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Drehbuchpreis 2000 der Stadt Salzburg an Claudia Oberndorfer und Gabriele Neudecker

Drehbuchpreis der Stadt Salzburg an C. Oberndorfer und G. NEudecker Bürgermeister Heinz Schaden übergibt Preise über 150.000 Schilling   Am heutigen Mittwoch, 20. D...
 
Mi, 20. Dezember 2000
Drehbuchpreis der Stadt Salzburg an C. Oberndorfer und G. NEudecker
Bürgermeister Heinz Schaden übergibt Preise über 150.000 Schilling
 
Am heutigen Mittwoch, 20. Dez. 2000 überreichte Bürgermeister Dr. Heinz Schaden die Drehbuchpreise 2000 der Stadt Salzburg. Die Auszeichnungen wurden heuer zum siebten Mal verliehen.
 
Den mit S 100.000,-- dotierten Preis der Sparte Spielfilm erhält Claudia Obendorfer, Wien, für ihr Drehbuch "Ottos Traum", eine Comedy über einen peniblen Salzburger Beamten und einer Frau von den Philippinen, die er sich mittels Katalog als Frau besorgt hat. Der völlig verschiedene kulturelle Hintergrund der beiden führt zunächst natürlich zu einer veritablen Lebenskrise...
 
Claudia Obendorfer ist 1963 in Wien geboren und absolvierte die Ausbildung zur diplomierten Sozialarbeiterin. Diesen Beruf übte sie auch einige Zeit aus. In der Folge trat sie mit literarischen Veröffentlichungen hervor und bildete sich in Richtung Drehbuch weiter, u.a. 1997 - 2000 an der Filmschule Wien. Einige ihrer kleineren Projekte wurden bereits verfilmt, 1999 kam sie beim Drehbuchpreis der Stadt Salzburg in die zweite Runde.
 
Den mit S 50.000 dotierten Preis der Sparte Kurzfilm erhält Mag. Gabriele Neudecker, Köstendorf, für ihr Drehbuch "Freaky", einen sehr berührenden Film über eine Kinderfreundschaft.
 
Mag. Gabriele B. Neudecker ist 1965 in Salzburg geboren, studierte u.a. Publizistik in Salzburg und Berlin und begann schon während des Studiums mit dem Filmemachen. Sie bildete sich auch nach dem Studium durch Teilnahme an einschlägigen Kursen und Seminaren weiter, arbeitete als Regie- und Schnittassistentin bei verschiedenen Projekten und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Drehbuchpreis der Stadt Salzburg 1994 und beim Carl-Mayer-Drehbuchpreis 2000. Zwei ihrer Projekte, darunter das mit dem Drehbuchpreis der Stadt Salzburg 2000 ausgezeichnete "Freaky" stehen gerade in Produktion. Mag. Neudecker ist verheiratet und Mutter von drei Kindern.
 
Zum Wettbewerb 2000 langten für die Vorrunde 20 Treatments von 5 Autorinnen und 17 Autoren ein. Die Jury wählte vor dem Sommer fünf davon zur weiteren Ausarbeitung zu Drehbüchern aus.  
 
Der Wettbewerb 2000 wartete mit einer Neuerung auf: die Einreichungen wurden nicht nur von einer Jury, sondern auch von der renommierten europäischen Drehbuchagentur EUROSCRIPT in London begutachtet. Auf diese Weise war es erstmals möglich, dass alle EinreicherInnen ausführliche "Script Reports" erhielten, d.s. detaillierte Analysen der eingereichten Texte, ihrer Stärken und Schwächen. So "gewinnen" durch den Wettbewerb nicht nur die PreisträgerInnen, sondern auch jene BewerberInnen, die schließlich nicht zum Zug kamen. Dieser Service wurde einhellig begrüßt und hebt den Wettbewerb unter vielen anderen als eine besonders konstruktive Förderungsmaßnahme hervor.
 
Nach der Umstellung auf einen zweiphasigen Wettbewerb ab 1997 (Vorrunde: Treatments, Hauptrunde: Drehbücher) ist dies die zweite Weiterentwicklung des Wettbewerbs, die aufgrund von Vorschlägen der Juries und TeilnehmerInnen erfolgt ist und dem Wettbewerb zu großer Attraktivität verhilft.
 
Von den bisher ausgezeichneten Drehbüchern sind übrigens inzwischen bereits drei als Filme produziert worden, zwei weitere Produktionen sind gerade in Arbeit.
 
Die Jury des Drehbuchpreises 2000 der Stadt Salzburg bestand aus
dem Theaterautor Gustav Ernst, Wien; der Lektorin und Literaturmanagerin Dr. Christa Gürtler, Salzburg und dem Leiter des Linzer Filmkulturzentrums "Moviemento", Mag. Wolfgang Steininger.
 
Fotos von diesem Ereignis werden den Redaktionen im Laufe des Nachmittags telefonisch vom Info-Z der Stadt angeboten.

www.stadt-salzburg.at
Stand: 3.3.2011, Richilde Haybäck