Smart City Ziele

Was ist die Smart City Salzburg?

Intelligent vernetzt, erneuerbar versorgt und nachhaltig mobil: Smart City Salzburg ist der Weg der Stadt in eine wohnens- und lebenswerte Zukunft. Diesen Weg will die Stadtverwaltung mit der Bevölkerung gemeinsam gestalten.

Grundlage ist der Masterplan 2025 der ihm Jahr 2012 in einem intensiven Stakeholderprozess erstellt wurde. Inhalte sind die Zukunftsvision für die Stadt 2050 und ein konkreter Maßnahmenplan bis 2025.
Die 25 Teilziele  in den sechs Handlungsfelder und auch die Organisatorischen Rahmenbedingungen wurden vom Gemeinderat am 19. Sept. 2012 einstimmig beschlossen.

Ziele der Smart City Salzburg

… durch eine konsequente Energie- und Klimaschutzpolitik ist Salzburg international als die „Smart City Salzburg“ bekannt.
Das verantwortungsbewusste Handeln der Stadt soll sowohl national als auch international sichtbar werden. Neben der großen kulturellen Bekanntheit positioniert sich Salzburg international auch als Vorzeigestadt im Energie- und Klimaschutzbereich. Dazu stellt die Stadt Salzburg die erforderlichen Organisationsstrukturen und Kapazitäten für die Umsetzung bereit.
 
Für eine grobe quantitative Abschätzung einer möglichen Energiezukunft Salzburgs wurden vom Projektteam hypothetische Szenarien mit Hilfe eines am AIT entwickelten „Decision support Tool“ erstellt.
Dieses Tool basiert auf den Ist-Daten Salzburgs (Energiebericht 2010), den (geschätzten) Potenzialen erneuerbarer Energieträger und den Ergebnissen der Stakeholder-Workshops sowie thermodynamischen Bilanzen, physikalischen Zusammenhängen sowie Literatur- und Erfahrungswerten.
 
Diese Berechnungen können demzufolge einer relativ großen Schwankungsbreite unterliegen. Sie dienen im Wesentlichen dem Vergleich verschiedener Maßnahmenbündel und der Unterstützung bei der Entscheidungsfindung. Für eine genaue quantitative Berechnung oder die Bestimmung von Kosten einzelner Maßnahmen sind die Berechnungen nicht geeignet. Für die Szenarien werden Bündel aus energierelevanten Maßnahmen unterschiedlicher Qualität und Quantität aus den Bereichen Gebäude, Mobilität und Energieerzeugung berücksichtigt. Darüber hinausgehende Maßnahmen (z.B. im Bereich Industrie) werden nicht behandelt.

Energiepolitische Schwerpunkte und Ziele

Die, im 2012 beschlossenen Smart City Masterplan 2025, fünf identifizierten Themenschwerpunkte wurden um einen Themenblock Politik und Rahmenbedingungen ergänzt. Die Umsetzung ambitionierter energiepolitischer Ziele erfordert eine entsprechende organisatorische Verankerung von Zuständigkeiten und Ressourcen.

Die folgenden Leitsätze stellen die zentralen energiepolitischen Zielsetzungen dar und bilden den Rahmen für die Entwicklung der weiteren Maßnahmen.

  • Wohngebäude
    … sind in ein Gesamtsystem integrierte Nullenergie-/Plusenergiegebäude und haben im Gesamtsystem eine neutrale CO2-Bilanz.
    Großteils bekannte und vorhandene Technologien tragen zu einer dramatischen Reduktion des Energiebedarfs des gesamten Gebäudesektors (Neubau und Bestand) bei. Darüber hinaus werden die Gebäude in Zukunft nicht nur als Energieverbraucher, sondern auch als verbrauchende, erzeugende und speichernde Elemente des städtischen Energiesystems betrachtet.
      
