Simon S. Preisträger seit 2012

Salzburger Filmnachwuchspreis 2018

1. Preis: Remapping the Origins von Johannes Gierlinger

Jurybegründung:
Ein vielschichtiges Panorama einer polnischen Stadt; eine Filmreise, wo sich Erinnerung zu einer Form des Widerstands entfaltet. In „Remapping the Origins“ schafft Johannes Gierlinger ein polyfones Filmpuzzle, in dem er aktuelle politische Strömungen aufzeichnet und gesellschaftliche Fragen aufwirft. Die Besonderheit dieses Werks, liegt in der Verwebung von ungewöhnlichen, beschwörenden Bildern und reflektierenden Satzfolgen. Durch das Aussparen von Bedeutungshoheit gelingt es, dass verschiedene ideologische Diskurse, Vergangenheit und Gegenwart nebeneinander existieren können. Ein Film der sich den Konventionen und Prinzipien des Filmemachens entzieht und durch seine Multiperspektivität besticht, Verbindungen verwirft und neu ordnet. Als Zuseher_In wird man schnell in den Sog des Films hineingezogen, der Wogen der Begeisterung aufbranden lässt.

2. Preis: La Famille von Kerstin Glachs

3.Preis: Die Hochzeit von Sebastian Mayr

Salzburger Filmnachwuchspreis 2016

1. Preis: Josef – Täterprofil meines Vaters von Antoinette Zwirchmayr

Jurybegründung:
Diese Filmeinreichung war unter den diesjährigen Einreichungen für die Jury einstimmig die auffallendste und stärkste. In ihrem Kurzfilm „Josef – Täterprofil meines Vaters“ erzählt Antoinette Zwirchmayr eine höchstpersönliche und höchstsensible Familiengeschichte: vom Banküberfall ihres damals 17-jährigen Vaters in Salzburg. Die Filmemacherin verschlüsselt dabei ihre Erfahrungen und Erinnerungen mit eindringlichen Bildkompositionen. Ein Offtext gibt diesen fast photographischen, aber noch atmenden Stimmungsbildern eine nachvollziehbare Verortung in der Realität. Experimentalfilm und Dokumentarfilm. Die Filmemacherin verbindet die Kunst beider Gattungen zu ihrer eigenen filmischen Vision des Geschehenen. Antoinette Zwirchmayr ist derzeit eine singuläre Erscheinung in der Filmkunst Salzburgs. Das beweist „Josef – Täterprofil meines Vaters“ auf eindrückliche Weise!

2. Preis: Cerro Rico von Armin Thalhammer

3. Preis: Milliardenmarsch von Adrian Goiginger

Salzburger Filmnachwuchspreis 2014

1. Preis: Aus von Lorena Colasberna, Eva Rothenwänder und Sabine Bruckner

Jurybegründung:
Der Hauptpreis des Salzburger Nachwuchsfilmpreises 2014 geht an eine filmische Miniatur. Aus der Vielfalt aller Einreichungen, die oft eine beeindruckende Hingabe und Ausdauer der Beteiligten erahnen liessen, stach ein Film heraus, der in seiner — im besten Sinn des Wortes — „bescheidenen“ Machart leicht hätte übersehen werden können. Durch ein ausgeprägtes Gespür für Kadrierung und Rhythmus gelingt es den Filmemacherinnen in wenigen Einstellungen das Ende einer Ära begreifbar und spürbar zu machen. Das Sterben der Dorfwirtshäuser wird in diesem Kurzfilm auf unaufgeregte, aber stets hoch konzentrierte Weise thematisiert. Der Hauptpreis für den Film AUS ist ein Zeichen, dass filmische Perfektion auch im Kleinformat und ohne budgetären Aufwand möglich ist.

2. Preis: Winter von Johannes Liskar

3. Preis: Kangaroos can't jump backwards von Rafael Mayrhofer

Salzburger Filmnachwuchspreis 2012

1. Preis: Gilbertis Curiositäten - eine Produktion von Emanuel Ebner, Philipp Eidinger und Lisa Stolze

Jurybegründung:
Gilbertis Kuriositäten erzählt die Geschichte des Landjungen Noah, der eines Tages in die Stadt aufbricht, um den Kuriositätenladen seines verstorbenen Großvaters zu suchen. Das Filmteam um Emanuel Ebner, Lisa Stolze und Philipp Eidinger der FH Salzburg setzt diese Geschichte in stimmungsvollen Bildern, fantasievollen Szenerien und märchenhaften Figuren gekonnt um und entführt die Zuschauer in eine skurril-kuriose Welt aus einer anderen Zeit.
Die Jury war zudem beeindruckt von der gelungenen Lichtsetzung und dem behutsamen und innovativen Umgang mit digitalen Mitteln. Großes Kompliment auch an die Komponisten der Filmmusik die den Film trägt, ohne aufdringlich zu werden.

2. Preis: Lebensretter Konstantin - ein Kurzfilm von Mark Gerstorfer

3. Preis: Whisper down the Lane
Regie:     Sebastian Frisch
Regieassistenz:   Julia-Pia Huemer
Kamera:    Martin Keindl, Andreas Steger
Audio Mix:    Hannah Langhagel
Screenplay:    Victoria Preuer, Christina Schmölz
Executive Producer:  Julia Zisser