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Presse

Sprache als Fenster zur Welt: Literaturfest in Wissensstadt Salzburg

Fünf Tage im Zeichen der "Gegenwärtigkeit"
 
Mi, 18. Mai 2016

Ab heute, 18.5.2016, heißt es in Salzburg wieder: „Die Sprache – ein Fest“. Mehr als 30 Autorinnen und Autoren sind an fünf Veranstaltungstagen zu Gast beim 9. Literaturfest Salzburg. Als roter Faden durch das Programm an gut einem Dutzend verschiedener Veranstaltungsorte zieht sich diesmal die „Gegenwärtigkeit“.

Nicht von ungefähr fragen Christa Gürtler, Jochen Jung und Klaus Seufer-Wasserthal – das Leitungsteam des Literaturfestes – im Vorwort ihres Programms, wie viel Gegenwart denn Platz hat zwischen Vergangenheit und Zukunft. Und stellen fest: Viel Raum scheint das nicht zu sein; umso wichtiger sei es daher, dass es zu allen Zeiten SchriftstellerInnen und DichterInnen gibt, die sich ausdrücklich mit den Problemen und Themen des jeweils Gegenwärtigen auseinander setzen - und „das dient der Aufklärung unserer Köpfe“.

Kulturressortchef Bürgermeister Heinz Schaden: „Beim Lesen eröffnen sich immer wieder buchstäblich neue Horizonte. Literatur und Dichtung lassen uns die Welt neu und anders sehen. Als unglaublich vielseitiges ‚Transportmittel‘ für Wissen und Erkenntnisse nimmt die Literatur und die konsequente Entwicklung des Literaturbereichs eine zentrale Position in unserem Projekt Wissensstadt ein, auch als Förderschwerpunkt im Kulturbudget.“

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Kompetenzen fördern und vernetzen
Die bestehenden Kompetenzen in der Stadt Salzburg sind breit gestreut: Denn neben den jährlichen Publikumshits wie Literaturfest, Buchwoche oder dem Festival „Europa der Muttersprachen“ sorgen u.a. die Vereine unter dem gemeinsamen Dach des Literaturhauses, zunehmend auch informelle junge Initiativen, Netzwerke und Veranstaltungsreihen das ganze Jahr über für Begegnungen mit Literatur in all ihren Spielarten.
In wissenschaftlich geleiteten Archiven – u.a. Zweig Centre, Literaturarchiv, Traklhaus - werden dichterische Nachlässe und Biographien aufgearbeitet; die Publikationen der überaus regen Salzburger Verlagsszene werden im gesamten deutschen Sprachraum deutlich wahrgenommen.

Last but not least bieten mehr als 50 Bibliotheken – von hochspezialisierten Fachbibliotheken und Uni-Bibliotheken bis hin zu den öffentlichen Bibliotheken – ihre umfangreichen Bestände zur Nutzung an. Am Standort in der Neuen Mitte Lehen hat sich die Stadt:Bibliothek seit 2009 zum niederschwelligen, vielseitigen Lese-Kompetenzzentrum entwickelt.

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Zugang für alle
Und hier, in der Panorama-Bar mit der spektakulären Aussicht liest Dzevad Karahasan am 19.5. im Rahmen des Literaturfestes aus seinem neuen Roman „Der Trost des Nachthimmels.“ Ein historischer Roman über einen heraufziehenden religiösen Fanatismus, der dennoch nichts an „Gegenwärtigkeit“ vermissen lässt.
„Absolut heutig“ könnte indessen das Label für die Lesung unter dem Titel Sprach:Netz am 21.5. im ICT&S Center der Uni Salzburg lauten: Der Lyrik- und Kurztexteblog „Der goldene Fisch“ präsentiert sich hier mit fünf anwesenden und vier digital zugeschalteten AutorInnen. Großes Lesevergnügen für junge Worterfinder ab 7 Jahren verspricht Gabriela Hoffmann mit ihrer fantastischen, auf der Kinoleinwand bebilderten Geschichte „Krokonil und Tupfentiger“, am 20. Mai im Das Kino.







www.stadt-salzburg.at
Stand: 18.5.2016, Cay Bubendorfer