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Vorwort Stadtrat Johann Padutsch

Bild vergrößernStadtrat Johann Padutsch; Quelle: BL

Stadtrat Johann Padutsch; Quelle: BL

Die energiepolitischen Zielsetzungen machen es heute zwingend notwendig, Neubau- oder Sanierungsvorhaben als möglichst CO2-neutrale Projekte auszuführen bzw. die Gebäude als Plusenergiegebäude zu positionieren.
Dazu sind umfassende Maßnahmen notwendig, beginnend bei aktiven Energieerzeugungselementen auf Basis erneuerbarer Energieträger bis hin zu innovativen Mobilitätskonzepten.

Im Ressortbereich Stadtplanung wurden bereits wichtige Planungsvoraussetzungen geschaffen. Im Räumlichen Entwicklungskonzept widmet sich ein eigenes
Kapitel dem Thema Energie. Im Jahr 2008 wurde eine „Checkliste für einen nachhaltigen Wohnbau“ erarbeitet, die nicht nur das Thema Energie aufgreift, sondern auch soziale Aspekte oder die Freiraumqualitäten behandelt. Dieses Konzept sollte unbedingt mit dem Wohnbauförderungssystem gekoppelt werden.

Vorreiterprojekt der letzten Zeit war sicherlich das „Stadtwerk Lehen“ mit fast 300 Wohnungen, diversen Geschäftsflächen, Kindergarten, Studentenheim und dem gesamten Bereich der „Life-Science“. Hier wurde erstmals umfassend das Energieeffizienz-Thema behandelt und umgesetzt. Maßgeblich dafür war das EUProjekt „Green Solar City“ (Programm Concerto).

Gefördert wurden unter anderem 2.000 m2 Kollektorfläche, ein 200.000-Liter Pufferspeicher, eine über 250 m2 große Photovoltaik-Anlage sowie ein Mikronetz, das auch die umliegenden Wohngebäude in der Strubergasse mit Wärme versorgt.

Wichtig ist, dass jetzt im Sanierungsbereich Schwerpunkte gesetzt werden. Die Stadt hat bereits mit der Strubergassen-Siedlung ein Vorzeigeprojekt geschaffen.
Weitere Sanierungsprojekte in großem Stil müssen folgen, wenn man die Klimaschutzziele erreichen will. Die anstehende Sanierung der Goethesiedlung könnte ein neues, richtungsweisendes Vorzeigeprojekt werden.

Es sind aber nicht nur die technischen Konzepte maßgeblich, letztendlich spielen auch die Bewohner_innen und ihr Lebensstil eine entscheidende Rolle. In diesem Zusammenhang braucht es einen grundlegenden Richtungswandel im Mobilitätsverhalten mit einer konsequenten Ausrichtung auf den Umweltverbund.
Smarte Mobilitätsprojekte wie die Online-Radlkarte sollen dazu beitragen, dass eine neue Mobilitätskultur entsteht.

Stand: 25.1.2017, Franz Huemer