Öffentliche Beleuchtung

27 Mitarbeiter*innen mit entsprechender Ausrüstung und Fuhrpark sorgen dafür, dass die Dienstleistung Licht funktioniert
365 Tage im Jahr, rund um die Uhr, bei jedem Wetter:

  • Straßenbeleuchtung, Sicherheitsbeleuchtung, Schutzwegbeleuchtung
  • Bei der Anstrahlung reicht die Palette von der inszenierenden Beleuchtung in den Brunnen,
    über die Illumination sehenswerter und einmaliger Baudenkmäler, Gebäude und Brücken, bis zur Akzentbeleuchtung der Felswände unserer Stadtberge.
  • Effektbeleuchtung der Stadt (Christbäume, buntes Licht, Festbeleuchtung, Sonderbeleuchtung für Veranstaltungen, etc..)
  • Amtshilfe und magistratsinterne Unterstützung durch die Spezialfahrzeuge/-ausrüstung.
  • Führung des Anlagenkatasters für die kommunale Beleuchtung, die Verkehrssignalanlagen, Sonderanlagen, Datenleitungen und die Parkscheinautomaten

Planung und Neu-/Umbau: gemeinsam mit Straßen-/Radwegbau, für OBus Linien, Wohnbau, zum Schließen von Beleuchtungslücken, bei Nutzungsänderungen und Beleuchtungswünschen.
Betrieb: schalten, regeln, messen, prüfen – teils mit Fernauslese und mit automatischen Fehlermeldungen an den Störungsdienst
Instandhaltung: Energiespar- und Sicherheitsrevision, Maststandsicherheitsprüfungen, Modernisierung der Straßenbeleuchtung, Anstrahlung und Unterwasserbeleuchtung in Brunnen
Störungsbehebung: Einsatzumfang Störungsdienst jährlich ca. 400h (außerhalb Dienstzeit) durch Unfälle und Vandalismus, techn. Gebrechen und Unwetterschäden. Die Kosten für die Wiederherstellung der Beleuchtungsanlagen betragen durchschnittlich ca. 200.000 Euro pro Jahr – davon sind ca. 90.000 Euro uneinbringlich.
Moderne Arbeitsmethoden, Arbeitsgeräte und Hilfsmittel, wie zum Beispiel der digitale Einbauten Kataster, die geodatenbasierte, zentimetergenaue Echtzeitmessung und vollautomatische Plannachführung im Web Interface, Thermofotografie bei der Fehlersuche in Schaltanlagen, oder die Verwendung einer Leuchtdichtekamera helfen die Anlagen zu überprüfen, effizient zu betreiben und weiter zu optimieren.

Anliegerleistung für neue Straßenbeleuchtungen

Bauplatzeigentümer auf Salzburger Gemeindegebiet haben 47,49 Euro pro Längenmeter für eine neue, öffentliche Straßenbeleuchtung zu zahlen, wenn diese entlang ihres Grundstückes installiert wird.
Das entspricht einem Viertel der tatsächlichen Kosten. Der Betrag errechnet sich aus einem Durchschnittpreis unter Berücksichtigung verschiedener Straßentypen (Haupt-, Neben,- Wohnstraßen).

Licht für Menschen

Die Lebensgewohnheiten des modernen Menschen haben sich stark verändert.
Licht in unterschiedlichster Form verlängert den Tag, ist damit zum wichtigen Teil des „Erlebens“ und der Lebensqualität in der nächtlichen Stadt geworden. Daraus entstehen auch ein neuer Anspruch und ein neues Selbstverständnis für die „Öffentliche Beleuchtung“.
Für den Betrachter aus der Ferne erhält die nächtliche Stadt erst durch Licht ein klares Profil. Dem aufmerksamen Betrachter von Details aber vermag Licht Geschichten zu erzählen und damit Stimmungen zu wecken.
 

