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Marmorstiege

Marmorstiege historisch

Bild vergrößernGedenktafel Marmorstiege; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Gedenktafel Marmorstiege; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Bild vergrößernMarmorstiege im Schloss Mirabell; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Marmorstiege im Schloss Mirabell; Quelle: Honorarfreies Pressebild: Stadt Salzburg / Johannes Killer

Die Marmorstiege entstand nach Plänen des Hofarchitekten Johann Lukas von Hildebrandt (1721/27) im Auftrag von Erzbischof Franz Anton Graf Harrach in der zweiten Ausbauphase der im Kern manieristischen Schlossanlage – als zum Marmorsaal hinaufführende Prunkstiege. 

Die Nischenskulpturen stammen von Georg Raphael Donner und seiner Werkstatt, die Putti-Figuren von Johann Franz Caspar. Marmorierer waren die Gebrüder Haggenmiller aus Wien, Schöpfer des Bandlwerk-Stucks Jakob Gall.

Im Jahr 1818 führte ein verheerender Stadtbrand zu großen Schäden am Gebäude und auch an der Stiege. Das Schloss wurde danach im damaligen klassizistischen Stil nach Plänen von Johann G. Hagenauer wieder aufgebaut. Dadurch verlor der Bau viel von seinem einst einzigartigen barocken Erscheinungsbild mit einem enormen Farbenreichtum.

Die ursprüngliche Erscheinung war viel bunter und lebte von reich nuancierten Farbspielen und Glanzeffekten. Während die Stiegenläufe, Sockelbänder, Bodenplatten und Portalrahmungen aus unechtem kristallinen Marmor, dem lokalen Untersberger Marmor  gefertigt sind, zielte die barocke Ästhetik auf eine präzise Nachahmung der vorhandenen Steinflächen mit Stuckmarmor an Pfeilern und Wandvorlagen und lachsfarben getönten Stuckflächen in den Gewölben und Fensterlaibungen.

Das einstige farbenreiche Deckenfresko von Bartolomeo Altomonte und Gaetano Fanti fiel dem Stadtbrand des Jahres 1818 zum Opfer. Dazu kamen noch die Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg.

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Stand: 16.6.2014, Richilde Haybäck