Wirtshaus zum Löchl" stammt in der Bausubstanz aus dem 16. Jahrhundert. Hier befand sich ursprünglich das "Obere Tränktor" in der salzachseitigen Stadtmauer (Zugang zu Salzachschiffen, Tränkmöglichkeit für das Vieh der Stadt). Die Angeln für die früheren Torflügel des Stadttores sind bis heute erhalten. Die später dort angesiedelten kleinen Verkaufsbuden benannten sich gerne nach dem Löchlbogen: Metzgerlöchl, Schnapslöchl, Kaslöchl.

Hagenauerhaus - Mozarts Geburtshaus (Getreidegasse 9)
Dieses Haus kaufte 1585 der Hofapotheker Chunrad aus der bekannten Familie der Fröschlmoser. Nach diesem Apotheker tragen die Torflügel bis heute eine Äskulapschlange im Löwenmaul. Bemerkenswert ist an diesem Haus das marmorne Barockportal mit dem ovalen Brustbild einer Heiligen, das wahrscheinlich von Johann Baptist von Hagenauer geschaffen wurde. Das Gebäude ist nach den seinerzeitigen Eigentümern, den Handelsherrn und Spezereiwarenhändlern Hagenauer benannt. Johann Lorenz von Hagenauer (1712-1792), dessen Großvater Georg von Hagenauer das Haus 1703 gekauft hatte war ein Freund und Förderer der Mozarts. Viele historische Briefe belegen das freundschaftliche Verhältnis der Familie Mozart mit den Hagenauers.

Ihre internationale Bekanntheit hat die Getreidegasse Mozart zu verdanken. Unmittelbar nach ihrer Hochzeit am 21. November 1747 zog das Ehepaar Leopold und Anna Maria Mozart in die neue Mietwohnung im dritten Stock dieses Hauses, genannt Hagenauerhaus ein. Am 27. Januar 1756 kam hier Wolfgang Amadeus Mozart als siebentes Kind der Familie zur Welt. Im Jahr 1773, nach Vater und Sohns dritter Reise nach Wien, übersiedelten sie mit Mutter Anna Maria und Schwester Nanner aus der zu eng gewordenen Getreidegassenwohnung in das Tanzmeisterhaus am damaligen Hannibalplatz (heute Makartplatz) Nr. 8.

Bereits 1880 errichtete die Internationale Stiftung Mozarteum ein Museum im diesem Geburtshaus. Die Stiftung kann danach im Jahr 1917 das Haus käuflich erwerben. In den letzten Jahrzehnten vor 2000 konnte das Museum von der Internationalen Stiftung Mozarteum systematisch um- und ausgebaut werden. Gezeigt wird, wie Mozart aufwuchs, zu musizieren begann,  seine Familie Freunde und Gönner.  Zu sehen sind auch Musikinstrumente Wolfgang Amadeus Mozarts (Kindergeige, Konzertgeige,  Clavicord,  Konzertflügel, Hammerklavier), sowie Möbel und Gegenstände im täglichen Gebrauch Mozarts. Auch Portraits und Briefe der Familie und Autographen (Faksimile) werden gezeigt, sowie berühmte Bilder von Mozart, etwa das 1789 gemalte unvollendete Ölgemälde von Joseph Lange „Mozart am Klavier“.

In diesem Museum werden vor allem drei Themen dargestellt: „Mozart und die Universität“, „Mozarts Freundschaft mit Salzburger Familien“ sowie „Kirchenmusik und Heiligenverehrung“. Das obere Stockwerk zeigt das umfassende Bühnenschaffen Mozarts. Auch verschiedene Bühnenmodelle vom 18. bis ins 20. Jahrhunderts werden gezeigt.

Schrankenbäckerhaus (Getreidegasse 11 auch Schrankenpeckenhaus, bis etwa 2003 „Wiener Bäckerei“ der Familie Feichtner)
Das urkundlich 1380 erstmals erwähnte Haus ist seit Jahrhunderten als Bäckerhaus bekannt. Bereits 1608 arbeitet hier der „Pecken“ Georg Penkher, seit 1713 heißt das Haus Schrankenpeckerhaus. Auch dieses Haus besitzt einen kleinen Innenhof der ostseitig mit einem schmucken Arkadengang gegliedert ist.

Cammerlohrhaus (Getreidegasse 12)
Das Haus besaß früher im Erdgeschoss einen Pferdestall für 24 Pferde. Zwischen 1420 bis 1570 stand dieses Haus im Eigentum der zuletzt evangelischen Familie Claner, die um 1570 aus Glaubensgründen Stadt und Land Salzburg verlassen musste. 1678 erwirbt die Familie Cammerlohr dieses Haus, dessen Namen das Haus heute trägt. Die heutige Fassadengestalt stammt vom Ende des 18. Jahrhunderts.

Kronenhaus und Haus an der Alben (Häuser Getreidegasse 14 und 16 mit Durchhaus)
Das Haus Nr. 14 war von 1558 bis 1578 von der bekannten protestantischen Münzerfamilie Thenn bewohnt, die nach 1578 ebenfalls gezwungen war, aus Glaubensgründen das Land zu verlassen. Salzachseitig befand sich (zuerst noch an der Außenseite der Stadtmauer) das Armenhaus, das später dann als Kommunstube zum angrenzenden Wirtshaus zur Goldenen Krone gehörte. Das Gebäude ist ein wichtiges und vielbegangenes Durchhaus. Im Hof, der auch durch seine Arkaden mit roten Marmorpfeilern auffällt, zeigt eine kleine Tafel die Höchststände der Hochwässer am 24. und 27. Juni 1786 sowie am 14. September 1899.