Die Stadt im richtigen Licht

Erst ein großflächiger Stromausfall zeigt, wie dramatisch sich eine plötzlich vollkommen dunkle Stadt darstellt und raubt dem Menschen seine wichtigste Wahrnehmung, denn etwa 80 Prozent der Eindrücke werden über das Sehen aufgenommen.
Wo angemessenes, normgerechtes Licht die Verkehrswege erhellt, sinken nachweislich die Unfallzahlen und damit auch Schmerz, Leid und enorme Folgekosten. Richtig eingesetztes Licht verhindert Angsträume, senkt die Kriminalität und wird so zu einem wichtigen Hilfsmittel in der Prävention.
Jede Kommune ist im Sinne der Daseinsvorsorge verpflichtet, ihre öffentlichen Verkehrsflächen (Straßen, Plätze, Wege und Brücken) angemessen und sicher zu beleuchten. Sie haftet letztendlich auch dafür (ABGB §1319a Wegehalterhaftung). Die Verantwortlichkeiten sind klar festgelegt. Normen und Vorschriften, wie die neue Lichtnorm EN 13201, das Elektrotechnikgesetz, oder die Elektroschutz Verordnung  regeln den Bau, den Betrieb und die Instandhaltung der Straßenbeleuchtung.
Das richtige Licht zur richtigen Zeit
Falsch angewendetes Licht, oder ein Zuviel an Licht (auch Licht aus Schaufenstern, von Werbeanlagen und privaten Beleuchtungsanlagen) kann zu Blendung, unerwünschtem Lichtsmog und zur Himmelsaufhellung führen. Darunter leiden Anrainer und Umwelt.

Licht selbst ist unsichtbar, aber es macht sichtbar!

Fakt ist, dass Licht ein herausragendes Medium ist, um eine Stadt und ihre Besonderheiten „en gros“ und „en detail“ darzustellen. Ein gekonnter Einsatz von Licht, das Spiel mit Architektur und Topografie sind gefragt. Nur dann ist sichergestellt, dass keine Ausreißer ein stimmungszerstörendes, lichttechnisches Wettrüsten verursachen.
Jährlich besuchen fast 6 Mio. Touristen die Stadt Salzburg, ca. 2,8 Mio. bleiben über Nacht. Damit kommt die Darstellung der nächtlichen Stadt, ihrer Vorzüge und Möglichkeiten für den Besucher ins Spiel: Stadtmarketing mit Licht ist gefragt. Es gilt die Stadt Salzburg ins richtige Licht zu setzen. Nach Auskunft der Marketing-Fachleute ist Licht für die Darstellung der Stadt unverzichtbar. Licht zeichnet das nächtliche unverwechselbare Profil und macht die Stadt weitum bekannt. Licht hebt hervor, unterstreicht, lockt …

Licht und Umwelt = Energie- und Streulichtminimierung

Seit fast 20 Jahren arbeiten die hochwattigen, konventionellen Leuchten auf der Hauptverkehrsstraßen der Stadt mit einer einfachen Nachtabsenkung und sparen so ca. 25 - 30% Energie. Die Umrüstung der Altstadtlaternen auf hochmoderne Spiegeloptiken vor ca. 17 Jahren brachte eine Einsparung von ca. 50% Energie. Dafür wurde der Stadt von der EU der „Green Light Award“ verliehen.
Durch die Optimierung der Ein-/Ausschaltzeiten an die Topografie der Stadt wird etwa 2,5% des Energie Verbrauchs eingespart.
Seit Einführung der modernen LED Technologie können die Leuchten durch Mehrfachabsenkung in der verkehrsarmen Zeit dem geringeren Lichtbedarf gut angepasst werden (Einsparung ca. 60 - 70% Energie).
Das Licht der Zukunft geht noch einen Schritt weiter und wird bewegungsgesteuert dem Bedarf angepasst (Einsparung ca. 80% Energie – ohne Qualitätsverlust). Aktuell sind bereits 380 Lichtpunkte mit einem Sensor zur Erfassung der Nutzer einer Verkehrsfläche ausgestattet (z.B.: Salzach Geh-/Radweg zwischen Autobahnbrücke und Bahnhof Bergheim, oder Hellbrunner Brücke und Kaufmannsteg, Hermann Gmeiner Straße, …).

