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Publikation Bd. 55: Die Akte Leopoldskron. Max Reinhardt – Das Schloss – Arisierung und Restitution

Bd. 55: Die Akte Leopoldskron. Max Reinhardt – Das Schloss – Arisierung und Restitution

Mit einem Vorwort der Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler ; Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg, Band 55
Herausgeber: Johannes Hofinger
Verlag Anton Pustet, 216 Seiten, 49 Abbildungen, ISBN 978-3-7025-0983-5, Preis: € 24,00

Telefon: +43 (0)662 8072-4701
 
Bild vergrößernDie Akte Leopoldskron (Cover); Quelle: Verlag Anton Pustet

Die Akte Leopoldskron (Cover); Quelle: Verlag Anton Pustet

Das bedeutendste Beutestück des NS-Raubes

Die Salzburger Festspiele der Zwischenkriegszeit sind ohne Schloss Leopoldskron nicht denkbar: Der berühmte Theaterregisseur Max Reinhardt, der den Barockbau 1918 erworben hatte, empfing dort die Spitzen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und „inszenierte“ seinen Wohnsitz als Teil des Gesamtkunstwerks.

Die symbiotische Verbindung von Leopoldskron mit den Festspielen nutzten auch die Nationalsozialisten, als sie 1938 die Macht in Österreich übernahmen. Das Schloss von Max Reinhardt, der wegen eines Theaterprojekts in den USA Salzburg bereits im Herbst 1937 verlassen hatte, wurde „arisiert“ und diente dem nationalsozialistischen Reichsgau Salzburg als Ort der Repräsentation. Zudem war es exklusives Wohndomizil für Politiker und Kulturschaffende.

Max Reinhardt sollte Leopoldskron nie mehr wiedersehen – der Mitbegründer der Festspiele starb 1943 im US-amerikanischen Exil. Seine Salzburger Besitzungen wurden in den 1950er Jahren an seine Erben restituiert.

Stand: 25.5.2020, Hans-Peter Miller