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Wirtschaft & Umwelt
 
Bauen & Wohnen
Leitfaden für Projektentwickler

Mobilitätsbewältigung durch neue Bauvorhaben

Jedes Bauvorhaben, nicht nur bei Neubauprojekte,  generieren eine Mobilitätsnachfrage und erzeugen damit ein zusätzliches Verkehrsaufkommen.

Das Ausmaß der Verkehrserzeugung steht meist im unmittelbaren Zusammenhang mit der Objektnutzung, der Objektgröße und der Lage des Bauvorhabens. Der durch das Bauvorhaben generierte Verkehr hat sowohl Auswirkungen auf die Verkehrsabwicklung auf dem Baugrundstück als auch auf das umliegende Verkehrswegenetz. Die Anforderungen sowie die Auswirkungen der Mobilität auf das Bauvorhaben selbst sowie auf das umliegende Verkehrswegenetz müssen daher schon von Beginn an bei der Planung berücksichtigt werden.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde bei der städtebaulichen Entwicklung vor allem auf die Qualität des Bauvorhabens geachtet, während die verkehrlichen Erschließung des Baugrundstücks und die Mobilität der Bewohner*innen bzw. Nutzer*innen weniger Berücksichtigung fand.

Nicht nur bei Neubauprojekten, sondern auch bei der Umnutzung von Bestandsobjekten wurde die Bedeutung der verkehrlichen Erschließung sowie die Mobilität der Bewohner*innen und Nutzer*innen oft zu wenig beachtet.
Hinzu kommt, dass der steigende Motorisierungsgrad sowie immer größer werdende Fahrzeuge zu Problemen mit der gebauten Struktur führen, die sich vor allem auf den öffentlichen Verkehr und die Lebensqualität der Stadt auswirken. Die Verkehrsplanung von heute ist daher oftmals mit der nachsorgenden Behandlung von verkehrlichen Problemen beschäftigt und weniger mit der vorausschauenden Planung.

Umso wichtiger ist es, bei künftigen Bauvorhaben bereits in der Planungsphase auf die verkehrlichen Anforderungen und insbesondere auf die Mobilität der Bewohner*innen bzw. Nutzer*innen einzugehen, um künftige Verkehrsprobleme zu vermeiden.

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Stand: 3.8.2018, Richilde Haybäck