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Residenzplatz: Neugestaltung und Historie

Historie Residenzplatz

Bild vergrößernResidenzplatz; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Residenzplatz; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Bild vergrößernResidenzplatz mit Blick von oben; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Residenzplatz mit Blick von oben; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Bild vergrößernAusgrabungen am Residenzplatz großflächig; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Ausgrabungen am Residenzplatz großflächig; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Der Residenzplatz liegt zwischen der Alten und der Neuen Residenz.
Im Süden des Platzes wird er vom Salzburger Dom, im Norden von einer Fassade von Bürgerhäusern und angrenzend von der Michaelskirche umrahmt.
Im Osten öffnet sich der Residenzplatz zum Mozartplatz hin. Der Platz wurde in seiner heutigen Form wesentlich von Wolf Dietrich von Raitenau gestaltet.
Er ließ 1592 zuerst die Mauer zum Domfriedhof und jene zum Vorplatz der Residenz schleifen und gleichzeitig einen zweistöckigen Verbindungsgang zwischen der neuerbauten Neuen Residenz und der Alten Residenz errichten.

Diese erste Vergrößerung des Residenzplatzes war für den ehrgeizigen Fürsterzbischof offensichtlich nicht ausreichend.
Um den Residenzplatz gemäß städtebaulichen Vorbildern aus Italien weiter vergrößern zu können ließ er 1597 den alten Domfriedhof auf und legte an der rechten Salzachseite 1995-1600 - wieder nach italienischen Vorbildern - den Sebastiansfriedhof an.

Auch der eben erst neuerbaute lange zweistöckige Verbindungsgang zwischen Alter und Neuer Residenz wurde wieder abrissen. Nach einem Dombrand ließ er 1599 auch den spätromanischen konradinischen Dom abbrechen, 1605 begann der Abriss der Alten Residenz um ebenfalls einem Neubau zu weichen. Erst Wolf Dietrichs Nachfolger konnten jene Großbaustelle vollenden, die der 1611 abgesetzte Erzbischof Wolf Dietrich hinterlassen hatte.

Guidobald Graf Thun ließ 1656 - 1661 auf dem neuen großen Platz auch den Residenzbrunnen (auch Hofbrunnen genannt) mit seinen allegorischen Figuren aus weißem Untersberger Marmor errichten.
Unter der Bauleitung von Antonio Dario wurde dieser größte barocke Brunnen Mitteleuropas vermutlich von Tommaso di Garona gestaltet.
Das untere große Brunnenbecken zeigt einen mittigen Felsen, der von vier wasserspeienden Meerrössern (Hippocampen) umgeben ist.
Vier Athleten tragen auf dem Felsen eine mittige Beckenschale, in der drei Delphine mit ihren Schwanzflossen eine obere Beckenschale halten, in der ein Triton sitzt, der aus einer Schnecke („Tritonshorn“) Wasserfontänen in die Luft stößt.
Dr. Reinhard Medicus

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Stand: 2.5.2018, Richilde Haybäck