Mobile farbige Beleuchtung für den Stadtraum

Die neuen, hochwertigen LED-Scheinwerfer bieten der Stadt Salzburg nun erstmals die Möglichkeiten für eine großflächige färbige Beleuchtung und verbrauchen weniger Energie als ein handelsüblicher Wasserkocher!
Die auf zwei Lichtmasten montierten Scheinwerfer-Paare sind nicht nur einzeln steuerbar und ermöglichen dank verschiedener LED-Kombinationen Licht in allen erdenklichen Farben. Der Ausstrahlungswinkel kann über verschiedene aufsteckbare Linsen dem Bedarf angepasst werden. Die Scheinwerfer sind zudem mobil und können von den Fachleuten der Stadt nach Bedarf binnen einer Stunde abmontiert und an anderer Stelle installiert werden. Einzige Voraussetzung: Die 35 kg schweren Lichtquellen brauchen dazu entsprechend stabile Halterungen.
Die Nachfrage nach farbiger Beleuchtung der wichtigsten Gebäude der Stadt ist inzwischen sehr groß. Auf der ganzen Welt unterstützen Städte mit bunten Lichtmarken diverse Veranstaltungen und Initiativen wie den Welt-Aids-Tag, den Welt-Diabetes-Tag, Welt-Autismus-Tag. Ein Trend, dem sich auch die Stadt Salzburg nicht entziehen will.
Auf Initiative der städtischen Beleuchtung setzt die Stadt inzwischen rund 80 historisch und touristisch besonders bedeutende Objekte durch weißes Licht in Szene – Dom, Kirchen und Brunnen ebenso wie Denkmäler, Mönchsbergwand oder Festung.

Bewegungsgesteuertes Licht

Ein Mann fuehrt gerade Wartungsarbeiten und Kontrollen bei der oeffentlichen Beleuchtung durch.
Wartungsarbeiten und Kontrollen bei der öffentlichen Beleuchtung

Hier werden Leuchten getestet, die auf Annäherung von Straßennutzer*innen reagieren. Wird die Verkehrsfläche nicht genutzt, ist die Lichtstärke auf 15 Prozent des von der Norm vorgeschriebenen Wertes reduziert.
Nähert sich eine Person zu Fuß, mit dem Rad oder ein Kfz, reagiert die Anlage und erhöht die Beleuchtungsstärke auf 100 Prozent.
Nach Verlassen des Erfassungsbereiches regelt die Anlage sanft und kaum sichtbar wieder auf das Grundniveau von 15 Prozent.
In wenig befahrenen Straßen, auf Geh- und Radwegen kann mit dieser Technologie etwa 80 Prozent Energie eingespart und das unerwünschte Streulicht für Nachbarschaft und Umwelt drastisch reduziert werden.

Mehr Sicherheit auf Schutzwegen

Schutzwegoffensive 2025
Ausleuchtung von Schutzwegen bei Nacht
Ausleuchtung von Schutzwegen

Die steigende Verkehrsdichte und die nachweislich zunehmende Ablenkung der Fahrzeuglenker (Hdy., Navi, …) erschweren die Sehaufgabe. Sinkende Aufmerksamkeit führt zu sinkender Anhalte Bereitschaft (STVO §9 Abs.2) und zu mehr Unfällen.

Schutzwege brauchen daher eine besonders gute Beleuchtung, um in den Dunkelstunden ihrer Aufgabe gerecht zu werden. Geregelt als Beleuchtungspflicht nach ÖNorm ON 1051 Konfliktzonen.

Leitprojekt zur Erhöhung der Sicherheit auf Schutzwegen in den Dunkelstunden durch Verbesserung der Sichtbarkeit querender Fußgänger und Radfahrer, besonders im Bereich von Schulen und Schulwegachsen.
Durch den Einsatz spezieller, hocheffizienter LED Leuchten mit eng gefasstem Lichtkegel und hoher – für die Autofahrer*innen blendfreier - vertikaler Lichtstärke wird auch bei schlechten Sichtbedingungen (Regen, Schneefall, Nebel) der Kontrast und damit die Sichtbarkeit querender Fußgänger- und Radfahrer*innen massiv gesteigert.
Damit kann die Stadt die Sicherheit auf den Schutzwegen - besonders auf Schulwegen und Radwegachsen - weiter verbessern. Umgesetzt werden soll das Projekt von 2018 bis 2025. Die Kosten betragen jährlich 70.000 Euro. Die Gesamtkosten des Projektes liegen bei 560.000 Euro.