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Salzburger Vorlesung: unmenschliche Produktion von Markenkleidung

Mo, 23.11.: Gisela Burckhardt über prekäre Arbeitsbedingungen in der Modebranche

Woher kommt eigentlich unsere Kleidung? In den vergangenen Jahren ist das Bewusstsein für fair produzierte Bekleidung stark gestiegen. Viele Menschen leben aber in dem Irrglauben, dass teure Markenkleidung automatisch faire Produktion bedeutet. Dies ist aber nicht richtig. In ihrem Vortrag zum Thema „Edle Modelabels schützen nicht vor unmenschlicher Produktion“ klärt Dr. Gisela Burckhardt über die prekären Bedingungen in der Kleidungsindustrie auf. Denn: ein teures Label oder ein hoher Preis meinen nicht automatisch eine höhere Qualität.

Bei der 31. Salzburger Vorlesung am Montag, 23. November, sprechen die Autorin und Journalistin Gisela Burckhardt, Alexandra Föderl-Schmid, Chefredakteurin der Tageszeitung „Der Standard“, und Renata Schmidtkunz, Redakteurin bei Ö1, über die ausbeuterische Herstellung von Bekleidung für den europäischen und amerikanischen Markt.

Gisela Burckhardt, ist Buchautorin („Todschick: Edle Labels, billige Mode – unmenschlich produziert“, 2014 erschienen beim Heyne Verlag) und Vorstandsvorsitzende vom Verein FEMNET (Feministische Perspektiven auf Wirtschaft, Politik & Gesellschaft), der sich weltweit für die Rechte von Frauen – insbesondere auch für gerechte Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie – einsetzt. Die Expertin setzt sich für faire Entlohnung und geregelte Arbeitszeiten ein und ist bereits seit 15 Jahren für die Clean Clothes Campaign (Kampagne für saubere Kleidung) aktiv.

Die erfolgreiche Veranstaltungsreihe „Salzburger Vorlesungen“ ist eine Kooperation zwischen der Wissensstadt Salzburg und der Universität Salzburg. Die Gespräche und Diskussionen mit interessanten Persönlichkeiten zu gesellschaftlich relevanten Themen sind öffentlich zugänglich.

Salzburger Vorlesungen
Montag, 23. November, 19 Uhr
Universität Salzburg, Kleine Bibliotheksaula, Hofstallgasse 2-4.
Anmeldung (mit Angabe der Personenanzahl) bis 21.11.2015 unter: Tel. 0662/8044-2438 oder http://bit.ly/1Ngb8UT

Stand: 17.1.2017, Dagmar Aigner