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Mobilität
SaMBA

SaMBA – Nachhaltiges Mobilitätsverhalten im Alpenraum

Der Alpenraum ist ein einzigartiger Lebensraum, der durch eine reiche Topografie, hohe Biodiversität und sehr empfindliche Ökosysteme und Lebensräume charakterisiert ist. Der Klimawandel und hohe Emissionsbelastungen, insbesondere durch den Verkehr, stellen große Herausforderungen für diesen sensiblen Raum dar und erfordern entsprechende Gegenmaßnahmen.
Durch das Interreg-Projekt SaMBA (Sustainable Mobility Behaviours in the Alpine Region) will die Stadt Salzburg gemeinsam mit zwölf Partnern aus fünf Ländern im Alpenraum (Italien, Frankreich, Österreich, Slowenien und Deutschland) Gegenmaßnahmen im Verkehrsbereich mit dem Ziel entwickeln, die hohe Abhängigkeit von Privatfahrzeugen zu reduzieren, indem nachhaltige alternative Mobilitätsangebote wie Radfahren, Zu-Fuß-Gehen, Nutzung des ÖPNV etc. gefördert und entsprechend gestärkt werden. Dazu sollen Anreiz- und Belohnungssysteme geschaffen und erprobt werden, die zu einer Änderung des individuellen und kollektiven Mobilitätsverhaltens und der Mobilitätsmuster beitragen.

Kernpunkte des Projektes sind:

  • Bewusstseinsbildung für Strategien und Maßnahmen zur Veränderung des individuellen Mobilitätsverhaltens aufseiten der Entscheidungsträger. Dazu wird von RSA iSPACE, eben-falls Salzburger Projektpartner in SaMBA, ein Tool entwickelt, mit dem die Auswirkungen politischer Maßnahmen und Strategien zur Änderung des Mobilitätsverhaltens beispielsweise über Anreiz- oder Belohnungssysteme simuliert werden können. Dieses Tool wird in Salzburg getestet und dann allen Regionen zur Verfügung gestellt.
  • Empfehlungen zur Entwicklung lokal angepasster Strategien und Maßnahmen zur effektiven Verhaltensänderung im Sinne einer nachhaltigen Verkehrsmittelwahl. Dabei werden die Erfahrungen aus den beteiligten Ländern zusammengefasst und zu typischen Anwendungs-fällen mit unterschiedlichen Herausforderungen gebündelt.
  • Erprobung verschiedener Strategien und Maßnahmen zur Änderung des Mobilitätsverhaltens in Pilotaktionen in den einzelnen Ländern. Die Erfahrungen aus den Pilotaktionen sollen in ein Handbuch zur Umsetzung von Maßnahmen und Strategien eingebunden werden. Dieser Leitfaden soll die öffentliche Hand bei der Umsetzung konkreter Maßnahmen zur Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs auf nachhaltige Mobilitätsformen unterstützen und somit auch zur Erreichung der nationalen Klimaziele und Zielsetzungen im Bereich CO2-sparender Mobilität beitragen.

Insgesamt stehen für das Projekt 2,036 Mill. EUR zur Verfügung. Der Anteil der Stadt Salzburg beläuft sich auf 124.000 EUR.

Das Projekt ist im April 2018 gestartet und endet im April 2021.

Weitere Informationen finden sie auf: https://www.alpine-space.eu/projects/samba/en/home

Die Stadt Salzburg möchte im Zuge dieses Projekt konkret nachhaltige Mobilitätsformen bzw. die Änderung des Modal Split zugunsten alternativer Mobilitätsformen in zwei Wohnbauprojekten fördern. (1) In der Sanierung der Friedrich-Inhauser-Straße in Parsch und (2) in der Neubebauung „Kendlerpark“ an der Kendlerstraße in Maxglan. Die Umsetzung konkreter Maßnahmen und Strategien soll dabei erprobt, ihre Alltagstauglichkeit und Auswirkungen getestet und somit ein direkter Beitrag zu lokalen Mobilitätskonzepten geleistet werden.
Geplant ist unter anderem, dass die zukünftigen Bewohner*innen der sanierten und neugebauten Siedlung möglichst frühzeitig erreicht und anhand einer Mobilitätsmappe und individueller Mobilitätsberatung auf alternative Mobilitätsangebote wie Leihfahrräder, Lastenfahrräder, Carsharing, E-Bikes und E-Mopeds, ÖPNV etc. hingewiesen werde. Ziel ist, dass die angesprochenen Personen dies Angebote auch verstärkt in Anspruch nehmen und weniger Autoverkehr generiert wird. Incentives wie beispielsweise eine Monatskarte für den ÖPNV oder eine Fahrradreparatur und begleiten-de Veranstaltungen sollen zusätzlich zur Nutzung dieser Angebote motivieren.
Positive Erfahrungen mit einer derartigen Mobilitätsberatung konnten bereits bei der Sanierung der Strubergassensiedlung gemacht werden.

Für weitere Informationen können Sie sich gerne an folgende Personen wenden:
MMag. Gerhard Ainz
SaMBA Projektmanagement Stadt Salzburg
Jakob-Haringer-Straße 1
5020 Salzburg
Tel    +43 662 453 130 | fax -20
Mobil +43 699 171 044 87
E-Mail: ainz@raumeval.at

Mag. Josef Reithofer
Stadt Salzburg / Amt für Stadtplanung und Verkehr
Schwarzstraße 44
5020 Salzburg
Tel +43 662 8072-2764
E-Mail: josef.reithofer@stadt-salzburg.at

SaMBA wird durch das Alpenraumprogramm Interreg des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) gefördert.

Interreg Alpine Space SaMBA Interreg Alpine Space SaMBA
© Interreg
Sanierungsgebiet Friedrich-Inhauser-Straße Sanierungsgebiet Friedrich-Inhauser-Straße
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Sanierung Friedrich-Inhauser-Straße Sanierung Friedrich-Inhauser-Straße
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Kendlerpark Kendlerpark
© Die Salzburg
Kendlerpark Kendlerpark
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Stand: 28.3.2019, Franz Huemer