EINLADUNG ZUR ENQUETE 'SALZBURG FÜR ALLE - BARRIEREFREIE STADT'

30.09.1994

einladung zur enquete "Salzburg für alle - barrierefreie stadt"
Huber: Die größten Behinderungen werden von außen auferlegt

"Salzburg für alle. Barrierefreien Stadt" ist das Thema einer Enquete der Stadt Salzburg am Mittwoch, 5. Oktober, im Hotel Dorint, Sterneckstraße. Dauer: 9.00 bis 21.00 Uhr.

Behinderte Menschen sind tagtäglich mit zahllosen Einschrän-kungen ihres Lebensraumes konfrontiert. Um dieses sattsam be-kannte Faktum empirisch zu erfassen und zu dokumentieren, wurde von der Stadt Salzburg dem Institut für Alltagskultur der Auftrag erteilt, einerseits die baulichen, vor allem aber die sozialen Barrieren in der Lebenswelt der Salzburger Bevölkerung zu erheben. Wobei besonderes Augenmerk auf die BewohnerInnen der Rechten Altstadt sowie von Andräviertel und Schallmoos gelegt wurde. Die Ergebnisse dieser Studie sowie die in anderen Städten wie Wien, Innsbruck, Mainz, Zürich, Freiburg (D) ge-machten Erfahrungen sind Thema der Vorträgen, Diskussionen so-wie der Videovorführung.

Nicht die eigene Behinderung sei das größte Problem der behin-derten Menschen, weiß Stadtrat Ing. Dr. Josef Huber. Die echte Behinderung geschehe von außen durch Mißachtung baulicher und sozialer Erfordernisse. Deshalb seien Bewußtseinsbildung und die Schärfung des Blickes für die Probleme und Anliegen behin-

Enquete (2)

derter Menschen zwei Hauptanliegen dieser von der Stadt Salz-burg initiierten Tagung.

Der in der Stadt Salzburg von Mobilitätsbarrieren betroffene Personenkreis umfaßt 36.000 Menschen. Zu dieser Gruppe zählen nicht nur RollstuhlfahrerInnen, sinnes- oder auch geistig behinderte Menschen, sondern genauso SeniorInnen, werdende Mütter, Personen mit kleinen Kindern und auch die Kinder.

 

 

Tagungsprogramm

 

9.00 Uhr: BEGRÜSSUNG

Josef Huber (Sozialstadtrat)

Wilfried Raith (Behindertenbeauftragter der Stadt Salzburg)

 

Video "Leben in Salzburg - für alle?"

 

 

9.45 - 10.15 Uhr: VORSTELLUNG DER STUDIE

"Salzburg für alle - Barrierenfreie Stadt"

Institut für Alltagskultur (IAK)

 

PAUSE

 

SCHWERPUNKT "BAULICHE BARRIEREN"

10.30 - 11.15 Uhr:
Paul Bert (Stadtbaudirektor von Freiburg (BRD):

Stadtplanung in Freiburg: Barrieren vermeiden,

Barrieren abbbauen"

 

11.15 - 12.00 Uhr:
Joe A. Manser (Leiter der Schweizer Fachstelle für behinderten-

gerechtes Bauen): "Behindertengerecht bauen -

Maßnahmen und Instrumente zur Durchsetzung"

 

12.00 - 12.45 Uhr:

DISKUSSION

 

MITTAGSPAUSE

 

Enquete (3)

 

 

 

SCHWERPUNKT "SOZIALE BARRIEREN"

14.00 Uhr - 14.45 Uhr:
Marita Boos-Waidosch (Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz):

"Selbstbestimmt leben - eine Bewegung, die Grenzen

überschreitet"

 

PAUSE

 

15.05 - 16.00 Uhr:

TREFFPUNKT: Eine Livesendung des ORF-Studio Salzburg

 

16.15 - 17.30 Uhr:

IMPULSREFERATE - ARBEITSKREIS
H. Stockner, E. Schwanninger (Innsbruck), M. Ladstätter (Wien), M. Boos-Waidosch (Mainz): "Umsetzungsbedingungen für selbstbestimmtes Leben in Österreich"

 

19.30 - 21.00 Uhr:

PODIUMSDISKUSSION

"Durchsetzungsbedingungen - Durchsetzungsbestimmungen": M. Boos-Waidosch (Maiz), P. Bert (Freiburg), J.A. Manser (Zürich), StR J. Huber, W. Raith (Salzburg)

 

 

Tagesmoderation:
Elfriede Geiblinger (ORF)

 

 
INFORMATIONSWANDUNGEN ÜBER STÄDTISCHE WALDPFLEGE

Auch heuer veranstaltet die Stadt Salzburg wieder Informations-wanderungen zur städtischen Waldpflege. Mitwanderer erfahren dabei vom städtischen Waldpflege-Experten Dipl.-Ing. Dr. Gerald Schlager anhand konkreter Beispiele die Ziele der Waldpflege-pläne und die für kommenden Winter geplanten Maßnahmen. Beginn jeweils um 17.00 Uhr.
Dienstag, 4. Oktober: Mönchsberg;

Treffpunkt Richterhöhe.
Mittwoch, 5. Oktober: Josefiau;

Treffpunkt Waldschule (VS Josefiau);
Dienstag 11. Oktober: Kapuzinerberg;

Treffpunkt Eingang zur Kapuzinerkloster-Kirche.

 

Presseinformation vom 01.01.1994

 

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