Quelle: Salzburg AG

Power-to-Heat-Anlagen - Smart City Leitprojekt

Zwei Power-to- Heat-Anlagen

Sektorkopplung von Strom und Wärme mittels Power-to-Heat: mit innovativen Technologien zur Energeiwende

Der Anteil an erneuerbaren Energien in der Stromproduktion steigt immer weiter und stellt die Inf-rastruktur vor neue Herausforderungen.
Die Produktion von Wind- und Sonnenstrom ist nicht steu-erbar, sondern wetterabhängig. Dies führt zeitweise zu Energieüberschüssen. Dafür braucht es neue, innovative Technologien, um diese situativen Überschüsse an Wind- und Sonnenstrom effizient zu nutzen.

Die beiden Power-to-Heat-Anlagen der Salzburg AG werden im Regelenergiebetrieb eingesetzt, d.h. sie gehen dann in Betrieb, wenn ein Überschuss an Ökostrom vorliegt und tragen somit nachhaltig zur Stabilisierung des Stromnetzes bei. Die Anlagen befinden sich im Heizkraftwerk Mitte und im Heizkraftwerk Nord.
Die Salzburg AG beschritt schon frühzeitig innovative Wege. Bereits 2015 ging im Heizkraftwerk Mitte die österreichweit erste Power-to-Heat-Anlage mit einer Leistung von 15 Megawatt in Betrieb. Aufgrund der positiven Erfahrungen wurde im Februar 2016 im Heizkraftwerk Nord die zweite Anlage mit der gleichen Leistung an das Strom- und Wärmenetz angebunden.
Mittels der Power-to-Heat-Anlagen wird der überschüssige Strom aus erneuerbarer Energie als Wärme für die Fernwärmeversorgung Salzburgs genutzt. Damit wird ein Teil des sonst in den Heizkraftwerken Mitte und Nord verwendeten Erdgases ersetzt und CO2 einspart.
Eine Power- to-Heat-Anlage spart pro Jahr rund 3.000 Tonnen CO2 ein. Das entspricht dem CO2-Ausstoß von 1.000 Autos pro Jahr.

Innovative Technologie speichert Energie als Wärme

Eine Powerto- Heat-Anlage spart pro Jahr rund 3.000 t CO2 ein

Doch wie funktioniert die Power-to-Heat-Anlage überhaupt? Im Prinzip handelt es sich um einen großen Durchlauferhitzer, in dem das Wasser mit Strom erwärmt wird. Diese Wärme wird dann über einen Wärmetauscher in das Fernwärmenetz übertragen. Die Leistungsregelung des Power-to-Heat-Kessels erfolgt durch das Variieren des Wasserstandes im Kessel. Durch das Heben oder Absenken eines Überlaufrohrs wird der Wasserspiegel bei den Elektroden und damit die Heizleistung stufenlos eingestellt. Dieser Wasserspiegel wird laufend automatisch entsprechend der Leistungsanforderung angepasst.

Power-to-Heat im Heizkraftwerk Mitte

  • stufenlos regelbar zwischen 0 und 15 MW
  • in Betrieb seit Februar 2015
  • Vorteil Standort Mitte: Wärmeeinspeisung direkt im Wärmeverbrauchsschwerpunkt CO2-Einsparung pro Jahr: 3.000 Tonnen

Power-to-Heat Nord

  • stufenlos regelbar zwischen 0 und 15 MW
  • in Betrieb seit Februar 2016
  • Vorteil Standort Nord: Im Wärmespeicher Nord kann die gewonnene Wärme bis zum Bedarfszeitpunkt gespeichert werden.
  • CO2-Einsparung pro Jahr: 3.000 Tonnen