  • Kommunale Gebäude und Infrastruktureinrichtungen
    … sind Plusenergieobjekte und versorgen ihre Umgebung.
    Im Vergleich zu den Wohngebäuden werden die Zielvorstellungen für die kommunalen Objekte und Einrichtungen ambitionierter gesehen. Damit setzt die Stadt ein sichtbares Zeichen ihrer Ansprüche und trägt mit dieser Glaubwürdigkeit wesentlich zur Erreichung der Gesamtziele bei.
     
  • Energieaufbringung und -Verteilung
    … sind intelligent vernetzt und die Potenziale erneuerbarer Energieträger werden genutzt.

    Die optimierte Vernetzung von Wärme, Strom und Mobilität sowie die Vernetzung von Erzeugung, Speicherung und Verbrauch von Energie stellt die Basis für eine weitgehende Nutzung der städtischen Potenziale an erneuerbaren Energien.
     
  • Mobilität
    … ist vollständig umgestellt auf ein nachfrageorientiertes, intelligentes Transport-Servicesystem.

    Die Zukunft der städtischen Mobilität wird in nachfrageorientierten Dienstleistungsangeboten gesehen. Anstelle des privaten Autobesitzes tritt ein Mix aus Zu-Fuß-Gehen, Radfahren, öffentlichen Transportmitteln und ergänzenden Leihfahrzeugen. Neue Abrechnungssysteme und Informationstechnologien tragen zu einer attraktiven und einfachen Nutzung bei. Anstelle fossiler Brennstoffe treten nachhaltige Energieformen (z.B. erneuerbar produzierte Elektrizität).
     
  • Mensch und Lebensstil
    … durch aktive Einbindung von BürgerInnen, Bildungseinrichtungen u.a. wird der erforderliche Wertewandel erreicht.

    Neben den erforderlichen technologieorientierten Ansätzen ist es unumgänglich, die BürgerInnen in eine Bewusstseinsbildungsdiskussion mit einzubeziehen. Letztendlich beeinflusst auch jeder Bewohner/jede Bewohnerin mit dem Lebens- und Konsumverhalten den Energiebedarf der Stadt.
     
  • Politik und Rahmenbedingungen
    … durch eine konsequente Energie- und Klimaschutzpolitik ist Salzburg international als die Smart City Salzburg bekannt.
    Das verantwortungsbewusste Handeln der Stadt soll sowohl national als auch international sichtbar werden. Neben der großen kulturellen Bekanntheit positioniert sich Salzburg international auch als Vorzeigestadt im Energieund Klimaschutzbereich. Dazu stellt die Stadt Salzburg die erforderlichen Organisationsstrukturen und Kapazitäten für die Umsetzung bereit.

Wo sehe ich die Smart City Salzburg?

Die Smart City Salzburg wird hauptsächlich durch ihre Projekte sichtbar. Das aktuellste Projekt ist das Sportzentrum Nord. Hier wird nachgewiesen,  dass Plusenergiegebäude, die mehr Energie erzeugen als sie verbrauchen, wirtschaftlich bereits realisierbar sind. Die Solarflower vor dem Gebäude zeigt, dass hier ein Leuchtturmprojekt der Smart City Salzburg steht. Alle Projekte der Smart City Salzburg sind auf www.smartcitysalzburg.at und im Stadtplan auf www.stadt-salzburg.at in der Rubrik Smart City/Projekte zu sehen.
 
Aber die Smart City Salzburg ist auch bei den Round-Tables, bei diversen Veranstaltungen (z.B. am Radfrühling) und auf den Elektrofahrzeugen der Stadt Salzburg sichtbar und erlebbar. Diese sind seit kurzem mit dem leicht erkennbaren Smart City Design unterwegs.

Warum braucht Salzburg die Smart City Initiative?

