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St. Sebastianskirche mit Friedhof

Sebastiansfriedhof - Geschichte

Bild vergrößernSt. Sebastianskirche mit Friedhof; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

St. Sebastianskirche mit Friedhof; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Bild vergrößernEinblick in das Wolf-Dietrich-Mausoleum; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Einblick in das Wolf-Dietrich-Mausoleum; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Bild vergrößernWolf-Dietrich-Mausoleum; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Wolf-Dietrich-Mausoleum; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Der Sebastiansfriedhof befindet sich im Besitz der Stadt Salzburg.
Hinter der Kirche liegt der von Arkaden gesäumte Sebastianfriedhof, der in den Jahren 1595 – 1600 nach dem Vorbild des italienischen Campo Santo Monumentale von Pisa als Ersatz für den damals aufgelassenen mittelalterlichen Domfriedhof angelegt wurde und in dessen Mitte die Gabrielskapelle, das Mausoleum des Wolf Dietrich, steht.

Er wurde von Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau bei dem italienischen Baumeister Andrea Bertoleto in Auftrag gegeben und erbaut. Zuvor stand hier der kleine Friedhof neben dem Bruderhof und der gotischen Sebastianskirche und noch früher wohl ein Pestfriedhof. 

Der Baumeister des Friedhofs verstarb 1596 und wurde als erster auf dem Gottesacker beerdigt.
Das schon zu Lebzeiten des Erzbischofs für ihn bestimmte Wolf-Dietrich-Mausoleum wurde 1597-1603 mittig im Friedhof erbaut und ist dem Hl. Gabriel geweiht.
Hier wurde der 1617 nach langer Festungshaft verstorbene Erzbischof in einem Sarkophag beigesetzt. Die Kapelle ist von Elias Calello erbaut. Die Innenwand des Rundbaues ist durch bunte quadratische Kacheln, die Kuppel durch rhombische Kacheln verkleidet. Ein hoher Triumphbogen zeigt das Wappen Wolf Dietrichs. Auch der Altar trägt das Wappen des Erzbischofs. Die seitlichen Statuen stammen vermutlich von Jopasf Anton Pfaffinger.

In diesem Friedhof wurden zwischen 1600 bis 1888 viele Salzburger Bürger beerdigt. Nach Fertigstellung des Kommunalfriedhofes waren Beerdigungen dann viele Jahrzehnte lang nicht möglich bis auf Initiative von Bürgermeister Dr. Heinz Schaden heuer die Urnenbestattung auf dem Friedhof wieder gestattet wurde.
Der Friedhof besitzt einen bedeutenden Bestand von Grabdenkmälern des 17. bis 19. Jahrhunderts. Vor allem aber sind hier die Gräber der Familien der beiden weltweit bedeutendsten Salzburger zu finden:

In diesem Friedhof liegt der Vater von Wolfgang Amadeus Mozart, der Violinpädagoge und Komponist Leopold Mozart ebenso bestattet, wie Constanze, die Ehefrau des Komponisten und Genovefa Weber, die Tante von Constanze und Mutter von Carl Maria von Weber.

In den Arkaden befindet sich auch das stattliche Grab von nächsten Verwandten  des Physikers Christian Doppler, der einer alten Salzburger Steinmetzfamilie entstammt. Beerdigt wurde hier die Familie des Bruder des Wissenschaftlers.

Ein weiteres bedeutsames Grab ist im Verbindungsgang vom Sebastiansfriedhof zur Sebastianskirche jenes von Theophrast von Hohenheim, genannt Paracelsus. 

Dr. Reinhard Medicus

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Stand: 22.3.2018, Richilde Haybäck