Schranne

Marktgebiet erweitert

Maskenpflicht auf der Schranne

Auch zur Einhaltung der vorgesehenen Mindestabständen bieten Gemüsehändler*innen und Gärtner*innen ihre Ware zukünftig vor dem Schloss Mirabell auf die erweiterete Verkaufsfläche an.
So können sich die Schrannenbesucher*innen auch in Zeiten von Corona über ein üppiges Frühlingsangebot freuen.
Gestärkt wird dadurch das Corona-Konzept: größere Abstände zwischen den Marktständen, verpflichtendes Tragen von FFP2-Masken sowie Mindestabstand.

  • Die beliebte Problemstoff-Sammelstelle des Abfallservice siedelt daher einige Meter weiter Richtung Eingang Rosengarten und
  • 'MobiBook' der Bücherbus der Stadtbibliothek ist vor dem Kongresshaus im Bereich des Kurgartens zu finden.

Öffnungszeiten am Schrannentag, dem Donnerstag:
Mobile Problemstoff-Sammelstelle von 8 bis 12 Uhr
Bücherbus MobiBook von 10 bis 12 Uhr

FFP-2 Maskenpflicht auf Märkten, wie Schranne und Grünmarkt

Auf den Märkten der Stadt Salzburg, wie der Schranne am Donnerstag auf dem Mirabellplatz und der Grünmarkt auf dem Universitätsplatz gilt eine FFP2-Maskenpflicht für Besucher*innen und für die „Standler*innen“.

Schrannenmarkt am Mirabellplatz

Der Wochenmarkt findet rund um die Andräkirche gegenüber dem Schloss Mirabell statt.
Der Schwerpunkt liegt auf dem Verkauf von Lebensmitteln und Blumen. Daneben werden Speisen und Getränke verabreicht sowie Textilien, Korbwaren, Lederwaren, Reformwaren und anderes angeboten.
Die Marktstände werden am Donnerstag an den Markttagen in den Morgenstunden auf und zu Marktende wieder abgebaut.

Die Schranne 'Scranna' einst - Historie

Schwarz-Weiss Aufnahme des Marktgeschens am Schrannenmarkt um 1906.
Schrannenmarkt um 1906

Ein Teil der Marktbeschicker fährt zumindest in der Familie bereits seit mehr als 50 Jahren auf den Schrannenmarkt.
Der Salzburger Schrannenmarkt war immer ein reiner Straßenmarkt, dass heißt, die Marktstände werden täglich an den Markttagen in den Morgenstunden auf und zu Marktende wieder abgebaut.

Der Stadt Salzburg wurden schon vor mehr als 1000 Jahren die enorm wichtigen Privilegien des Markt-, Münz- und Mautrechtes verliehen. Der Marktbetrieb wurde anfänglich am Waagplatz abgehalten und dann um 1300 auf den Alten Markt verlegt.
Früher spielte sich das öffentliche Leben schwerpunktmäßig auf Märkten ab, die meist auf zentralen Plätzen der Städte abgehalten wurden. Hier wurden neben der eigentlichen Hauptsache, der Versorgung der Stadtbevölkerung mit Lebensmitteln, lebenden Tieren (meist Federvieh) und diversen Gebrauchsgütern auch Neuigkeiten ausgetauscht, Quacksalberei betrieben und unter anderem auch Gerichtsverhandlungen abgehalten und die Strafen zum Teil sofort vollstreckt. Der Pranger war meist am Marktplatz aufgebaut. Dies diente nicht unerheblich der Belustigung der Bevölkerung bzw. sollte auch abschreckende Wirkung zeigen.
Schrannenmarkt offiziell seit 1906
1906 bestimmte der Gemeinderat den Schrannenplatz offiziell zum Wochenmarkt für Landesprodukte. Schon damals war Donnerstag der „Schrannentag“.
"Scranna" - Gerichtsbank, aber auch Bank, Fleisch- und Brottisch und Lagerhalle
Die Bezeichnung „Schranne“ leitet sich ursprünglich vom italienischen Wort „Scranna“ - Gerichtsbank, aber auch einfach Bank, Fleisch- und Brottisch ab. Als Schranne wurden aber auch Lagerhallen (z. B. ehemalige städtische Schranne an der Adolf Schemel-Straße) oder Speicher bezeichnet. Brot und Getreide wurden aber anfänglich, wie die meisten übrigen Lebensmittel auch, in der Umgebung des „Alten Marktes“ gehandelt, daran erinnern noch die Brodgasse und die berühmte Getreidegasse.
Der Marktbetrieb war auch früher schon in teils sehr ausführlichen Marktordnungen geregelt.
Der „Schrannenmarkt“ wurde seither, mit Unterbrechungen in den Kriegsjahren, regelmäßig an Donnerstagen abgehalten und diente der Versorgung der Stadtbevölkerung vor allem mit diversen Lebensmitteln und in geringerem Umfange auch mit Gebrauchsgütern wie Bekleidung, Schuhwerk, kleinen Haus- und Küchengeräten etc.
Doch erst in den 20er Jahren – nach den Entbehrungen des 1. Weltkriegs - florierte die Direktvermarktung bäuerlicher Produkte aus der Umgebung. In den Jahren der Wirtschaftskrise nutzten viele SalzburgerInnen „ihre Schranne“ als günstige Einkaufsmöglichkeit, vor allem den „Abverkauf“ nach 12 Uhr.
Während des 2. Weltkriegs fand kein Wochenmarkt statt. Das 1944 durch Fliegerbomben beschädigte Schrannengebäude wurde schließlich nach dem Krieg abgetragen.
Erst im Juli 1955 kehrte die Schranne – nach Jahren in der Franz-Josef-Straße – wieder an ihren ursprünglichen Platz zurück.