Quelle: Heimat Österreich

Friedrich-Inhauser-Straße – Zero Carbon Refurbishment

Faktenbox:

  • Nachverdichtung von 79 auf 99 Wohneinheiten
  • CO2 neutrale Sanierung
  • Innovatives Mobilitäts- und Haustechnikkonzept
  • Fassadendämmsystem aus Zellulose
  • 100%ige Energieversorgung aus erneuerbarer Energie mit Photovoltaik, Pufferspeicher,[SM1] [gh2] [NM3] 
  • Wärmerückgewinnung aus Abwasser etc.
  • Barrierefreie Gestaltung
  • Umfassender sozialplanerischer Begleitprozess
  • Erster Salzburger Mobility Point
  • Xy [NM4] Radabstellplätze
  • Fertigstellung 2021
  • Auszeichnungen: klimaaktiv Gold Standard 2019, Sustainability Award 2020 Kategorie ‚Forschung‘, ÖGUT-Umweltpreis 2020 Kategorie ‚Innovation und Stadt‘

Projektkonsortium:
SIR – Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen (Projektleitung und Schnittstelle zwischen den Partnern)
Heimat Österreich (gemeinnütziger Wohnbauträger, Gebäudeeigentümer, Projektentwickler)
Stadt Salzburg - Stadtplanung, Wohnservice und Smart City Initiative (städtische Rahmenbedingungen, Wohnungsvergabe und Umsetzung Smart City Ziele)
Fachhochschule Salzburg - Studiengang Smart Building (Forschungspartner für Energiekonzept)
StadtLandBerg - sozialwissenschaftliches Institut für Projektentwicklung und Evaluation

Dieses Projekt wurde aus Mitteln des Klima- und Energiefonds im Rahmen des Programms „Smart Cities Demo 2017 - 9. Ausschreibung“ gefördert.

Fazit:

Sanieren und nachverdichten, statt neu bauen – ökologisch sinnvoll und machbar.

Die Wohnhausanlage Friedrich-Inhauser-Straße der Heimat Österreich wurde bereits im Jahr 1985 erbaut. Nicht nur der energetische Zustand der Anlage war in die Jahre gekommen. Fehlende Barrierefreiheit, schlechte Belichtung und Dämmung, geringer Schallschutz zur westseitigen Bahn und Sanierungsbedarf bei Balkonen, Dächern sowie Feuchte-Isolierung machten umfassende Modernisierungsmaßnahmen notwendig.

Das Leuchtturmprojekt ZeCaRe II - Friedrich-Inhauser-Straße zeigt, dass die CO2-Emissionen einer Wohnanlage nahezu auf null reduziert werden können. Die Erfolgsfaktoren: ein Energiekonzept mit Abwärmepumpe und Wärmerückgewinnung aus Abwasser, eine Reduzierung der PKW-Nutzung durch ein gezieltes Mobilitätskonzept (siehe nächster Absatz Mobility Point) sowie den Einsatz innovativer und ökologischer Baustoffe wie Zellulose. Wichtig war auch die methodische Vorgehensweise: Eine von allen Konsortialpartnern unterschriebene Qualitätsvereinbarung stellte eine transparente Zusammenarbeit auf Augenhöhe und die Einhaltung von grundsätzlichen (baulichen, sozialen, ökologischen) Qualitäten sicher. Nachhaltigkeit in Städten bedeutet nachverdichten. So schaffen wir mittel- bis langfristig eine Reduzierung des Flächenverbrauches. Ökologisch sinnvoll und machbar.

Start des ersten Mobility-Points

Unter einem Mobility-Point versteht man die räumliche Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsmittel, um so den Übergang zwischen den mobilen Angeboten zu vereinfachen. Charakteristisch für diese Mobility Points ist, dass an diesen Umsteigepunkten sowohl öffentliche Mobilitätsangebote als auch Sharing-Fahrzeuge, etwa Car- und/oder Bikesharing-Fahrzeuge bereitstehen. Der erste Mobility Point steht nur in der Wohnanlage an der Friedrich-Inhauser-Straße. Die Ausleihstation bündelt ein breites Angebot an verschiedenen Fahrzeugen als kostengünstige und umweltfreundliche Alternative zum eigenen PKW. Neben einem Elektroauto können E-Bikes, ein Lastenrad, E-Scooter und Einkaufs-Anhänger von den Bewohner:innen genutzt[SM5] [gh6] [NM7]  werden.

Kontakt:
Patrick Lüftenegger, SIR