Weiterentwicklung der Salzburger Landeskliniken: Gemeinsamer Masterplan notwendig

09.06.2026

Die Stadt Salzburg ist darüber informiert, dass sich die Salzburger Landeskliniken in den kommenden Jahren weiterentwickeln wollen, und unterstützt diese Pläne. Eine moderne Gesundheitsversorgung ist ein wichtiges Zukunftsthema für die Stadt und das gesamte Bundesland.

Mit der zuständigen Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi wurde bereits besprochen, dass für eine mögliche bauliche Entwicklung auf dem Areal ein gemeinsamer Planungsprozess zwischen Land, SALK und Stadt Salzburg notwendig ist. Was derzeit vorliegt und am Montag von Seiten des Landes öffentlich präsentiert wurde, sind aus Sicht der Stadt erste grundsätzliche Überlegungen – aber noch keine fertige Planung.

„Wir alle wollen und unterstützen moderne Salzburger Landeskliniken. Das ist im Interesse der Patientinnen und Patienten, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der gesamten Stadt. Und das zu realisieren, braucht es einen gemeinsamen Planungsprozess mit der Stadtplanung, Gestaltungsbeirat und Bundesdenkmalamt. Für diesen Weg stehen wir bereit“, sagt Planungsstadträtin Anna Schiester.

Konkret braucht es für die weitere Entwicklung einen abgestimmten Masterplan. Darin müssen zentrale Fragen gemeinsam betrachtet werden: moderne Gesundheitsversorgung, Denkmalschutz, Grün- und Freiräume, Hitze, Verkehr sowie die Einbindung in das bestehende Stadtgefüge.

Das Areal der Salzburger Landeskliniken ist ein historisch gewachsener Bereich der Stadt. Der historische Bestand prägt die Identität des Standorts und ist Teil der Geschichte der Salzburger Gesundheitsversorgung. Bauliche Entwicklungen müssen daher sorgfältig geplant und frühzeitig mit Bundesdenkmalamt, Gestaltungsbeirat, Stadtplanung und den zuständigen Abteilungen der Stadt abgestimmt werden.

Besondere Bedeutung hat aus Sicht der Stadt das Thema Hitze. Krankenhäuser sind Orte, an denen sich viele Menschen in verletzlichen Situationen aufhalten. Deshalb müssen Grünräume, Bäume, Beschattung und kühlende Freiflächen Teil einer guten Gesamtplanung sein.

Auch über mögliche Flächentausche im Rahmen des Reglements der Grünlanddeklaration innerhalb des Areals kann aus Sicht der Stadt grundsätzlich nachgedacht werden. Voraussetzung ist, dass solche Überlegungen Teil eines mit der Stadt abgestimmten Masterplans sind.

„Bei möglichen Flächentauschen gibt es eine grundsätzliche Offenheit. Aber das kann nicht losgelöst von der Gesamtplanung passieren. Es braucht einen Masterplan, der zeigt, wie sich die Landeskliniken gut weiterentwickeln können und wie Grünräume dabei nicht nur erhalten, sondern gestärkt werden. Wenn Grünflächen neu geordnet werden, dann muss am Ende zumindest die gleiche Quantität und vor allem eine bessere Qualität stehen“, sagt Schiester.

Die Stadt Salzburg hat mit gemeinsamen Planungsprozessen mit den SALK bereits gute Erfahrungen gemacht, etwa bei der Weiterentwicklung der Christian-Doppler-Klinik. Diesen Weg wird die Stadt auch fortführen.

„Solche Projekte gelingen nur Hand in Hand. Die Stadt Salzburg steht für einen konstruktiven gemeinsamen Prozess bereit. Voraussetzung ist ein gemeinsam entwickelter Plan, wohin die Reise gehen soll. So kann eine gute Lösung für eine moderne, nachhaltige Gesundheitsversorgung in der Stadt entstehen“, so Schiester abschließend.

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