Das „Haus an der Alben“ (Nr. 16) erinnert an den hier fließenden Almkanal, der als mittelalterlicher Werkskanal der Albe (heute Königseer Ache) oft auch selbst Albe oder Alm genannt wurde.

Amannhaus (Getreidegasse 21)
Erstmals 1258 urkundlich erwähnt, stammt der heutige Bau aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. In diesem Haus wohnte der Maler Adrian Ludwig Richter vom 4. Juli bis 5. August 1823. Der Innenhof zeigt einseitig schmucke Rundbogenarkaden über Kragsteinen des Erdgeschosses und einen rotmarmornen Wandbrunnen. Darunter befindet sich ein Holzrelief, das Christus eine Weltkugel tragend zeigt.

Mühle und Eisenniederleghaus (Getreidegasse 18-22 mit Durchhaus)
Urkundlich ist der Gebäudekomplex bereits 1286 erwähnt. Das Haus 18 bestand aus ursprünglich zwei schmalen Häusern und dem angrenzenden gotischen Stadtturm, später auch Niederlegturm genannt, die in das Haus einbezogen wurden. Dieser gotische Stadtturm ist in der Substanz erhalten. Im Zug der fortschreitenden Stadterweiterung wurde der ersten Stadtmauer salzachseitig auf 1465-1480 eine neue Stadtmauer vorgestellt, sodass im dortigen Durchhaus zwei verschieden alte Stadtmauerreste sichtbar werden. Der getreidegassenseitige besitzt dabei einen alten Torbogen, am jüngeren sind die Steinkonsolen für den einst aufgesetzten hölzernen Wehrgang erhalten.

Im Jahr 1509 erwarb die Stadt Salzburg die drei Gebäude, samt der Mühle am Getreidegassenarm des Almkanals und dem Bäckerladen um sie in Ausübung ihres Niederleg- oder Stapelrechtes (1487-1828) nach dem Haus Waagplatz 1 (Brotmarkt) als Eisenniederlage zu nutzen. Im Haus Nr. 20 war dabei die Wohnung Niederlegers bzw. Lötschenmeisters. Die dortigen Lötschen waren Niederleger für Eisen, später auch für verschiedene andere Waren, zuletzt auch bis 1828 für Getränke. Auch die hier arbeitenden Bäcker und Müller besaßen in den oberen Stockwerken des Hauses ihre Wohnung.

Zumindest vom frühen 16. Jahrhundert bis zum 17. Jahrhundert wohnten im Haus 20 verschiedene Sattler, die hier auch einen Sattlerladen besaßen. Nach diesen heißt dieses Haus vielfach auch Sattlerstöckl. In das Haus zog dann 1884 der heutige Gasthof zum Wilden Mann (vorübergehend „Schwarzer Mann“) ein.

Mödlhamerhaus (Getreidegasse 26)
1414 ist das Haus als „Nicola pierbrew“ erwähnt. 1639 findet sich hier bereits der Gasthof zum Goldenen Löwen. Später wird dieses in Wirts- und Bräuhaus Mödlhamer umbenannt. Beachtenswert ist der aufwändig gestaltete schmiedeeiserne Wandarm mit dem Bräuerzeichen aus dem Jahr 1639, welcher heute das „M“ der McDonald’s Schnellimbisskette ziert.

Lasserhaus oder Baron Lassberghaus (Getreidegasse 27)
Das Haus ist erstmals 1387 unter dem Eigentümer Georg der Aygell (Aigel) genannt, der damals die Erlaubnis erhielt, die angrenzende Mauer zum Frauengarten neu aufzubauen. 1609 wird Matthäus Lasser als Eigentümer genannt, deren Erben bis 1800 im Besitz des Hauses bleiben. Danach ist das Haus bis 1835 im Eigentum des Barons Lassberg. Vom Anfang des 17. Jahrhunderts ist eine Reliefplatte der Familie Lasser mit einem wappenhaltenden Engel (im Cafehaus) erhalten.
Das im Kern spätgotische Gebäude stammt aus dem 16. Jahrhundert und besitzt ein großes Segmentbogenportal aus der Zeit um 1600 und darüber das barocke Rundbild des Guten Hirten. Auch der schmiedeeiserne Ausleger (1930) im Empirestil ist bemerkenswert. Als eines von wenigen Häuser besitzt es zwei Arkadenhöfe. Heute sind hier das bekannte Cafe Getreidegasse und die Imbisskette Nordsee untergebracht.

Sternbäckerhaus (Getreidegasse 29)
Über dem Rundbogenportal des Hauses findet sich der Spruch „Gelobt sey Jesuß Christuß in Ewigkeit. Amen. F.H.L. 1739“. Beachtenswert ist die später färbig gestaltete Kassetten-Haustüre. Das Haus ist 1387 erstmals urkundlich im Eigentum von Ortwin (aus Salzburghofen, dem heutigen Freilassing) und Ulrich Dietl (aus Braunau am Inn) erwähnt. Um 1800 kaufte der Sternbäcker Hörl das Haus, nach dem das Haus heute benannt ist. Das Haus besitzt im Hof vom ersten bis zum vierten Stock offene Arkaden.

Dr. Reinhard Medicus

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Stand: 2.9.2015, Richilde Haybäck