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Spätgotik

Bild vergrößernMönchsberg Stift Nonnberg; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Mönchsberg Stift Nonnberg; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Bild vergrößernStift Nonnberg Innenansicht; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Stift Nonnberg Innenansicht; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Bild vergrößernNonnberg, Heiligen Rupert und Erentrudis, Figuren Abgüsse von Schnitzarbeiten um 1490; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg, Dr. R. Medicus

Nonnberg, Heiligen Rupert und Erentrudis, Figuren Abgüsse von Schnitzarbeiten um 1490; Quelle: Stadtgemeinde Salzburg, Dr. R. Medicus

Aus spätgotischer Zeit stammt der von Hans von Burghausen nach 1400 begonnene und von Stephan Krumenauer vollendete Chor der Franziskanerkirche. Es ist ein Höhepunkt des „weichen Stils“ der Gotik. Das schwere romanische Langhaus und der anschließende leichte und hohe Chor fügen sich dabei zu einem harmonischen Ganzen.

(8 gemäß Lageplan)

Die Margarethenkapelle (1485-1491) ist ein einheitlich spätgotischer Saalbau. Der heutige neugotische Altar wurde unter Verwendung gotischer Statuen von Georg Petzold 1864 entworfen. Bei Grabungen in der Kirche wurden vorromanische Reste der alten Amanduskapelle, erbaut vom Heiligen Rupert entdeckt.

(9 gemäß Lageplan)

Die Spätgotik führte in der Stadt Salzburg mit ihren wohlhabenden Bürgern und deren zahllosen Stiftungen zu einer neuen Blüte. 1453 wurde damals die Müllner Kirche neu erbaut. Der gotische Neubau der Nonnbergkirche wurde 1463 mit der Krypta begonnen und vierzig Jahre später vollendet. Nur das marmorne Hauptportal der Stiftskirche Nonnberg, die Vorhalle und dem Turm der Kirche stammen noch vom romanischen Vorgängerbau.
Die Krypta enthält auch das Felsengrab der Heiligen Erentrudis, der ersten Äbtissin des Klosters, die 718 verstarb. Bemerkenswert ist das gotische „Clanner-Fenster“ hinter dem Hauptaltar aus dem Jahr 1473. Der eindrucksvolle gotische Flügelaltar der Kirche stand ursprünglich in der Kirche St. Ulrich in Scheffau am Tennengebirge.

(10 gemäß Lageplan)

Ein Kleinod ist der ehemalige Liebfrauenaltar des Salzburger Domes, der sich heute im Stift Nonnberg befindet. (Er ist nicht öffentlich zugänglich.) Einige Marmorstatuen des Salzburger Bürgers Hans Valkenauer für das geplante Kaiserdenkmal in Speyer befinden sich heute im Salzburg-Museum. Von diesem Meister stammen auch die Grabmäler der Äbte Rupert Keutzl und Wolfgang Walcher an der Margarethenkapelle im Petersfriedhof und wohl auch das Monument für Leonhard Keutschach an der Georgskirche der Festung. Die Heiligenreliefe aus Eichenholz, die heute in den Türflügeln der Kirche der Kapuziner auf dem Kapuzinerberg zu bewundern sind, stammen aus der Zeit um 1450.

In Verehrung der Muttergottes sind aus dieser Zeit zahlreiche Madonnen erhalten. Eine besondere Bedeutung erlangte Salzburg als ein Mittelpunkt der Kunst der „Schönen Madonnen“ ab etwa1400. Zu diesen Madonnen zählen die Madonna der Franziskanerkirche (um 1405/1410) und die um 1420 geschaffene Maria der Stiftskirche St. Peter im Maria-Säul-Altar. Vom bedeutenden Maler und Bildhauer Michael Pacher ist aus dieser Zeit als Kernstück des heutigen barocken Altares Fischer von Erlachs nur die gotische Gnadenmadonna erhalten. Eine Madonna mit Kind des Meisters ist auch im Konvent der Ursulinen in Salzburg-Aigen zu sehen.

An der Ringmauer der Festung errichteten Burkhard von Weißpriach um 1465 und Leonhard von Keutschach um 1500 die ersten Wehrtürme. Keutschach ließ auch das Hornwerk, ein mechanisches Orgelspiel und den Reißzug, eine Standseilbahn errichten. Sie sind weltweit die jeweils ältesten erhaltenen Bauwerke ihrer Art. Um 1500 wurden unter Leonhard von Keutschach auch die Georgskapelle erbaut und die Innenräume des Hohen Stockes ausgestaltet. Vor allem die in ihrer Art einzigartige „Goldene Stube“ wurde mit zahlreichen geschnitzten Ornamenten verziert. Der Kachelofen in der Goldenen Stube ist eines der bedeutendsten Werke der europäischen Hafnerkunst der Spätgotik.

(11 gemäß Lageplan)

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Stand: 23.3.2016, Richilde Haybäck