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Wirtschaft & Umwelt
 
Wasser
Wasserbau: Einwirkung und Schutzbauten

Einwirkungen auf Gewässer §§ 30, 32 WRG

In § 30 Abs. 1 WRG Wasserrechtsgesetz 1959 ist festgehalten, dass alle Gewässer einschließlich des Grundwassers  im Rahmen des öffentlichen  Interesses und nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen so reinzuhalten und zu schützen ist,

  • dass die Gesundheit von Mensch und Tier nicht gefährdet werden kann,
  • dass Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes und sonstige fühlbare Schädigungen vermieden werden können,
  • dass eine Verschlechterung vermieden sowie der Zustand der aquatischen Ökosysteme und der direkt von ihnen abhängenden Landökosysteme und Feuchtgebiete im Hinblick auf ihren Wasserhaushalt geschützt und verbessert werden,
  • dass eine nachhaltige Wassernutzung auf der Grundlage eines langfristigen Schutzes der vorhandenen Ressourcen gefördert wird,
  • dass eine Verbesserung der aquatischen Umwelt, ua. durch spezifische Maßnahmen zur schrittweisen Reduzierung von Einleitungen, Emissionen und Verlusten von gefährlichen Schadstoffen gewährleistet wird.

    

Planzenschutzmittel
Nach § 32 Abs. 2 WRG bedürfen insbesondere folgende Maßnahmen eine wasserrechtliche Bewilligung, sofern nicht geringfügige Einwirkungen (§ 8 WRG – Gemeingebrauch) vorliegen:

  • die Einbringung von Stoffen in festem, flüssigem oder gasförmigem Zustand in Gewässer (Einbringungen) mit den dafür erforderlichen Anlagen,
  • Einwirkungen auf Gewässer durch ionisierende Strahlung oder Temperaturänderung,
  • Maßnahmen, die zur Folge haben, dass durch Eindringen (Versickern) von Stoffen in den Boden das Grundwasser verunreinigt wird,
  • die Reinigung von gewerblichen oder städtischen Abwässern durch Verrieselung oder Verregnung,
  • eine erhebliche Änderung von Menge oder Beschaffenheit der bewilligten Einwirkung.
  • das Ausbringen von Handelsdünger, Klärschlamm, Kompost oder anderen zur Düngung ausgebrachten Abfällen, ausgenommen auf Gartenbauflächen, soweit die Düngergabe auf landwirtschaftlichen Nutzflächen ohne  Gründeckung 175 kg Stickstoff je Hektar und Jahr, auf landwirtschaftlichen Nutzflächen mit Gründeckung einschließlich Dauergrünland oder mit stickstoffzehrenden Fruchtfolgen 210 kg Stickstoff je Hektar und Jahr übersteigt.
    Dabei ist jene Menge an Stickstoff in feldfallender Wirkung anzurechnen, die gemäß einer Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft über das Aktionsprogramm zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen (§ 55l) in zulässiger Weise durch Wirtschaftsdünger ausgebracht wird.

Noch Fragen?

  • Amt für öffentliche Ordnung
    Adresse: Schwarzstraße 44, 5024 Salzburg
    E-Mail: ordnungsamt@stadt-salzburg.at
    • Dipl.-Ing. Dr. Harald Krömer
      Wasserbautechnik
      Amtssachverständiger
      Tel: +43 (0)662 8072-3175
      Fax: +43 (0)662 8072-2068
    • Andreas Riepl
      generell re Salzachseite - stromabwärts; spez. Sanierungsverfahren; wasserrechtliche Maßnahmen an der Salzach
      Tel: +43 (0)662 8072-3118
      Fax: +43 (0)662 8072-2068
    • Helmut Schmeisser
      generell li Salzachseite - stromabwärts; spez. Wassergenossenschaften
      Tel: +43 (0)662 8072-3116
      Fax: +43 (0)662 8072-2068
Stand: 2.7.2015, Richilde Haybäck