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Menschen mit Behinderung
Menschen mit Behinderung

Umsetzung der Behindertenrechtskonvention

Die Anliegen der UN-Behindertenrechtskonvention werden in der Stadt Salzburg ernst genommen.

Als Vorsitzende des Behindertenbeirates der Stadt Salzburg ist es für Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer keine Frage ob, sondern wie wir die Behindertenrechtskonvention in Salzburg umsetzen können.

Kooperation mit dem Österreichischen Institut für Menschenrechte der Universität Salzburg und dem Büro „planwind“

Bei diesem Etappenplan liegt der Fokus auf den Kompetenzen der Stadt Salzburg. „Dort wo wir Handlungskompetenz haben, wollen wir auch tätig werden“, so der Magistratsdirektor Martin Floss.

Die Stadt Salzburg ist schon seit vielen Jahren bemüht, Maßnahmen zur Umsetzung der Barrierefreiheit in sämtlichen Bereichen zu setzen. Dafür hat sie 2012 die Europäische Kommission mit dem internationalen „Access City Award“ für barrierefreie Städte ausgezeichnet.

Die Stelle der Behindertenbeauftragten, die Einbindung von betroffenen Personen in Form des Beirats für Menschen mit Behinderung, Sensibilisierungsprojekte und eine gute Zusammenarbeit mit den jeweiligen Abteilungen tragen wesentlich dazu bei, weiterhin an einer lebenswerten Stadt für alle zu arbeiten.

Ziel des Projektes ist das Erheben der Ist-Situation in der Stadt Salzburg und das Erstellen von Handlungsmöglichkeiten und Lösungsvorschlägen, um die Inhalte der UN-Behindertenrechtskonvention weiterhin zu realisieren und noch gezielter umsetzen zu können.

Projektpartner*innen sind einerseits das Österreichische Institut für Menschenrechte der Universität Salzburg, vertreten durch Prof. Dr. Reinhard Klaushofer und Dr. Robert Krammer, andererseits durch Dr.in Heidrun Wankiewicz vom Büro „planwind“, www.planwind.at

Institut für Menschenrechte begleitet Projekt wissenschaftlich

Das Österreichische Institut für Menschenrechte sieht sich als wissenschaftlicher Begleiter für diese vorbildliche Initiative der Stadt Salzburg.
Grundlage für die wissenschaftliche Begleitung durch das Österreichische Institut für Menschenrechte sind die in der Behindertenrechtskonvention verankerten Rechte. Die allgemeinen Grundsätze der Behindertenrechtskonvention sind im Einzelnen:

  • die Achtung der dem Menschen innewohnenden Würde, seiner individuellen Autonomie, einschließlich der Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen, sowie seiner Unabhängigkeit im Sinne von Selbstbestimmung,
  • die Nichtdiskriminierung,
  • die volle und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft und Einbeziehung in die Gesellschaft,
  • die Achtung vor der Unterschiedlichkeit von Menschen mit Behinderungen und die Akzeptanz dieser Menschen als Teil der menschlichen Vielfalt und der Menschheit,
  • die Chancengleichheit,
  • die Zugänglichkeit,
  • die Gleichberechtigung von Mann und Frau,
  • die Achtung vor den sich entwickelnden Fähigkeiten von Kindern mit Behinderungen und die Achtung ihres Rechts auf Wahrung ihrer Identität.

Kostenaufstellung für das Projekt 'Etappenplan'
Kosten in Euro brutto
Österreichisches Institut für Menschenrechte 27.600
Firma Planwind - Dr.in Heidrun Wankiewicz 12.000
Grafik, Druck und Übersetzung
in Leichte Sprache ca. 10.000
GESAMTKOSTEN 49.600

Gesetzliche Grundlage 1:
UN-Behindertenrechtskonvention

Gesetzliche Grundlage 2:
Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz (BGStG)

Für die Bereiche Bauen und Verkehr wurden Übergangsbestimmungen erlassen. Das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz für bestehende Bauwerke und Verkehrsmittel war somit erst ab 1. Jänner 2016 in vollem Umfang anzuwenden.

Noch Fragen?

Stand: 14.3.2017, Richilde Haybäck