Hintergrundbild
Energieplanung
Projektdetails

Projektergebnisse

Präsentation von Patrick Lüftenegger:

Ausgangssituation/Motivation:
Itzling, typischer Randbezirk einer mittelgroßen Stadt wie Salzburg mit sehr heterogener Bebauungs- und Nutzungsstruktur stellt die Stadtverwaltung vor zahlreiche Herausforderungen: früheres Dorfzentrum und Einkaufsstraße haben ihr Funktionen weitgehend verloren, Großsiedlungen aus den 60ern und 70ern müssen neu gedacht werden, große Betriebe stehen neben Ein- und Zweifamilienhausstrukturen, Bahnlinien durchschneiden den Stadtteil und starker Durchzugsverkehr überlastet die Verkehrsknoten. Vor diesem Hintergrund möchte die Stadt Salzburg, Itzling zum erlebbaren Smart City Stadtteil entwickeln.

Inhalte und Zielsetzungen:
Im Projekt „Itz Smart“ wurden mittels kooperativen Planungsansätzen Möglichkeiten zur Bestandsentwicklung untersucht. Klares Projektziel war es, erste Umsetzungsprojekte für diesen Weg zu identifizieren und der Realisierung ein Stück näher zu bringen.

Methodische Vorgehensweise:
Im ersten Schritt wurde die Ausgangssituation des Stadtteils mittels statistischer Daten analysiert und der Ist-Stand der CO2 Emissionen näherungsweise dargestellt. Von dieser Startperspektive wurde in einer zweitägigen Klausur eine mögliche Vision für Itzling 2050 entwickelt. Mit Blick auf diese Vision wurden in weiterer Folge mit Stadtverwaltung, Bauträgern, Grundstückseigentümern, Infrastrukturbetreibern, Sozialeinrichtungen, Forschungs- und Bildungsinstitutionen mögliche erste Schritte definiert und mit Erkenntnissen, Innovationen und Technologien aus der Forschung angereichert. Daraus entstanden 27 Projektsteckbriefe die mit leitenden Vertretern der Stadtverwaltung diskutiert wurden und im nächsten Schritt im Planungsausschuss an die Gemeindevertreter herangetragen werden, um politische Beschlüsse für erste Leuchttürme herbeizuführen.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen:
Der gewählte Ansatz „CO2 neutrale Stadtteilentwicklung durch kooperative Prozessgestaltung“ war zwar im Ansatz richtig, aber die Fokussierung auf den sehr technischen und schwer fassbaren Begriff „CO2 neutral“ dafür sehr hinderlich. Vielmehr sollte diese Zieldimension als Baustein einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung sowohl unter ökonomischen, als auch ökologischen und sozialen Aspekten betrachtet werden. Die mit der Entwicklung im Bestand verfolgte Zielrichtung ist stark von den Ausgangsbedingungen vor Ort abhängig und dementsprechend von Fall zu Fall unterschiedlich, auf jeden Fall aber vielschichtig. Dabei hat sich in einigen Städten die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Realisierung eines einzelnen Projekts noch keinen angemessenen Beitrag zu einer Nachhaltigen Siedlungsentwicklung darstellt. Notwendig ist vielmehr eine Strategie, die die Planung und Realisierung vieler einzelner Projekte in einen Gesamtzusammenhang bringt und ein Maßnahmenpaket für die Entwicklung im Bestand schnürt. Das Projekt „Itz Smart“ hat dazu einen ersten Beitrag geleistet und Diskussionsgrundlagen geschaffen. Fragen die in weiterer Folge diskutiert werden sollten sind: Welche politischen Beschlüsse wären für den Stadtteil Itzling wichtig? Welche Leuchtturmprojekte lassen sich gleich umsetzen? Wie können Einzelprojekte laufend in Zusammenhang gebracht werden? Wie kann die notwendige Grundstimmung bei Bevölkerung, Wirtschaft, Verwaltung und Politik erzeugt werden? Die Präsentation mit den Projektsteckbriefen befindet sich im Anhang.

Stand: 6.3.2018, Michael Buchner