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Aus der KFA

Diabetes?!!!

Als spezialisiert auf dieses umfassende Thema und aktives Mitglied in der Österreichischen Diabetikervereinigung kann Helmut Steiner, Magistrat Salzburg für die Mitglieder der KFA und allen Interessierten und Betroffenen einen kurzen Überblick und Einblick geben:

Bei Diabetes spricht man schon von einer Volkskrankheit.
Viele Diabetiker wissen nichts von ihrer Erkrankung. Diese Diabetiker sind ohne ärztliche Betreuung besonders gefährdet, rasch Diabetes-Folgeschäden zu entwickeln. 
Daher ist die Früherkennung absolut wichtig. Bitte nutzen Sie die angebotenen „Gesunden-Untersuchungen“.
Wenn Sie bereits an Diabetes leiden, achten Sie darauf, dass Sie eine gute Diabeteseinstellung erhalten. Ich sage immer: „Zucker tut nicht weh, aber die Folgen.“ Denken Sie zum Beispiel auch an Ihren Blutdruck...

Diabetes Mellitus ist die medizinische Bezeichnung für Zuckerkrankheit und umfasst eine Gruppe von Stoffwechselerkrankungen, bei denen der Blutzucker erhöht ist. Chronisch erhöhter Blutzucker führt zu Langzeitschäden (an Augen, Nerven, Niere und Fuß).

Die zwei bekanntesten Typen sind:

Diabetes Typ 1
Bei dieser Diabetesform, mit Zerstörung der körpereigenen Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse (Autoimmunprozess) und meist absolutem Insulinmangel, muss von Anfang an Insulin gespritzt werden.

Diabetes Typ 2
Meist erst im Erwachsenenalter schleichend einsetzender Insulinmangel bzw. Störung der Insulinwirkung (Insulinresistenz) und Schwangerschaftsdiabetes medizinische Bezeichnung: Gestationsdiabetes Erstmals während der Schwangerschaft auftretende/diagnostizierte Glukosetoleranzstörung. Erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes.

Die Diagnose des Diabetes erfolgt anhand von Nüchtern Glukose (an 2 Tagen = 126 mg/dl) oder oralem Glukosetoleranztest (OGTT), v. a. bei klinischem Verdacht und widersprüchlichen Ergebnissen, oder Hämoglobin A1c (HbA1c) ( = 6,5 % (48 mmol/mol) an 2 Tagen).

Die Therapien unterscheiden sich nach Diabetestyp. Es gibt sehr viele verschiedene Therapieformen.
Die Ansprechpartner sind praktische Ärzte, Internisten und Diabetesambulanzen. Eine gute Betreuung und eine dementsprechende Schulung wirken sich auf die Diabeteseinstellung aus.
Aber! Der wichtigste Teil der Therapie bin ich als Betroffener: Mein Management entscheidet über den Erfolg der (einer jeden) Therapie!

Nun stellt sich die Frage, wie kann ich mich vor Diabetes Typ 2 schützen und wie kann ich ihn positiv beeinflussen?

  • Eine ausgewogene gesunde Ernährung, nicht im Übermaß,
  • das Körpergewicht immer beobachten und bei Übergewicht reduzieren und
  • Bewegung: jede Bewegung zählt und zahlt sich aus!

Aber das gilt schlussendlich doch auch für alle Menschen!    
Helmut Steiner
Kurz zu meiner Person: Ich bin fast 50 Jahre Diabetiker und in der Österreichischen Diabetikervereinigung (Selbsthilfeverein www.diabetes.or.at ) tätig. Falls Sie Fragen haben, können Sie mich gerne kontaktieren. 8072/2447 – helmut.steiner@stadt-salzburg.at

Noch Fragen?

Stand: 6.12.2017, Richilde Haybäck