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Sankt Michaelskirche

Bild vergrößernResidenzplatz; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Residenzplatz; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Bild vergrößernResidenzplatz Gedenktafel; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Residenzplatz Gedenktafel; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Bild vergrößernSt. Michaelskirche am Residenzplatz; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

St. Michaelskirche am Residenzplatz; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Die Michaelskirche ist die älteste Pfarrkirche der Stadt Salzburg am Residenzlatz. Bis zum 12. Jahrhundert war die Michaelskirche zugleich Pfalzkapelle und Pfarrkirche der Bürgerschaft Salzburgs. In dieser zweifachen Funktion war sie auch eine Doppelkirche: der obere Teil war dem Kaiser und seinem Gefolge vorbehalten und wurde vom Palais aus betreten. Der untere Teil war vom Marktplatz aus zugänglich und für die Bürger bestimmt.

Baugeschichte
Der Gründungsbau der kleinen Rokokokirche St. Michael am Residenzplatz entstand bereits vor dem Jahr 800. Seit dem Hochmittelalter ist sie im Besitz der Erzabtei St. Peter, die stets darauf bedacht war, die Kirche zu erhalten. So wurde das Gotteshaus nach den Bränden in den Jahren 823 und 1167 rasch wieder aufgebaut. Nach der Übertragung der Pfarrrechte auf die Liebfrauenkirche verlor sie jedoch ihre frühere geistliche Bedeutung.

Architektur und Innenraum
In den Jahren 1767 bis 1776 wurde die Michaelskirche umgestaltet, neu ausgestattet und erhielt einen barocken Zwiebelturm. In der Zwischenzeit ist die Kirche so in die Häuserflucht des Residenzplatzes eingebunden, dass von ihrer äußeren Erscheinung nur noch wenig zu sehen ist.
Ein eindrucksvolles Bild des Erzengels Michael, der Luzifer besiegt, schmückt den Hauptaltar. Die Seitenaltäre zieren Bilder von den beiden Erzengeln Gabriel und Raphael. Das Abschlussgitter von Philipp Hinterseer aus dem Jahr 1770 gehört zu den schönsten Schmuckstücken der barockisierten Sankt-Michaels-Kirche.

Am 30. April 2018 jährt sich ein finsteres Ereignis der Geschichte Salzburgs zum 80. Mal: die vom Nationalsozialistischen Lehrerbund in Eigeninitiative organisierte und mit Unterstützung von Mitgliedern der HJ und des BdM inszenierte Bücherverbrennung auf dem Residenzplatz.
Rund 1.200 Bücher von politisch verfemten Autorinnen und Autoren - darunter Heinrich Heine, Stefan Zweig und Else Lasker-Schüler – wurden auf einem Scheiterhaufen nördlich des Residenzbrunnens öffentlich vernichtet.
Seit 2011 erinnert eine Gedenktafel an der Sankt-Michaels-Kirche an den barbarischen Akt.

Noch Fragen?

Stand: 2.1.2018, Richilde Haybäck