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Gefunden oder verloren?

Finderrechte

Finderlohn
Sollte sich ein Verlustträger / eine Verlustträgerin melden, haben Sie diesem / dieser gegenüber Anspruch auf Finderlohn. Der Finderlohn beträgt:

  • bei verlorenen Sachen zehn Prozent des gemeinen Wertes,
  • bei vergessenen Sachen fünf Prozent.

Bei einem Wert des Fundgegenstandes von über 2.000 Euro halbieren sich die Prozentsätze.

Als verloren gelten bewegliche, in niemandes Gewahrsam stehende Sachen, die ohne den Willen der Inhaberinnen oder Inhaber aus ihrer Gewalt gekommen sind.

Als vergessen gelten bewegliche Sachen, die ohne den Willen der Inhaberinnen oder Inhaber an einem fremden, unter der Aufsicht eines anderen stehenden Ort zurückgelassen worden und dadurch in fremde Gewahrsame gekommen sind.

Kein Recht auf Finderlohn:
Wenn die Sache von einer Person im Rahmen ihrer privat- oder öffentlich-rechtlichen, die Rettung der Sache umfassenden Pflicht gefunden worden ist oder die FinderIN die in den §§ 390 und 391 ABGB (Verpflichtung zur Abgabe eine Fundes) enthaltenen Anordnungen schuldhaft verletzt hat oder die vergessene Sache auch sonst ohne deren Gefährdung wiedererlangt worden wäre. Da es sich beim Finderlohn um einen zivilrechtlichen Anspruch des Finders gegenüber dem Verlustträger / der Verlustträgerin handelt, ist die Fundbehörde nicht zur Einbehaltung und Ausbezahlung des Finderlohns berechtigt.

Recht zum Eigentumserwerb:
Sollte sich keine VerlustträgerIN binnen eines Jahres beim Fundamt melden, haben Sie danach die Möglichkeit das Eigentum am Fundgegenstand zu erwerben, wenn Sie binnen 6 Wochen nach Ablauf des Jahres diesen beim Fundamt abholen.

Bei Funden mit einem Wert von mehr als € 20,-- werden Sie als Finder /Finderin von der Behörde mittels eigenhändig zu übernehmenden Schreiben (Rsa) an das Ablauf des Jahres erinnert und zur Abholung des Fundes eingeladen.

Kommt der Verlustträger / die Verlustträgerin noch vor dem Finder / der Finderin, obwohl dieser / diese bereits vom Erwerb der Anwartschaft auf das Eigentum verständigt wurde, so geht der Gegenstand an den Verlustträger / die Verlustträgerin. Der Finder / die Finderin wird aber bei Rsa-Verständigung davon in Kenntnis gesetzt, dass der Verlustträger / die Verlustträgerin in dieser Zeit noch seinen / ihren Anspruch geltend machen kann. Erst nach Ausfolgung an den Finder / die Finderin hat der Verlustträger bzw. die Verlustträgerin keinen Anspruch mehr auf sein / ihr vormaliges Eigentum.

Fund-Hotline: 0662 8072 3580

Noch Fragen?

Stand: 25.4.2016, Richilde Haybäck