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Skulptur und Architektur

Früh- und Hochgotik

Bild vergrößernHochgotik Franziskanerkirche; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg, Dr. R. Medicus

Hochgotik Franziskanerkirche; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg, Dr. R. Medicus

Bild vergrößernMönchsberg Bürgerwehr; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Mönchsberg Bürgerwehr; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Bild vergrößernKirche Sankt Blasius; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Kirche Sankt Blasius; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Während in Frankreich die Romanik bereits um die Mitte des 12. Jahrhunderts von der Gotik abgelöst wurde, blieb der bayrisch-salzburgische Raum noch lange den alten Traditionen verhaftet. Der erste gotische Bau in der Stadt Salzburg ist die 1319 geweihte Marienkapelle des Stiftes St. Peter. Sie besitzt zweiteilige Spitzbogenfenster und ein typisches Kreuzrippengewölbe mit plastischen Schlusssteinen. Die Kapelle wurde als St. Veits-Kapelle erbaut und ist nur selten zugänglich.

Zur Entwicklung der mittelalterlichen Stadtmauer
Die Stadt Salzburg erhielt nach 1100 ihre erste geschlossene Stadtmauer, die in der Folge mehrfach ergänzt und erweitert wurde. Zwischen 1465 bis 1485 errichtete die Bürgerschaft der Stadt die Zweite Stadtbefestigung. Der erste Salzburger Bauernaufstand, der damalige Konflikt mit dem Kaiser und vor allem die Eroberungen und Raubzüge der Osmanen machte dies notwendig.
Die Feuerwaffen waren vor 1500 noch nicht schlagkräftig, Armbrüste zählten zu den wichtigsten Kriegswerkzeugen. Wichtig waren damals zur Verteidigung daher vor allem hohe Mauern und seit dem Spätmittelalter auch viele hohe Wehrtürme.
Die Bürgerwehr war der stärkste mittelalterliche Verteidigungsbau auf dem Mönchsberg und ist heute das einzige erhaltene Salzburger Stadttor dieser Zeit. Dieser starke Wehrbau bestand aus zwei hintereinander liegenden zinnenbewehrten Mauerzügen samt aufgesetzten Wehrgängen mit ursprünglich wohl zwei Türmen. Wenig später wurde die Zahl der Türme auf acht erweitert. Vor den Mauern befand sich altstadtseitig ein breiter Wehrgraben, der heute teilweise eingeschüttet ist. In diesem Graben ist durch fehlende Pflege Gehölz aufgekommen.
Mit dem Bau des Augustiner Bollwerks (im Lageplan Nr. 24) verlor die Bürgerwehr weitgehend ihre militärische Bedeutung.

(6 gemäß Lageplan)

Die um 1350 geweihte Kirche St. Blasius des einstigen Bürgerspitales ist die älteste gotische Hallenkirche im süddeutschen Raum. Für die kranken und alten Salzburger des Bürgerspitals erhielt es eine große Empore im Langhaus. Ein Teil dieser Empore wird heute als „Gotischer Saal“ für Kammermusikkonzerte genutzt. 

(7 gemäß Lageplan)

Eine geschnitzte sitzende Muttergottes aus dem Stift Nonnberg (um 1350) befindet sich heute im Nationalmuseum in München, eine steinerne Madonna aus dem alten Salzburger Münster (nach 1360) wird im Salzburg Museum aufbewahrt.

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Stand: 28.8.2017, Richilde Haybäck