Geröllbeseitigung beim Haus der Stadtgeschichte in vollem Gang

Notbetrieb für Besucher*innen soll in vier bis fünf Wochen starten
Nach dem Felssturz:
Das Gestein wird im Gebäude zerkleinert und dann abtransportiert.

Nach dem Felssturz Ende Jänner in der Glockengasse, der den Lesesaal des Hauses der Stadtgeschichte stark in Mitleidenschaft gezogen hat, sind nun die Aufräumungsarbeiten in vollem Gang. Etwa 60 Tonnen Gestein werden von einem Bagger zerkleinert, verladen und über eine eigens angelegte Rampe aus dem Gebäude gebracht.

„Die Bergputzer haben sehr gut gearbeitet, dass es dennoch zu diesem Felssturz gekommen ist, ist dem Wetter geschuldet. Der Berg wird nun ganz genau angesehen, um jedes Risiko zu minimieren“, so Baustadträtin Martina Berthold zu den umfangreichen Arbeiten. Jörg Eßl, Leiter der Bergputzer, erläutert die tägliche Sicherheitsvorkehrungen: „Wir haben Glasspione aus Fensterglas über den Rissen im Fels angebracht. Sobald sich der Fels bewegt, bekommen diese Risse. Täglich vor Beginn der Aufräumungsarbeiten werden diese Glasspione kontrolliert.“

Die Planung und Durchführung der Sanierung wird vom Hochbauamt der Stadt koordiniert, daneben sind Landesgeologe Rainer Braunstingl, die durchführende Baufirma Böckl und natürlich das Stadtarchiv selbst eingebunden. Über den weiteren Betrieb des Lesesaals im Stadtarchiv berichtet Johannes Hofinger: „Der Lesesaal ist derzeit nicht benutzbar und wir können nicht alle unser Angebote online zur Verfügung stellen, gerade bei der Einsicht in umfangreiche Bauakten. Aber in vier bis fünf Wochen soll ein Notbetrieb im Veranstaltungsraum im vorderen Teil des Hauses wieder möglich sein“.