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Alle Kinder müssen unsere Kinder sein - Leben für SOS-Kinderdorf

Bürgermeister Heinz Schaden verlieh Helmut Kutin Ehrenbecher der Stadt Salzburg
 
Fr, 21. Oktober 2011

"Sie selbst haben als kleiner Bub im SOS-Kinderdorf Imst eine neue Heimat und Familie gefunden. Das hat wohl Ihr Engagement für die Kinder dieser Welt ebenso geprägt wie Ihr Lebensmotto ´Nur ein geliebtes Kind kann ein liebender Erwachsener werden´. Ich schätze die vielen großartigen Einrichtungen von SOS-Kinderdorf sehr und danke Ihnen ganz besonders ´für Ihre Verdienste um die SOS Kinderdorf Jugendbetreuung und das Clearinghouse Salzburg´“. Mit diesen Worten überreichte Salzburgs Stadtoberhaupt Heinz Schaden am Freitag, 21. Oktober 11, den Ehrenbecher der Stadt Salzburg an Helmut Kutin, Präsident von Kinderdorf International und Kinderdorf Österreich.

„´Alle Kinder müssen unsere Kinder sein´, hat Hermann Gmeiner einmal gesagt. Dem ist nichts hinzuzufügen. Jedoch solange dieses Kind nicht einen Platz in unserem Herzen hat, werden wir dem Kind nicht gerecht werden“, dankte Helmut Kutin dem Bürgermeister und der Stadt Salzburg "für diese wunderbare Auszeichnung" und allen MitarbeiterInnen der SOS-Kinderdörfer ganz speziell für ihre großartige tägliche Arbeit.

Helmut Kutin, geboren am 4. Oktober 1941, ist im ersten SOS-Kinderdorf in Imst/Tirol aufgewachsen. Seit 1967 arbeitete der gelernte Pädagoge und Volkswirt hauptberuflich für die SOS-Kinderdörfer. Er begann mit dem Aufbau des ersten – damals weltweit größten – Kinderdorfes in Vietnam und sorgte danach für eine rasche Verbreitung dieser Idee in Südostasien. 1971 übernahm er die Verantwortung für ganz Asien. Das Netz dieser humanitären Hilfe umspannt heute die ganze Welt: In 132 Ländern gibt es über 450 Kinderdörfer und rund 1.500 begleitende Einrichtungen.

Bahnbrechende Arbeit in Asien
In Asien leistete Helmut Kutin - in der Zwischenzeit zum stellvertretenden Generalsekretär von SOS-Kinderdorf International gewählt - bahnbrechende Arbeit. Es ist ihm zu verdanken, dass in nicht einmal zehn Jahren über 50 SOS-Kinderdörfer und weitere 50 Zusatzeinrichtungen - wie Kindergärten, Hermann-Gmeiner-Schulen, Ausbildungszentren, Mutter-Kind-Einrichtungen und Krankenstationen - errichtet werden konnten. Die SOS-Kinderdorf-Idee ist heute in zwölf Ländern Asiens fest etabliert. Ein ganz besonderes Ereignis war die Eröffnung von zwei SOS-Kinderdörfern in der Volksrepublik China im Frühjahr 1987.

Seit 1986 Gmeiner-Nachfolger
Im Jahr 1985 wurde Helmut Kutin von Hermann Gmeiner selbst zu seinem Nachfolger im privaten weltweiten Netzwerk ernannt. Diese Präsidentschaft übernahm Kutin nach dem Tod von Gmeiner im Jahr 1986. Seitdem ist Kutin Präsident des Dachverbandes SOS-Kinderdorf International, gleichzeitig auch Präsident von SOS-Kinderdorf Österreich. 1988, 1993, 1998, 2003 und 2008 wurde er in diesen Funktionen bestätigt.

Unter Kutins Leitung wurden weltweit über 154 neue SOS-Kinderdörfer gegründet. Seit der Öffnung des Ostens von Europa im Jahr 1989 lag der Schwerpunkt seiner Arbeit in diesem Bereich. Heute gibt es in fast allen Staaten Osteuropas zumindest ein SOS-Kinderdorf.

Zahlreiche Auszeichnungen
Helmut Kutin genießt international hohes Ansehen, welches in einer Reihe von Auszeichnungen auch auf nationaler Ebene seinen Ausdruck gefunden hat – zuletzt erhielt er an seinem 70. Geburtstag den Ehrenring des Landes Tirol. In Salzburg hat er sich für das SOS Clearinghouse für unbegleitete minderjährige Flüchtlingskinder besonders engagiert sowie für Jugendeinrichtungen und Nachbetreuungsstellen. Es gab auch eine sehr erfolgreiche Kooperation der Stadt Salzburg mit SOS Kinderdorf nach der Tsunami-Katastrophe 2004 in Asien.



www.stadt-salzburg.at
SOS-Kinderdorf-Präs. Kutin geehrt SOS-Kinderdorf-Präs. Kutin geehrt
© Stadt Salzburg / Gaby Strobl-Schilcher
SOS-Kinderdorf-Präs. Kutin geehrt SOS-Kinderdorf-Präs. Kutin geehrt
© Stadt Salzburg / Gaby Strobl-Schilcher
SOS-Kinderdorf-Präs. Kutin geehrt SOS-Kinderdorf-Präs. Kutin geehrt
© Stadt Salzburg / Gaby Strobl-Schilcher
SOS-Kinderdorf-Präs. Kutin geehrt SOS-Kinderdorf-Präs. Kutin geehrt
© Stadt Salzburg / Gaby Strobl-Schilcher
Stand: 21.10.2011, Gabriele Strobl-Schilcher