Hintergrundbild
Wirtschaft & Umwelt
 

Adresse: Bierjodlgasse 4 und 5

Im Stadtplan anzeigen
 
Stadtplanung
Welterbe erleben

Bierjodlgasse 4 und 5

Bild vergrößernEinladungskarte_ Tag der offenen Tür in der Bierjodlgasse 4 und 5 am 1.7.2016; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg

Einladungskarte_ Tag der offenen Tür in der Bierjodlgasse 4 und 5 am 1.7.2016; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg

Bild vergrößernHaus Bierjodlgasse 4; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Haus Bierjodlgasse 4; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Bild vergrößernHaus Bierjodlgasse 4; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Baubehörde / Stevie Klinar

Haus Bierjodlgasse 4; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Baubehörde / Stevie Klinar

Ein Blick hinter die Fassaden!
Tag der offenen Tür in den Häusern Bierjodlgasse 4 und 5
Freitag, 1. Juli, 13.30 bis 17.00 Uhr
Teilnahme kostenlos, Anmeldung nicht erforderlich

Ab 2015 (No.4) sowie 2016 (No.5) wurden die historisch wertvollen Gebäude renoviert und generalsaniert. Für die Projektleitung des Hauses Bierjodlgasse 4 zeichnete Architekt DI Ewald Imser verantwortlich, für das Nachbarhaus Architekt DI Clemens Standl.

Zwei schlichte Häuser – Bierjodlgasse 4 und Bierjodlgasse 5 – repräsentieren beispielhaft das Arme-Leute-Viertel des Dombezirks an den Hängen des Festungsberges und verdeutlichen, dass auch unspektakuläre Architektur oft anonymer Autorschaft einen Teil des Weltkulturerbes Salzburg ausmacht – als Gebinde zwischen den Monumenten Festung, Dom und Mirabell.

Das Haus Bierjodlgasse 5 wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts im Garten des Nachbarhauses an die rückwärtig im Hang befindliche mittelalterliche Stützmauer, die erst durch Einleitung der Fernwärme wiederentdeckt wurde, angebaut.
Im Mittelalter waren zur Sicherung der Straßen massive Terrassen-Stützmauern notwendig, die auch zur Befestigung der Bierjodlgasse angelegt wurden und erst die Errichtung von Häusern ermöglichten.

Maßvoll Modernisieren
Die Sanierung von Bierjodlgasse 4 und 5 verfolgte das Ziel, die einfachen Stadthäuser auf moderne Wohnstandards mit entsprechender Qualität und Sicherheitstechnik anzuheben. Als größte Herausforderung stellte sich in beiden Fällen die Trockenlegung der Substanz heraus, deren aufgehende Mauern teilweise im Erdreich stehen.

Durch ihre Lage am Hang unmittelbar unterhalb der Festung Hohensalzburg sind beide Häuser im Gefüge der Altstadt städtebaulich wirksam sowie hinsichtlich ihrer historischen Bausubstanz bedeutend für das charakteristische Gepräge des Salzburger Stadtzentrums.

Ein historischer Kindergarten
Das Haus Bierjodlgasse 4, das erstmals 1431 als „haws für die cappläne“ erwähnt ist, wurde ebenfalls auf diesen Stützmauern aufgebaut.
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts beherbergte das Gebäude die sogenannte „Kleinkinder-Bewahranstalt“: damals eine echte Novität als externe Kleinkinder-Tagesstätte. Für die älteren Schulkinder war die sogenannte „Korrektur-Schule“ vorgesehen. Die Frage der Betreuung und Erziehung armer Kinder hart arbeitender Eltern rückte ab den 1840er Jahren auch in Salzburg zusehends in das öffentliche Interesse und führte im Jahr 1846 unter dem Protektorat von Erzbischof Friedrich von Schwarzenberg und der Kaiserwitwe Caroline Auguste zur Gründung der „Salzburger Kleinkinder-Bewahranstalt“, die bis 1924 hier existierte. Seit 1932 gehört das Objekt der Stieglbrauerei zu Riedenburg.

Fachlich begleitet wurden die Umbauten von den zuständigen ExpertInnen der Baubehörde in konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt und der Sachverständigenkommission für die Altstadterhaltung.

Noch Fragen?

Stand: 18.10.2017, Richilde Haybäck