Quelle: SIR

Vorzeigeregion Energie

Hintergrund Vorzeigeregion Energie

In der „Vorzeigeregion Energie“ werden Musterlösungen für intelligente, sichere und leistbare Energie- und Verkehrssysteme der Zukunft entwickelt und demonstriert. Ausgeschrieben wird das Programm vom Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie bmvit.  Im Mittelpunkt steht ein effizientes Zusammenspiel von Erzeugung, Verbrauch, Systemmanagement und Speicherung mit zeitweiser regionaler Versorgung durch erneuerbare Energien.

In den kommenden acht Jahren sollen bis zu 120 Millionen Euro in 3 Vorzeigeregionen Energie investiert werden. Das Förderprogramm der Bundesregierung zur Energiezukunft Österreichs genehmigte jetzt die ersten Umsetzungsprojekte.

Durch die Initiative „Vorzeigeregion Energie“ soll der Leitmarkt Österreich präsentiert und neue Exportchancen für österreichische Unternehmen ermöglicht werden. Eine Vielzahl an Kooperationen von Unternehmen mit Forschungseinrichtungen sorgt in den drei Projekten für die Entwicklung innovativer Gesamtlösungen und liefert Möglichkeiten zur Reduktion von Emissionen und für leistbare klimafreundliche Energie. Neue Technologien, Produkte oder Verfahren können so entwickelt oder bestehende entscheidend verbessert werden. Dabei wird großer Wert auf die Einbindung und aktive Teilnahme der Nutzerinnen und Nutzer gelegt.

Die Smart City Salzburg ist sogar mit 2 Projekten an der größten Vorzeigeregion Energie, dem Green Energy Lab, beteiligt. Die Projekte sollen wesentlich zur Erreichung der Ziele im Masterplan 2025 in den Themenbereichen „Energieraumplanung“, „Kommunale Gebäude“ und „Wohngebäude" beitragen.

Spatial Energy Planning for Heat Transition – Räumliche Energieplanung zur Wärmewende

Rückblick auf die ersten zwei Stufen der Vorzeigeregion:
In der ersten Förderstufe wurde, unter der Leitung des Salzburger Instituts für Raumordnung und Wohnen und der technischen Ausarbeitung des RSA Studios iSPACE, im Projekt heat_swap salzburg erstmals ein integrierter Wärmeatlas für den Zentralraumes Salzburg erstellt. Der Wärmeatlas ermöglicht eine Analyse des ökonomisch und ökologisch günstigsten Wärmesystems auf Grundstücksebene und schafft somit eine essentielle Entscheidungsgrundlage für bauliche Entwicklungen. Zusätzlich wurden im Rahmen dieses Projektes innovative Geschäftsmodelle analysiert und erarbeitet.

Aufbauend auf den Ergebnissen der 1. Stufe wurde eine Fortführung des Projektes in der 2. Stufe der Vorzeigeregion 2017 eingereicht und genehmigt. Im Zeitraum von wenigen Monaten wurden die Grundlagen für die umsetzungsorientierte 3. Stufe in einem Bundesländerübergreifenden Konsortium vorbereitet und erfolgreich eingereicht.

Unter der Leitung des Salzburger Instituts für Raumordnung und Wohnen sollen in den nächsten drei Jahren gemeinsam mit 20 Partnern aus den Bundesländern Salzburg, Wien und der Steiermark die notwendigen Grundlagen für die Einführung von räumlicher Wärmeplanung geschaffen werden. Die räumliche Energieplanung kann einen wesentlichen Beitrag zur notwendigen Unterstützung, Koordination und Kosteneffizienz in der Wärmewende leisten. Neben innovativen Vorreiter-Gemeinden sind auch die renommiertesten österreichischen Forschungseinrichtungen im Bereich der Technik beteiligt und arbeiten daran, ein Vorreitermodell für Österreich und andere europäische Staaten zu schaffen. Neben der großen kick-off Veranstaltung für die Partner aus allen Bundesländern am 17. und 18. September 2018 in Salzburg wird am 24. September der Auftakt für die Teilnehmer aus dem Bundesland Salzburg (Land Salzburg, Stadt Salzburg, Stadtgemeinde Zell am See, Gemeinde Bergheim, Marktgemeinde Grödig, Salzburg AG und rsa iSpace) stattfinden.

Finanzierung und Förderung:
Projektsumme gesamt € 2.580.000,-
Fördersumme gesamt € 1.550.000,-

Thermaflex

Das Projekt Thermaflex untersucht die Potenziale für Effizienzsteigerungen im Bereich Fernwärme anhand unterschiedlicher Technologien und Testfälle und verbindet dabei 26 Partner aus Industrie, Technologie und Forschung sowie regionalen und kommunalen Organisationen.
Flexibilitäten wie z. B. Wärmespeicher, Wärmepumpen, intelligente Steuerungen, Sektorkopplung mit Strom- und Abwassersystemen werden ganzheitlich betrachtet und im Rahmen von Demonstratoren unter anderem in umgesetzt.

Der Lead in diesem Projekt liegt beim AEE – Institut für Nachhaltige Technologien in Gleisdorf.
Das übergeordnete Ziel ist die Demonstration von wirtschaftlicher Dekarbonisierung der Wärmeversorgung in Städten. Dabei sollen Systeme und Lösungsansätze, wie Stadtteilheizsysteme, Einbindung von Wärmepumpensystemen und langzeitspeichern in die bestehenden Heizsysteme zur Umsetzung gebracht werden.
In Salzburg sind zwei Demonstrationsprojekte (Großsolarthermie mit Jahreszeitenspeicher, Kapazitätserweiterung Fernwärmeschiene Salzburg - Hallein mittels Wärmepumpe und Langzeitspeicher) vorgesehen.