Salzburg war schon immer ein äußerst beliebter Wohnort und auch Urlaubsort. Heute ist Salzburg bekannt als Festspielstadt, Mozartstadt, Weltkulturerbe. Damit das auch in der Zukunft so bleibt und auch unsere Kinder und Enkelkinder stolz sagen können: „I bin a SalzburgerIn“, müssen wir mit den Ressourcen in der Stadt sorgsam umgehen.
Daher stehen im Masterplan der Stadt Salzburg als Zukunftsvision wesentliche Herausforderungen, die Salzburg weiterhin als beliebte Wohn-, Arbeits- und Urlaubsstadt bewahren helfen:

  • wohnens- und lebenswert
  • intelligent vernetzt
  • erneuerbar versorgt
  • nachhaltig mobil
  • gemeinsam gestaltet 

 
Diese Herausforderungen müssen wir früh genug und vor allem gemeinsam annehmen. Dazu bietet die Stadt Salzburg mit der Smart City Salzburg-Initiative ein koordinierendes Programm an.
Sie wollen mitarbeiten oder haben gute Ideen? Schreiben Sie uns an smartcity@stadt-salzburg.at

Wer vertritt die Smart City Salzburg?

Für eine hohe politische Akzeptanz in der strategischen Steuerung sorgt die Steuerungsgruppe, die aus hochrangigen VertreterInnen von Stadt und Salzburg AG besteht.
    
Das Kernelement der Smart City Salzburg ist die Energie- und Smart City Koordination. Angesiedelt in der Baudirektion MA 6/00 ist sie besetzt durch Franz Huemer (Koordinator, Baudirektion) und Josef Reithofer (Stellvertreter) von der Stadtplanung. Die Koordinationsstelle ist verantwortlich für die Umsetzung und Evaluierung des Masterplans Energie.
 
In der Koordinationsgruppe der Smart City Salzburg ist als lokaler Partner das Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen (SIR) eingebunden. Durch die Mitarbeit der Energieexperten Helmut Strasser und Alexander Rehbogen profitiert die Smart City Salzburg von einem Netzwerk für Forschung,  Raumordnung, Grundlagenarbeiten, Regional- und Projektentwicklung zu den Themen Wohnbauforschung, Energie, e5-Programm, Umweltbildung und Nachhaltigkeit.

Die Koordinationsgruppe tagt je nach Aktualität etwa ein- bis zweimal monatlich. Dabei werden die Umsetzung des Masterplans sowie allfällige Synergien abgestimmt. Die verantwortliche Umsetzung von Maßnahmen des Masterplans liegt bei den jeweils betreffenden Abteilungen bzw.  externen Einrichtungen, die von der Koordinationsgruppe in eine Arbeitsgruppe einberufen werden.
 
Die Arbeitsgruppen der Smart City Salzburg werden von der Koordinationsgruppe initiiert. Dazu werden MitarbeiterInnen der betroffenen Verwaltungsbereiche, der Forschungsunternehmen, von Universitäten und Fachhochschulen, des lokalen Energieversorgers, von Wohnbauträgern, NGOs und anderen Akteuren zur Umsetzung von Projekten des Masterplans einberufen. Unter der Leitung der Koordinationsgruppe werden in der Arbeitsgruppe die Umsetzung von Themen und Projekten des Masterplans sowie allfällige Synergien abgestimmt. Die Treffen der Arbeitsgruppe erfolgen je nach Aktualität und Projektanfall.
 
Die Einbindung der Partner & Stakeholder der Smart City Salzburg gewährleistet eine breite Verankerung des Masterplans Smart City Salzburg. Der Dialog mit den Partnern und Stakeholdern ist sehr breit aufgestellt. Regelmäßige Round Tables mit VertreterInnen von Bauträgern, Wirtschaft, NGOs und Exkursionen zu aktuellen Themen dienen dem aktiven Austausch auf breiter Ebene. Der monatlich erscheinende Smart City Salzburg-Newsletter dient der regelmäßigen Information der interessierten Smart City Community. Bei themenbezogenen Veranstaltungen informiert die Smart City Salzburg durch aktive Teilnahme.