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Mirabellgarten

Revitalisierung des Heckentheaters

Bild vergrößernHeckentheater Aufführung; Quelle: honorarfreies Pressebild: Stadtgemeinde Salzburg, J. Killer

Heckentheater Aufführung; Quelle: honorarfreies Pressebild: Stadtgemeinde Salzburg, J. Killer

Bild vergrößernLandschaftsarchitektin Barbara Bacher mit Plänen und Studie; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Landschaftsarchitektin Barbara Bacher mit Plänen und Studie; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Bild vergrößernMirabellgarten_ Irrgarten; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Mirabellgarten_ Irrgarten; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Die Stadt:Gärten haben das Heckentheater auf Basis einer Studie der Landschaftsarchitektin Barbara Bacher und in enger Zusammenarbeit mit Fachleuten des Bundesdenkmalamtes sorgsam revitalisiert. Nach historischen Plänen wurden 350 neue Hainbuchen gepflanzt und der Bühnenraum in seiner ursprünglichen Form wieder hergestellt.
„Es funktioniert unglaublich gut und wir freuen uns, dass hier ein vitaler Spielraum entsteht“, sagt Stadt:Gärten-Direktor Christian Stadler. „Die Bühnenfläche hat jetzt wieder ihre originale Größe und ist dadurch um rund ein Drittel größer als zuletzt. In einem nächsten Schritt wollen wir auch den Zuschauerbereich in den ursprünglichen Zustand zurückführen. Die archäologischen Sondierung sind bereits angelaufen.“

Revitalisiertes Barock-Freiluft-Theater im Mirabellgarten
Mit dem Dramma pastorale per musica ‚Dafne‘ wurde vor ziemlich genau 300 Jahren die erste Spielzeit im Heckentheater im Garten von Schloss Mirabell eingeläutet. Antonio Caldara, von Wien bis Venedig stark gefragter Komponist seiner Zeit, hatte die Oper extra auf Wunsch des erzbischöflichen Gartenbesitzers für das neue Freilufttheater geschrieben und damit für einen glanzvollen Start gesorgt.

Das denkmalgeschützte Ensemble wurde historisch korrekt erneuert
Das Heckentheater im Mirabellgarten wurde zwischen 1704 und 1718 errichtet und ist eines der ältesten Naturtheater nördlich der Alpen. Weil die bestehenden Hecken wegen ihres hohen Alters im Bühnenraum schon große Lücken aufgewiesen haben, wurde diese Revitalisierung dringend notwendig.


Im westlichen Teil des Gartens wurde unter Leitung des bekannten Gartenarchitekten Matthias Diesel nach französischen Vorbildern errichtet. Er war, wie alte Stiche (etwa jener von Franz Anton Danreiter) zeigen, früher noch differenzierter und reizvoller gestaltet als heute.
Dieses Heckentheater besitzt heute als eines der ältesten Naturtheater nördlich der Alpen und als ältestes Heckentheater im deutschen Sprachraum eine besondere Bedeutung.

Häufig diente in fürsterzbischöflicher Zeit dieser verschwiegene Ort als heitere Aufführungsstätte für Ballette, Pantomimen und kleine Opern.
Es gab in der jüngeren Geschichte wiederholte Versuche den kleinen Ort auch als Aufführungsort von Balletten und Singspielen wieder zu beleben. Angesichts der hohen Ziergehölze und des zunehmenden Umgebungslärmes war bisher dieser Belebung noch kein dauernder Erfolg beschieden. Vorsichtige akustische Maßnahmen könnten den Ort aber künftig auch für Streicherensemble und Sänger bespielbar machen. Nur die Blasmusikkapellen haben auch heute schon wenig Schwierigkeiten mit den akustischen Bedingungen und konzertieren hier oft. 

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Stand: 2.8.2017, Richilde Haybäck