Nachbarschaftsgärten

Gartengemeinschaften als Stadtteilförderung

Arbeiter welche den Gemeinschaftsgarten bewässern
Gemeinschaftsgarten

Das Angebot richtet sich vor allem an Menschen, die keinen Garten oder Balkon besitzen und dennoch gerne ihr eigenes Gemüse ziehen möchten. Dabei soll vor allem das Miteinander nicht zu kurz kommen. Gemeinschaftsgärten bieten eine gute Gelegenheit, um mit den Nachbarn in Kontakt zu treten oder neue Menschen kennenzulernen. Durch gemeinsames 'Garteln' soll der Sinn für Gemeinschaft gestärkt werden. Es grünt und gedeiht in der kleinen, feinen Stadt-Oasen. Parzellen für Hobbygärtner*innen fördern die Kommunikation in den Stadtteilen.
Der Bedarf der Menschen in der Stadt nach unmittelbarem Kontakt untereinander und in und mit der Natur ist groß.

Inzwischen sind die Stadtteil-Gemeinschaftsgärten auf insgesamt 9 Gärten angewachsen.
Sie sind ein Erfolgsmodell der städtischen Garteninitiative. Ziel ist es, in möglichst allen Stadtteilen einen für die Öffentlichkeit zugänglichen Gemeinschaftsgarten anzubieten. Neben den städtischen Gärten gibt es auch zwei Gärten, die von Stadtteilvereinen auf privaten Flächen betrieben werden.

Nachbarschaftsgärten
Im Unterschied zu den Stadtteil-Gemeinschaftsgärten stehen die Nachbarschaftsgärten ausschließlich Bewohner*innen einer Wohnanlage zur Verfügung. Vorbildliche Projekte gibt es in der Strubergassensiedlung oder neuerdings auch beim Seniorenwohnhaus Bolaring.
Vor allem Wohnbauträger sind aufgerufen, bei Neubauten und Sanierungen diese Gärten anzulegen, die sich so positiv von den meist monoton gestalteten Rasenflächen abheben.

Mohnwiese Liefering
Nach Münchner Vorbild wird in Liefering ein sogenannter „Krautgarten“ betrieben. Diese Form des Urban Gardenings hat die Produktion von Gemüse zur Eigenversorgung im Vordergrund. Die Gartenflächen werden jedes Jahr neu vergeben, wobei eine fertig aufbereitete Ackerfläche bereitgestellt wird.

Kooperative Landwirtschaft – Verein Erdling
Im Stadtteil Aigen hat der Verein Erdling eine große Grünfläche gepachtet, um Gemüse, Obst und Kräuter zur Eigenversorgung anzubauen. Im Vordergrund steht dabei ein hoher Eigenversorgungsgrad an frischen, regional und ökologisch produzierten Lebensmitteln im Rahmen einer gemeinschaftlich betriebenen Landwirtschaft.

Vereine und Initiativen
Wesentliche Impulse im Sinne von Informationsbereitstellung, Vernetzung, Initiierung von Projekten und Projektbetreuungen kommen von den Vereinen Blattform und Gartenpolylog.
Während Gartenpolylog österreichweit tätig ist, unterstützt der Verein blattform: eine stadt – ein garten die lokalen Aktivitäten und ist erster Ansprechpartner für alle jene, die sich für „Urban Gardening“ interessieren und ehrenamtlich engagieren wollen.