Fairtrade

FAIRTRADE-Stadt Salzburg

Gerecht handeln – gerecht leben!
Hilde Wanner für FAIRTRADE Stadt Salzburg

Die Stadt Salzburg ist seit 2014 Fairtrade Stadt.
Die Stadtgemeinde fördert die Verwendung von fair gehandelten Produkten in ihren Bereichen. Bei Beschaffungen von Produkten durch die Stadt Salzburg, deren Rohstoffe bei uns aufgrund der klimatischen Verhältnisse nicht oder nicht ausreichend angebaut werden können, sind fair gehandelte Produkte im Sinne einer Vorbildwirkung bevorzugt zu berücksichtigen. Bei der Beschaffung von fair gehandelten Produkten ist der zur Verfügung stehende rechtliche Handlungsspielraum bestmöglich auszunützen.
So gibt es in städtischen Kindergärten und Seniorenwohnhäusern Tee, Kaffee, Kakao, Obst, Zucker oder Müsliriegel aus fairem Handel. FAIRTRADE-Produkte, zumindest FAIRTRADE-Kaffee, wird bei Sitzungen, in den Büros und in den Kantinen für die Mitarbeiter und Gäste angeboten.
(gemäß einer Resolution mit Gemeinderatsbeschluß vom 20.März 2013)

 

FAIRTRADE Gruppe Stadt Salzburg

Eine eigene Arbeitsgruppe trifft sich regelmäßig und arbeitet daran, das Bewusstsein für die FAIRTRADE-Idee in der Bevölkerung zu stärken. Zudem sollen FAIRTRADEProdukte in möglichst vielen Betrieben und Einrichtungen – z.B. Pfarren, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen – verwendet werden. Regelmäßige
Veranstaltungen wie Aktionswochen, FAIRES Frühstück, konsumkritische Stadtspaziergänge, Ausstellungen, Kinderprogramm und Verkostungen – sowie Werbemittel tragen zur Verbreitung der FAIRTRADE-Idee bei.

Was ist fairer Handel?

FAIRTRADE bedeutet, Handel auf Augenhöhe mitProduzent*innen. Kleinbauernfamilien und Beschäftigteauf Plantagen erhalten für ihre Produkte faire Preise und Löhne.

In 73 Ländern auf der Erde gibt es FAIRTRADEProduzentenorganisationen. 1,48 Mio. Produzent*innen gehören Kleinbauernkooperativen an – davon sind 25 % Frauen.
Gerechter Handel bedeutet für die Menschen in Afrika, Asien, Süd- und Mittelamerika und dem Nahen Osten ein höheres Einkommen und finanzielle Sicherheit durch langfristige Verträge. Sie können selbstbestimmt und verantwortungsvoll ihr Leben gestalten. Die Arbeitsbedingungen und der Gesundheitsschutz auf Plantagen verbessern sich. Zudem werden die natürlichen Ressourcen geschützt und die Bio-Landwirtschaft gefördert. Erwirtschaftete Gewinne fließen in soziale, ökologische und ökonomische Projekte. Hier spielen vor allem Schulprojekte eine große Rolle.

Die „Spielregeln“

Stärkung der Produzent*innen

  • Demokratische Gemeinschaften organisieren sich (bei Kooperativen)
  • Gewerkschaftliche Organisationen werden gefördert (auf Plantagen)
  • Geregelte Arbeitsbedingungen
  • Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit
  • Diskriminierungsverbot

Umweltschutz

  • Biologischer Anbau wird gefördert
  • Umweltschonender Anbau wird unterstützt
  • Schutz natürlicher Ressourcen
  • Gefährliche Pestizide sind verboten
  • Gentechnisch verändertes Saatgut darf nicht verwendet werden

Das müssen Händler und Hersteller erfüllen

  • Der FAIRTRADE-Mindestpreis und FAIRTRADE-Prämien müssen bezahlt werden
  • Klare Regelung des Waren- und Geldflusses
  • Das FAIRTRADE-Siegel muss verwendet werden
  • Handelsbeziehungen müssen transparent gestaltet sein
  • Vorfinanzierung

Große Vielfalt

Bio-Bananen, Muskatnuss oder handgefertigte Fußbälle – das Angebot an fair produzierten und fair gehandelten Produkten ist groß. Die Klassiker sind bekannt, doch finden sich immer mehr Produkte aus fairem Handel auch in den Regalen der Supermärkte. Rund 1.900 Artikel stehen zur Wahl – vorwiegend in Bio-Qualität.
Fairer Genuss: Tee, Kaffee, Kakao, Trockenfrüchte, Gewürze, Wein, Säfte, Honig, Reis, Linsen, Bulgur, Schokolade, Pralinen, Bohnen, Essig und Öl, Kokosnüsse, Müsli, Aufstriche, Zucker, Chutney, Eis und vieles mehr.

Die Fachgeschäfte des fairen Handels, die Weltläden, bieten darüber hinaus ein großes Sortiment an einzigartigem Kunsthandwerk (Schmuck, Taschen, Papierwaren, Musikinstrumente, Geschirr, Spielsachen uvm.) und Bio-faire Naturkosmetik. Zudem findet man in den Weltläden auch modische und fair gehandelte Kleidung.

FAIRTRADE Siegel

FAIRTRADE Stadt

Österreich vergibt in Österreich das FAIRTRADE-Siegel für Produkte, die nach den internationalen FAIRTRADE-Standards (soziale und ökologische Mindestanforderungen) angebaut und gehandelt werden. Daneben gehören zu den Aufgaben auch Informationsarbeit sowie Bewusstseinsbildung, um den fairen Handel als Handelsmodell zu etablieren.
Jeder kann einen Beitrag zu Fairtrade leisten, indem Produkte mit dem Fairtrade Siegel gekauft werden. Sie sind heute bei nahezu allen Handelsketten erhältlich. Vom Kaffee über Kakao, Bananen, Fruchtsäfte bis hin zu fair gehandelten Blumen reicht das Angebotsspektrum.