Verkehrstechnik

Dienststelle Verkehrssteuerungsanlagen

Diagramm vom Gesamtsystem einer Lichtsignalanlagesteuerung; genaueres im Text
Gesamtsystem Lichtsignalanlagensteuerung

Kernaufgabe der Dienststelle Verkehrssteuerungsanlagen ist die Errichtung, Betrieb, Instandhaltung, die Servicierung und die Entstörung von Verkehrslichtsignalanlagen im Sinne der StVO 1960, § 31 ff.

Auf den Straßen im Stadtgebiet sind aktuell 142 Lichtsignalanlagen (5845 Lichtpunkte) und 60 Gelbblinkanlagen (490 Lichtpunkte) in Betrieb. An diesen 142 Lichtsignalanlagen sind derzeit 260 Detektoren angebunden, welche einerseits steuernde Aufgaben haben und andererseits Verkehrsdaten an die Verkehrsrechnerzentrale liefern. Ergänzend dazu sind weitere 260 freie Detektoren zur Verkehrsmengenerfassung an die Zentrale angebunden.

Weitere Einrichtungen die von der Dienstelle zu betreiben und zu bedienen sind, sind unter anderem der zentrale Verkehrsrechner der Stadt Salzburg (offene OCIT-Schnittstelle), 6 Rotlichtüberwachungsstandorte mit
2 Kameraeinschüben, 4 mobile Tempoanzeigen und 23 stationäre Radarstandorte mit 5 Kameraeinschüben.

Auch die technische Betreuung der Aufzugsanlagen und der Fahrtreppen bei 6 städtischen S-Bahn-Stationen sowie die technische Betreuung und die Schadensabwicklung bei den 24 Polleranlagen in der Altstadt zählen zu den Aufgabengebieten der Dienststelle. Zusätzlich zu den Pollern wird die Schrankenanlage für die Busdurchfahrt in der Weitmoserstraße durch die Dienststelle Verkehrssteuerungsanlagen betrieben.

Die Besonderheit an der Dienststelle Verkehrssteuerungsanlagen der Stadt Salzburg ist jene, dass die Stadt Salzburg als einzige Verwaltungseinheit österreichweit Eigenwarter in diesem Fachbereich ist. Das bedeutet, dass das gesamte System durch die stadteigenen Verkehrstechniker in vollem Umfang geplant, versorgt und errichtet wird. Die Fachfirmen liefern nur mehr die notwendige Hardware. Dadurch sind kostengünstige und schnelle Eingriffe in das System jederzeit möglich.

Aufgaben im Überblick:

  • Verkehrstechnische Planung von Verkehrssignalanlagen 
  • Programmierung von Steuergeräten neuester Generation
  • technische Betreuung der Steuergeräte und der Außenanlagen 
  • Versorgung und Betrieb des zentralen Verkehrsrechners 
  • 24-Stunden Störungsdienst 
  • Mobile Tempoanzeigen
  • technische Betreuung der Altstadtpoller
  • Störungsbearbeitung der Aufzüge und Fahrtreppen an den S-Bahn-Haltestellen im Stadtgebiet (ausgenommen Hauptbahnhof)

 

LED-Ampeln statt Glühlampen

Ein Beitrag zum Klimaschutz und zum Budget
LED Signalgeber an einer Strasse
LED-Signal

Im Jahr 2009 wurde mit der schrittweisen Umrüstung von Glühlampen auf LED begonnen, diese ist seit Juli 2019 abgeschlossen.
Dabei wurden auch gleich die Steuerelektronik, die Verkabelung, die gesamte Außenanlage (Maste, Anmeldetaster, Signalgeber) erneuert und die Anbindung an den zentralen Verkehrsrechner eingerichtet.
Die Stadt Salzburg verfügt damit über ein hochmodernes Verkehrssteuerungssystem.

Insgesamt sind an den 142 Lichtsignalanlagen und den 60 Gelbblinkanlagen im Stadtgebiet von Salzburg 6.335 Lichtpunkte in Betrieb.
Die Umstellung der Verkehrsteuerungsanlagen von Glühlampen auf LED spart pro Jahr über 500 Tonnen CO2 ein.
Dazu sind die jährlichen Energiekosten um € 166.000,- gesunken, was eine Einsparung von 84% bedeutet.

Zudem werden mit den LED-Signalen auch die Sichtbarkeit und die Betriebsdauer erhöht. Denn der sogenannte Phantomlicht-Effekt, also die Reflexionen durch Sonneneinstrahlung, werden unterbunden und der Wartungsaufwand wird verringert, da die mittlere Lebensdauer einer LED in Verkehrsanlagen ca. 10 Jahre beträgt, wohingegen die konventionellen Glühlampen jährlich getauscht werden mussten.

Zentraler Verkehrsrechner

Die grüne Welle ist nicht zufällig

Mit der Anschaffung des neuen zentralen Verkehrsrechners im Jahr 2009 hat ein neues Zeitalter begonnen. Es besteht seither die Möglichkeit durch Einsatz einer modernen offenen Schnittstelle massenhaft Daten von den Feldgeräten zur Zentrale zu übermitteln und als Rohdaten oder aggregierte Daten weiter zu verarbeiten.
Die offene Schnittstelle OCIT-O V2.0 eröffnet neue Möglichkeiten in der Steuerung und der Betriebsführung.
Detaillierte Informationen über den Status der Anlage, gezielte Informationen zu Störungen werden damit geliefert und automatisiert weitergeleitet. Weiters besteht nun die Möglichkeit Versorgungsänderungen von der Zentrale aus vorzunehmen. Das bedeutet eine große Aufwandsminimierung im Vergleich zu dezentralen Versorgungsänderungen.
Mit Hilfe der Schnittstelle können tiefe Analysen ebenso von der Zentrale aus vorgenommen werden. Das bedeutet für die Verkehrsingenieure und für die Servicetechniker schnellere Reaktionszeiten und Unabhängigkeit von Wind und Wetter.
Der Einsatz  von modernen Steuergeräten mit der OCIT-O V2.0 Schnittstelle sind bedingungslose Grundlage  für ein modernes Verkehrssteuerungssystem und ermöglichen die Umsetzung von innovativen Projekten.
Nur wenn eine umfangreiche Datengrundlage zur Verfügung steht können diese modernen Systeme genutzt werden und Projekte umgesetzt werden

Bedienoberflaeche von einem Verkehrsrechnersystem
Bedienoberfläche Verkehrsrechnersystem

Hier ist ein Zeit-Weg-Diagramm zu sehen, welches die sog. "Grüne Welle" in der Alpenstraße darstellt:

Darstellung von der "Gruenen Welle" in der Alpenstrasse
Darstellung "Grüne Welle" Alpenstraße

Betrieb der Poller

Schadensbearbeitung
Die Raeder eines Fiakers kollabieren mit einem Poller.
Fiakerkutsche gegen Poller

Der Aufgabenbereich für die Dienststelle Verkehrssteuerungsanlagen beinhaltet neben der Bearbeitung von Unfallschäden und Vandalismusschäden auch die technischen Belange der Polleranlage:

  •  Bearbeitung von Unfall- und Vandalismusschäden
  •  Bearbeitung von Versicherungsanfragen
  •  Technische Betreuung der Anlagen
  •  Betrieb, Wartung und Instandhaltung

Verkehrssteuerungsanlagen
Adresse: Faberstraße 11, 5024 Salzburg
Tel: +43 662 8072 2231
Fax: +43 662 8072 2057
E-Mail: verkehrssteuerungsanlagen@stadt-salzburg.at
Thomas Pexa
Dienststellenleiter-Stellvertreter VSA