Quelle: Johannes Killer

Radverkehr

Salzburg ist Radlerhauptstadt

Erfolgreiche umfassende Radverkehrsförderung
Skulptur mit einer Person mit Rad.
Stadt Salzburg ist Rad Stadt

20 Prozent der Wege werden mit dem Fahrrad zurückgelegt.
Zum Einkaufen in der Innenstadt verwenden sogar über 30 Prozent das Fahrrad.
Die Salzach-Begleitwege sind längst zu kreuzungsfreien Radfahrer-'Autobahnen' avanciert.
An Spitzentagen werden mehr am neuen, breiteren Kurpark-Radweg über 14.000 Radler*innen gezählt.
Alle 13 Hauptbrücken der Stadt sind radfreundlich ausgebaut.

Radverkehrskoordination und Bürgerberatung

Radverkehrskoordinater Peter Weiss repariert ein Fahrrad.
Radverkehrskoordinator Peter Weiss

Koordinationsbereich für
das Radwegeprogramm, Radwegplanung, Gefahrenstellen, Radständer, Radwegweisung, Radgarage, Radboxen, Radcodierung, Öffentlichkeitsarbeit, Radforum, Bürgerberatung
Themenbereiche sind auch
Radfahrstreifen, Mehrzweckstreifen, rote Radstreifen an gefährlichen Kreuzungen und Einbahnen (ca 100), die in Gegenrichtung befahren werden dürfen.

Aktuelle Beiträge

Radverkehr

Tempomessungen in Fußgängerzone

Flanieren, Verweilen und Radverkehr: Mit der Aktion ‚Schaut aufeinander‘ will aufgezeigt werden, dass ein gutes Miteinander von Radfahrer*innen wie Fußgänger*innen in Fußgängerzonen möglich ist.

Radwege-Bau und Planung für 2021

Mit der „Radverkehrsstrategie 2025+“ soll der Radverkehrsanteil bis zum Jahr 2025 auf 24 Prozent angehoben werden.
Zu diesem Zweck wurde unter anderem das Radbudget auf zwei Millionen Euro verdoppelt, das Radteam personell verstärkt und ein Paket mit über 150 Maßnahmen geschnürt, das konsequent umgesetzt wird.
Die Erhöhung des Radverkehrsanteils hat nicht nur positive Auswirkungen auf die allgemeine Verkehrssituation, sondern auch auf die Umwelt: Eine Steigerung des Radverkehrsanteils um vier Prozentpunkte bei entsprechender Minderung des Kfz-Anteils hieße eine Reduktion von ca. 17.500 Autofahrten und somit eine Einsparung von etwa neun Tonnen CO2.
Maßnahmen 2021

  • Am Salzachtreppelweg wird die Brücke über den Alterbach (Salzburg-Nord) neu errichtet und verbreitert. Im Zuge dieses Neubaus wird auch die gefährliche scharfe Rechtskurve bei der Kreuzung zum Alterbachradweg entschärft. Für dieses Projekt wurde ein Kostenrahmen von 760.000 Euro beschlossen.
  • Der bestehende Geh- und Radweg entlang der Alpenstraße wird südlich der Friedensstraße auf einer Länge von ca. 240 Meter und einer Breite von ca. drei Metern um 200.000 Euro saniert.
  • Beim geplanten vierspurigen Ausbau der Münchner Bundesstraße ist auch der Bau von beidseitigen Radwegen geplant. Zum Gesamtprojekt des Landes leistet die Stadt einen Beitrag von 1,2 Mio. Euro, davon kommen im heurigen Jahr 500.000 Euro aus dem Radwegebudget.
  • Auf der wichtigen Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Salzach wird in der Hans-Prodinger-Straße statt der bestehenden Treppe nun eine Rampe errichtet, damit sowohl Radfahrer*innen wie auch Rollfahrer*innen oder Menschen mit Kinderwägen barrierefrei zur Salzach gelangen können. Zusätzlich wird ein Zebrastreifen in der Schwarzstraße die Straßenquerung sicherer machen. Dafür sind im Radwegebaubudget 100.000 Euro vorgesehen.
  • Der schmale Verbindungsweg zwischen der Volksschule Moos und dem Glantreppelweg wird als wichtiger Schulweg in den Sommerferien wird saniert und auch verbreitert. Am Glantreppelweg selbst, über den die Radhauptroute H8 und ein Teilabschnitt der Ringroute R2 laufen, wird der Abschnitt von der Steinerstraßenbrücke bis zum Schließlbergersteg saniert und verbreitert.
  • Im Zusammenhang mit der Erweiterung eines Gewerbeobjekts in Schallmoos-Nord wird auch der Radweglückenschluss in der Robinigstraße, zwischen Schwarzparkstraße und Eisenbahnunterführung, umgesetzt. Nach dem bevorstehendem Abschluss der Grundverhandlungen mit den ÖBB soll das Vorhaben 2021 für mehr Sicherheit für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen sorgen.

Neben diesen Bauprojekten werden auch heuer laufend Deckensanierungen durchgeführt. Die Grundlage für geplante Instandsetzungen bildet dazu erstmals eine neue Entwicklung: Das Urbane Mobilitätslabor hat im vergangenen Jahr für die Stadt mit einem „Bike Quality“-Test das Radhauptnetz der Stadt untersucht. Dazu wurden bei Radfahrten die Erschütterungen am Lenker gemessen und so die schadhaftesten Abschnitte identifiziert, die nun schrittweise ausgebessert werden.

Radständertypen

Auf öffentlichen Verkehrsflächen aufgestellte Radständer müssen besondere Qualitätskriterien bzgl. Diebstahlsicherheit, Vandalismussicherheit, einfache Bedienbarkeit, einfache Reinigung erfüllen. Die Stadt Salzburg verwendet daher Radständertypen, die sich in der Praxis bereits bewährt haben: 

  • Radständer Kappa: mobiler Vorderradhalter mit Bügel zur Rahmenbefestigung, Bodenschienen lassen Reinigung mit Dampfstrahler zu, einfache Bedienung, stabiler Stand des Rades
  • Radabstellbügel: Rahmenbefestigung möglich, einfache Benutzung, kostengünstig, Nachteil: keine Fixierung des Rades - Rad kann wegrutschen, Montageart: fix eingebaut oder mobil
  • Orion-Beta Focus: Rahmenbefestigung möglich, einfache Benutzung, kostengünstig,
    Nachteil: bei den Bodenrohren sammelt sich Schmutz und muss händisch entfernt werden, Montageart: fix eingebaut oder mobil
  • Mobipark EM - Radständer (Eigenentwicklung): klappbare Radabstellbügel geeignet für Veranstaltungen/kurzfristigen Einsatz, einfache Aufstellung/platzsparende Lagerung
  • Überdachter Radständer Typ Salzburg (Eigenentwicklung): niedriger, mobiler, überdachter Radständer für die kostengünstige, wettergeschützte, diebstahl- und vandalismussichere Radeinstellung
  • Mobile Radständer haben sich im Praxistest sehr bewährt. Sie sind schnell aufgebaut, ermöglichen ein diebstahlsicheres absperren der Räder und können platzsparend eingelagert werden, da sie stapelbar sind.