Salzburger Künstler*innen des artists-in-residence program

Wer wurde mit welchen Konzepten ausgewählt und welche Eindrücke und Erfahrungen haben die ausgewählten Künstler*innen, die im Rahmen des AIR einen Auslandsarbeitsaufenthalt absolviert haben, mitgebracht.

Die Abteilung Kultur, Bildung und Wissen der Stadt Salzburg hat im Rahmen des artists-in-residence program AIR für bildende Künstler*innen 2020 Arbeitsaufenthalte im Ausland ausgeschrieben. Eine Jury bestehend aus Veronika Hitzl (Galerie Eboran), Markus Kircher (Künstler) und Martina Greil (AIR Stadt) hat die Salzburger Künstler*innen ausgewählt.

Salzburger Künstler*innen AIR 2020

Simona Ledl, Vantaa

abstraktes Bild
Simona Ledl, AIR Vantaa
"marvellous world", acrylic/drawing ink on canvas, 150 x 100 cm, 2018.

Das Arbeitsvorhaben der Künstlerin geht von der Auseinandersetzung mit dem Konzept von Gemeinsamkeit und kollektiver Wahrnehmung aus. Nach der Erforschung des unbekannten Lebensraumes sollen verschiedene Eindrücke und Motive visuell umgesetzt werden. Die Jury sieht im Aufenthalt in Finnland für die junge Künstlerin ein Potential für ihre künstlerische Weiterentwicklung.

Stefan Kreiger, Budapest

Stefan Kreiger, AIR Budapest
"Medium rare, please", aus der Serie Delicatessen (25teilig), Collage auf Porzellanteller, 18 x 18 cm, 2019

Ausgehend von der dynamischen Kombination von barocker und futuristischer Bildgebung bei Stefan Kreiger sieht die Jury viel Potenzial für die künstlerische Auseinandersetzung mit der Stadt Budapest, der ungarischen Gesellschaft und der aktuellen kulturellen Situation in unserem Nachbarland.

Agustin Castilla-Ávila, Anderson Center, Minnesota

abstrakte Zeichnung von Agustin Castilla-Ávila.
Agustin Castilla-Ávila, AIR Anderson Center
"José Mariá", aus der Serie: Still-Leben mit Stille, 2010

Das Arbeitskonzept des Künstlers vereint Musik und deren Visualisierung mittels Notationsgrafik. Der Aufenthalt im Anderson Center, einer Künstler*innen Kolonie für Musik, Bildende Kunst und Literatur kann dem Künstler die Möglichkeit für einen gegenseitigen künstlerischen Austausch sowie eine interdisziplinäre Kooperationsmöglichkeit bieten..

Cornel Entfellner, Dresden

Ausstellungsansicht von roten Alu-Böcken mit aufliegenden aufgeklappten Heften
Cornel Entfellner, AIR Dresden
"im regen wachsen die blumen doch." Heft - "Hukato und Hukata" auf Alu-Böcken, 2019/20

In Dresden will der Künstler die Geschichte der Druckgrafik als Ausgangspunkt seiner Ideenvervielfältigung nehmen. Im Sinne von Kunst als sozialer Plattform zwischen Sprache und Politik geht es ihm um Vernetzung und die Beschäftigung mit verschiedenen grafischen Techniken in einem politischen Kontext.

Vincent Forstenlechner, Meran

Foto eines jungen Mannes
Vincent Forstenlechner, AIR Meran
Grenze, 2017-2019, Ausstellungansicht "Vor Ort“ Fotohof, 2019

Die Umsetzung des Arbeitsprojektes zur Thematik der Raumgestaltung von Nutzungs-räumen anhand von Erholungsgebieten und von Tourismus-Infrastruktur erscheint der Jury für einen Aufenthalt in Meran mehr als passend. In seiner künstlerischen Auseinander-setzung will er den Konflikt bei der Nutzung bzw. Erhaltung von Erholungs- und Naturräumen thematisieren.

David Fisslthaler, VCCA, USA

voll gestellter Esstisch  Draufsicht
David Fisslthaler_AIR VCCA / USA
If The World Would Be Ten Persons Dining, C-Print auf Leinwand, 100 x 150 cm, Auflage 3+1, 2015

Der Künstler will den Aufenthalt nutzen, mittels multimedialer künstlerischer Installationen den Fokus auf soziale, ökologische und ökonomische Themenbereiche zu legen. Die temporäre Verortung in den USA bietet ausreichend Gelegenheit die amerikanische Gesellschaft und deren Entwicklung kritisch zu hinterfragen.