Campustouren "Forschung von nebenan"

Forschung hautnah erleben

Kunst, Musik und Bühne – dafür ist die Universität Mozarteum international bekannt. Bei sechs Spaziergängen entdecken wir, was sonst noch in der Wissenseinrichtung steckt. Denn die Kunstuniversität ist auch Zentrum für Forschung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst.

Sagen Sie Hallo zu den Forscher*innen 

Wie kreative Praxis und künstlerische Forschung zusammengehen, erklären am besten die Wissenschaftler*innen selbst. An sechs Terminen schnuppern wir in die “Forschung von nebenan” und erfahren, woran die Expert*innen der Musikwissenschaft, Musikpädagogik, des Departments für Bühnen- und Kostümgestaltung, Film- und Ausstellungsarchitektur oder des Doktoratskollegs am Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst arbeiten.

Wissen schafft Nähe

Die Campustouren führen in Ateliers und Studios und bieten Gelegenheit mit den Forscher*innen in ungezwungener Atmosphäre in Kontakt zu kommen. Ziel der Führungen ist es, eine größere Verbundenheit zu der Universität Mozarteum und ihren Leistungen zu schaffen. Fachlich strahlt die Uni Mozarteum weit über ihren Standort hinaus, jetzt sollen auch die Salzburger*innen sehen, wie und woran dort gearbeitet wird.

Treffpunkt: Foyer Universität Mozarteum, Mirabellplatz 1.

WICHTIG: Gruppen von mehr als 5 Personen müssen sich vorher anmelden:
Wissen und Innovation
Adresse: Mozartplatz 5, 5024 Salzburg
E-Mail: wissensstadt@stadt-salzburg.at

Programm "Forschung von nebenan" Universität Mozarteum

Vortrag: Welches Wissen zählt: Sich im Forschen versammeln und vielstimmig werden 
Wann: 30. September 2020, 17 Uhr

Im Dialog von Wissenschaft und Kunst entstehen neue Wege mit Erkenntnissen und Wissen umzugehen: Doch wer ist davon überhaupt betroffen, wer darf sich daran beteiligen und wie kommt dieses Wissen zustande? In unserem Vortrag laden wir dazu ein, Forschung und Wissensproduktion als gemeinsamen, mehrstimmigen Prozess zu beleuchten. Im Fokus steht, wie Forschung in-den/durch-die performativen Künste zu einem Miteinander wird, das das Potential hat, eine gängige, hierarchische Praxis zu verändern.

Wer: Ielizaveta Oliinyk, Ivana Pilić, Raffael Hiden, Martina Fladerer – vier Doktorand*innen des Kollegs am Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst
 

Spaziergang: Auf den Spuren von Bernhard Paumgartner
Wann: 9. Oktober 2020, 14.30 Uhr

Direktor des Mozarteums, Präsident der Salzburger Festspiele und Autor eines “Bummel-Buches” über die geliebte Stadt – das Salzburger Musik- und Kulturleben des 20. Jahrhunderts ist untrennbar mit dem Mozartforscher, Musikschriftsteller und Dirigenten Bernhard Paumgartner verbunden. Der Spaziergang folgt wichtigen Spuren seines Lebens und Wirkens in Salzburg und endet – den Kreis schließend – mit einer Führung durch das “Alte Mozarteum”, wo Paumgartner 1917 seinen ersten Salzburger “Dienst” angetreten hatte.

Wer: Sarah Haslinger, Thomas Hochradner (Musikwissenschaft. Arbeitsschwerpunkt Salzburger Musikgeschichte), Christoph Großpietsch (Stiftung Mozarteum)
 

Vortrag: Mein “Traummusikunterricht”
Wann: 26. November 2020, 13 Uhr

Ziele und Themen schulischen Unterrichts werden in der Regel von Expert*innen im jeweiligen Fach festgelegt; Bildungswissenschaften und Schulpolitik definieren den dafür nötigen Rahmen. Mehrere (musik-)pädagogische Forschungsarbeiten zeigen jedoch, dass gerade auch die Stimme der Schüler*innen eine wichtige Ressource für die Gestaltung und Weiterentwicklung von Unterricht sein kann. Was also sagen die Schüler*innen zum Musikunterricht ihrer Träume?

Wer: Helmut Schaumberger (Musikpädagogik)
 

Vorlesung: Innen/Außen. Alternatives Raumdenken in/mit den Medien
Wann: 10. Dezember 2020, 17 Uhr

Mit Gastkünstler Konrad Hempel (IXA – Institut für experimentelle Angelegenheiten, Berlin) befragen Thomas Ballhausen und Claudia Lehmann im Rahmen einer open lecture die für Raumgestaltung so zentrale Unterscheidung aus “Innen” und “Außen”. Unter Berücksichtigung von Impulsen aus Film, Performance, Sound, Comic usw. werden dramaturgische/kompositorische Optionen diskutiert und in Form praktischer Übungen erprobt, die auf ein neues Verständnis von Raum abzielen. Tanz die Theorie!

Wer: Thomas Ballhausen und Claudia Lehmann (Dept. für Bühnen- und Kostümgestaltung, Film- und Ausstellungsarchitektur)
 

Vorlesung: Von Operette bis Austropop. Populäre Musik in Österreich
Wann: 27. Januar 2021, 17 Uhr

Einmal einen Blick hinter die Kulissen werfen und bei einer Vorlesung live dabei sein? Gemeinsam werden wir die Geschichte des Austro-Pop beleuchten und die musikalischen Zusammenhänge erforschen. Im engen Nebeneinander von Theorie und Praxis erfahren wir die vielschichtigen musikalischen Einflüsse, wie auch den Stellenwert des Dialekts und der Mundart.

Wer: Anita Mellmer (Musikwissenschaft und Career Center)
 

Vortrag: Salzburg, Musik und Migration
Wann: 24. Februar 2021, 18 Uhr

Was wäre Salzburgs Kulturgeschichte ohne Phänomene der Migration? Arbeits-, Bildungs- und Fluchtmigration sind nur drei von zahlreichen, schwerlich wegzudenkenden Faktoren, die seit dem Mittelalter das kulturelle Leben dieser Stadt mitbestimmt haben. Sich damit forschend zu beschäftigen heißt Verstehen-Wollen, wie sehr (auch) Salzburg von Menschen geprägt ist, die ihren Lebensmittelpunkt dauerhaft verlagert haben.

Wer: Wolfgang Gratzer (Musikwissenschaft)