Vorsorgeuntersuchung - Brustkrebsvorsorge- Burnout

Vorsorgeuntersuchung

Gehen Sie zur Vorsorgeuntersuchung – Ihrer Gesundheit zuliebe!
Der Krankenfürsorgeanstalt (Krankenversicherung der Magistratsbeamtinnen und -beamten) ist es ein großes Anliegen, möglichst viele Ihrer Versicherten für das Thema Gesundheitsvorsorge zu gewinnen und von der Wichtigkeit der angebotenen Untersuchungen zu überzeugen.
Welche Ziele verfolgt die Vorsorgeuntersuchung?
Ziel ist einerseits die Früherkennung von Volkskrankheiten wie z.B. Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Andererseits werden aber auch ganz gezielt relevante Lebensstil- und Risikofaktoren erhoben (z.B. Bewegungsmangel, Übergewicht, Alkohol- und Nikotinkonsum), die in unserer Wohlstandsgesellschaft vermehrt dafür verantwortlich sind, dass die Menschen krank sind.
Durch die Ermittlung des individuellen Gesamtrisikos ist es dem Arzt im Abschlussgespräch  möglich, anhand von so genannten "Risikotafeln", dem Probanden aufzuzeigen, wie eine Änderung seiner bisherigen Lebensgewohnheiten zu einem längeren und gesunden Leben führen kann. Die Beraterrolle des Arztes kommt somit verstärkt zum Ausdruck.

Die meisten Krankheiten entstehen nicht „über Nacht“. Man kennt heute in vielen Fällen die Risikofaktoren, die ersten körperlichen Alarmzeichen und auch die weitere Entwicklung der Krankheiten bis hin zum Endstadium.
Deshalb kommt der Vorsorge und Früherkennung eine entscheidende Bedeutung zu. Krankheiten in einem möglichst frühen, therapierbaren Stadium zu erkennen oder durch geeignete Veränderungen im Lebensstil gar deren Entstehung zu verhindern, sind die vorrangigen Ziele der Prävention.
Jede Person, die das 19. Lebensjahr vollendet hat, hat einmal im Jahr Anspruch auf eine kostenlose Gesunden-(Vorsorge)untersuchung.

Das Basisprogramm der Vorsorgeuntersuchung umfasst:

  • ausführliche Anamnese zu individuellen Risken (familiäre Belastung, kardiovaskuläres Risiko)
  • Lebensstilerhebung (Bewegung, Alkohol, Rauchen)
  • klinische Untersuchung des Körpers (Kopf/Hals, Herz/Lunge/Gefäße, Abdomen, Wirbelsäule/Gelenke, Haut)
  • Untersuchung des Hörvermögens und Abfrage des Sehvermögens ab dem 65. Lebensjahr
  • Blutuntersuchung mit Untersuchung von Blutfetten (Gesamtcholesterin/HDL-Cholesterin/Quotient), Blutzucker, Triglyceride, Gamma-GT; für Frauen zusätzlich ein rotes Blutbild
  • Harnuntersuchung auf Leucozyten, Glukose, Nitrit, Eiweiß, Blut, Urobilinogen
  • Blutdruckmessung
  • Body-Mass-Index und Bauchumfangmessung
  • Untersuchung auf Parodontalerkrankungen (Zahnfleisch, Zahnstein)
  • Untersuchung auf Blut im Stuhl und Angebot einer Koloskopie zur Darmkrebsvorsorge (beides ab dem 50. Lebensjahr)
  • für Frauen eine PAP-Untersuchung; eine Mammographie alle 2 Jahre ab dem 40. Lebensjahr

Wo werden Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt?
Sie können diese Untersuchung bei Ihrem Hausarzt durchführen lassen.
Im Abschlussgespräch erfahren Sie die Ergebnisse und erhalten vom Arzt Tipps, wie Sie eine gesunde Lebensweise praktizieren und individuelle Risikofaktoren senken können.

Brustkrebsvorsorge

Jede Frau, bundesweit, zwischen 45 und 69 Jahren erhält alle 24 Monate eine persönliche Einladung zur Mammographie-Untersuchung.
Frauen von  40 bis 44 Jahren sowie von 70 bis 74 Jahren erhalten einen Einladungsbrief, wenn sie sich bei der Telefon-Serviceline zuvor dafür angemeldet haben.
Der Einladungsbrief ist der Berechtigungsschein für die direkte Inanspruchnahme einer Mammographie – eine Überweisung ist nicht mehr notwendig.
Die Frau vereinbart einen Untersuchungstermin bei einem teilnehmenden Radiologen.
Durchführung einer Mammographie
Bei Bedarf z.B. bei abklärungsbedürftigen Befunden oder bei Frauen mit dichtem Brustgewebe kann unmittelbar nach der Erstbefundung  eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden.
Alle Befunde werden von einem zweiten Radiologen begutachtet.

  • Befund unauffällig: Frau wird nach 24 Monaten wieder eingeladen
  • Early Rescreen-Befund bei Veränderungen, deren Entwicklung beobachtet werden sollte – die Frau
      wird nach 6 bis 12 Monaten erneut eingeladen.
  • Auffälliger Befund: Frau wird direkt zum MRT oder invasiven Verdachtsabklärung weitergeleitet.

Burnout - Vorbeugung, Behandlung & Hilfe

Immer mehr Menschen leiden an Müdigkeit, Erschöpfung und dem Gefühl „ich kann nicht mehr“. Oft sind es gerade ehemals engagierte und begeisterte Mitarbeiter/innen aus kommunikativen Berufen, Menschen, die mit viel Einsatz und Freude am Arbeitsplatz geschätzt waren, jetzt aber desinteressiert und zynisch gerade noch das Notwendigste schaffen und mit sich selbst, dem Beruf und dem privaten Leben unzufrieden und unglücklich sind.  

Die Kombination von Leistungsknick, emotionaler Erschöpfung und innerer Abstumpfung ist typisch für das BURNOUT-Syndrom, einer Erkrankung, die alle Menschen befallen kann, welche sich zunächst im Berufs- und Privatleben engagiert haben, dann aber zunehmend enttäuscht und letztendlich ausgebrannt  aufgeben.

Zwischen Pessimismus und Schuldgefühlen, Widerwillen und Vorwürfen, Gleichgültigkeit und Verzweiflung leiden diese Mitmenschen erheblich, ohne die Krankheitswertigkeit selbst erkennen zu können. Oft sind es Partner, Freunde oder Kolleg/innen, die die Betroffenen schließlich motivieren, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Denn Behandlung und Erholung sind möglich.
Wenn Sie selbst unter diesen Symptomen leiden oder ein naher Mensch diese Krankheitszeichen aufweist, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt/ der Ärztin. Denn Burnout ist gefährlich und kann zu einer Depression, Suchterkrankung oder körperlicher Erkrankung führen. Schützen Sie sich rechtzeitig und sprechen Sie mit einer Person Ihres Vertrauens darüber!
Über Ursachen, Entstehung und Folgen des Burnout- Syndroms, sowie über Vorbeugung, Behandlung und Hilfe informieren Sie angefügte Dokumente.
Beitrag von Dr. Bodo Kirchner, Vertrauensarzt der KFA