Hintergrundbild
Wirtschaft & Umwelt
 

Adresse: Müllner Hauptstraße 3

Im Stadtplan anzeigen
 
Stadtplanung
Welterbe erleben

Haus Müllner Hauptstraße 3

Bild vergrößernBarocker Funktionsbau im Welterbe:; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg/Baubehörde

Barocker Funktionsbau im Welterbe:; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg/Baubehörde

Bild vergrößernWohnen unterm Dachstuhl aus dem Jahr 1732:; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg/Baubehörde

Wohnen unterm Dachstuhl aus dem Jahr 1732:; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg/Baubehörde

Bild vergrößernZweites Entree mit neuem Zugangsportal; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg/Baubehörde

Zweites Entree mit neuem Zugangsportal; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg/Baubehörde

Der Tag der offenen Tür in der Müllner Hauptstraße 3 im September 2015 war ein großer Erfolg: Besichtigung mit Architekt Erich Wagner und Fachleuten der Stadtplanung, des Referats Altstadterhaltung und des Bundesdenkmalamtes

Barocke Funktionalität
Knapp außerhalb der Stadtmauern in der alten Vorstadt Mülln, direkt am Felsen gelegen, entstand im 15. Jahrhundert das Haus Müllner Hauptstraße 3. Seine heutige Gestalt erhielt es erst rund 200 Jahre später: Damals wurde der mittelalterliche Kern zu einem barocken Zweckbau erweitert, der durch seine Monumentalität und Funktionalität im Weltkulturerbe der Salzburger Altstadt als Unikat hervorsticht. Bis 1918 diente das Haus als Kaserne und Militärkrankenhaus, nach dem Ersten Weltkrieg wurden im Zuge eines größeren Umbaus Wohnungen darin untergebracht.

Nach Erwerb durch die Altstadt Realitäten GmbH startete man 2013 die Sanierung und Adaption des Objekts für die moderne Wohnnutzung. Wie in Salzburg üblich, begleiteten das Bundesdenkmalamt Salzburg, die Sachverständigenkommission für die Altstadterhaltung (SVK) und die städtische Baubehörde das Projekt in enger Zusammenarbeit. Die planerische Grundlage lieferte das Architekturbüro Erich Wagner; im Sommer 2015 wurde die Sanierung erfolgreich abgeschlossen.

Im Vorfeld fanden unter Leitung des Bundesdenkmalamtes umfangreiche archäologische und restauratorische Untersuchungen statt. Auf dieser Basis wurde die Adaptierung des Gebäudes als neu strukturiertes, modernisiertes Wohnhaus geplant.

Dazu wurden bisher ungenutzte Bereiche im Erdgeschoss freigelegt und eine Eingangshalle mit neuem Zugangsportal geschaffen. Die Fensteröffnungen im bislang offenen Arkadengang im Erdgeschoß erhielten Fixverglasungen. Dort, wo eine im 19. Jahrhundert eingebaute Treppe entfernt wurde, entstand Platz für den Einbau eines Personenlifts. Ebenfalls erweitert, und zwar durch eine vorgesetzte schmale Diele, wurde das südlich angebaute Stöcklgebäude. Auf dem flach gedeckten Dach des Stöckls ist außerdem eine Terrasse entstanden, ebenso über einem früheren straßenseitigen Stiegenaufgang im 1. Stock.

Die Grundstruktur in den drei Obergeschoßen wurde beibehalten; durch den Abbruch von Einbauten und Zwischenwänden, die Anfang des 20. Jahrhunderts eingezogen worden waren, konnte die Raumaufteilung innerhalb der Wohnungen jedoch verbessert werden.
Im Dachgeschoß sind zwei neue Wohnungen entstanden. Der Dachstuhl von 1732 und die Größe des ganzen Dachraumes bleiben jedoch sichtbar, weil abgesehen von Wohnungstrenn-wand, Nasszellen, Abstellräumen und Lift auf Zwischenwände bzw. Einbauten verzichtet wurde. Neben den bestehenden Giebelfenstern sorgen je sechs neue Dachgaupen an Ost- und Westseite, zwei kleinere Dachflächenfenster sowie ein Glasband im schmalen Graben des Daches für reichliche Belichtung.

Im Zuge des Umbaus wurden außerdem Putze und Böden saniert bzw. wo nicht mehr möglich erneuert. Das Dach wurde in Kupfer neu eingedeckt und die Installationen nach heutigen Standards neu hergestellt.

Noch Fragen?

Stand: 30.6.2016, Richilde Haybäck