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Vortragsreihe 2015

29. 10. 2015, Albert Lichtblau: Wiedergutmachung und Restitution

Bild vergrößern„Reichskristallnacht“ 1938; Quelle: AStS, Fotoarchiv Franz Krieger

„Reichskristallnacht“ 1938; Quelle: AStS, Fotoarchiv Franz Krieger

Um 19.00 Uhr im Veranstaltungssaal TriBühne Lehen,
Tulpenstraße 1, Eintritt frei.

Albert Lichtblau:
Wiedergutmachung und Restitution

Nach der NS-Machtübernahme begann ein Raubzug gegenüber privatem Eigentum. Die neuen Herrscher schienen sich wie im Selbstbedienungsladen zu fühlen und die NS-Gesetzgeber sahen sich gezwungen, die Enteignungsprozesse möglichst schnell zu regeln. Es ging vor allem um das Eigentum von Juden und Jüdinnen, aber auch von politischen Gegnern und Gegnerinnen oder jenes der Kirche. Nach Kriegsende wurden die Raubzüge in Rückstellungsprozessen aufgerollt. Die Gesetzgebung bot nur ein limitiertes Instrument, das Geraubte zurückzuerhalten. Was nicht mehr vorhanden war, wie etwa Geschäftswaren, wurde nicht kompensiert. Der Druck auf die Beraubten war groß, nachzuweisen, dass sie nicht freiwillig „verkauft“ hatten.
 

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Stand: 3.11.2015, Hans-Peter Miller