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Publikation Bd. 23: Rosa Kerschbaumer-Putjata (1851-1923)

Bd. 23: Rosa Kerschbaumer-Putjata (1851-1923)

Sabine Veits-Falk: Rosa Kerschbaumer-Putjata (1851-1923). Erste Ärztin Österreichs und Pionierin der Augenheilkunde. Ein außergewöhnliches Frauenleben in Salzburg (Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg 23); NEUAUSGABE, 2., verbesserte Auflage, Salzburg 2012
Herausgeber: Stadtarchiv und Statistik Salzburg
168 S., 108 Farb-Abb., ISBN 978-3-900213-19-0, Preis: € 16,50

Telefon: +43 (0)662 8072-4701
 
Bild vergrößernRosa Kerschbaumer-Putjata (Buchtitel); Quelle: Stadtgemeinde Salzburg

Rosa Kerschbaumer-Putjata (Buchtitel); Quelle: Stadtgemeinde Salzburg

NEUAUSGABE, 2. verbesserte Auflage, Rosa Kerschbaumer-Putjata (1851-1923)
Rosa Kerschbaumer, eine gebürtige Russin, die in der Schweiz Medizin studiert hatte, gelang es im Jahr 1890 – zehn Jahre bevor Frauen in Österreich zum Medizinstudium zugelassen wurden– von Kaiser Franz Joseph eine Sondergenehmigung zu erhalten. Diese berechtigte sie zur Ausübung der Augenheilkunde und zur Leitung der privaten Augenheilanstalt in der Stadt Salzburg, die sie gemeinsam mit ihrem Ehemann gegründet hatte. Rosa Kerschbaumer war eine ausgezeichnete Augenärztin, die hunderte Patient/inn/en behandelte und medizinische Forschungen betrieb. Arme Augenkranke betreute sie kostenlos. Markante Spuren hinterließ sie in der Salzburger Medizingeschichte: Durch ihr Wirken konnte die überdurchschnittlich hohe Anzahl an Blinden im Land Salzburg deutlich reduziert werden. Rosa Kerschbaumer setzte sich auch für die Zulassung von Frauen zum Medizinstudium ein und engagierte sich von Salzburg aus in der bürgerlichen Frauenbewegung in Wien.

1896 verließ sie die Stadt, leitete dann „mobile Augenheiltruppen“ in Russland, wurde Primarärztin in Tiflis (Georgien), kehrte kurz nach Österreich zurück und wanderte schließlich 1911, im Alter von 60 Jahren, in die Vereinigten Staaten aus. Rosa Kerschbaumer starb 1923 in Los Angeles.
Stand: 12.11.2012, Hans-Peter Miller