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Adresse: Getreidegasse 34

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Altstadt & Tourismus
Getreidegasse

Sternbräu

Getreidegasse 34-36, Sternbräuhaus mit Sternsitz
Zwei Durchhäuser führen in diesen Gastgarten „vom Spitalvreythof her auf der tenken seitten in der tragassen“ - vom (Bürger-)Spitalfriedhof auf der linken Seite der Getreidegasse.

Das Gebäude entstand durch Zusammenlegung von zwei Häusern der Getreidegasse mit dem Sternstöckl an der alten Stadtmauer. 1408 befand sich das Haus im Besitz eines Hufschmiedes, 1542 wird es erstmals als Braugasthaus bezeichnet („Pierprew“), 1800 heißt dieses schon Zum Goldenen Stern. In der Kehle des wiederhergestellten Grabendaches findet sich das „Auge Gottes“.
Zum Sternbräu gehören zwei Gastgärten des Großgasthofes. Der frühere zweigeschossige Arkaden-Innenhof der Renaissancezeit ist leider nur ansatzweise erhalten.

Im Raum an der alten Stadtmauer (in den Jahren vor 1480 errichtet) befindet sich grießgassenseitig das einstöckige Sternstöckel. Heute bildet hier anstelle der alten Wehrmauer ein bogenförmiger Durchgang die Grenze des Gastgartens gegen die Griesgasse. Bemerkenswert ist in der Getreidegasse der große Schmiedeeisenausleger (geschaffen 1668) mit seinen symmetrischen Rocailleformen, der ein marmornes Hauszeichen trägt sowie verschiedene Braugeräte (Braubottich mit Ähren, Schaufel, Schöpfer und Stern).
Das Haus trägt zudem ein kleines barockes Haussegensbild mit den Heiligen Drei Königen mit dem Stern von Bethlehem.
Allerdings hat das Sternbräu nicht nach diesem biblischen Stern seinen Namen, sondern nach der einst nahen Sternbastei die dort von Paris Lodron in das flache Ufer der Salzach hineingebaut worden war und die nach 1860 wieder geschliffen wurde.
Dr. Reinhard Medicus

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Stand: 1.4.2016, Richilde Haybäck