MA 3/04 Senioreneinrichtungen

Covid19 - Infos aus der Stadt Salzburg

Hilfe während des Corona-Lockdowns: Die Seniorenhotline

Rasche und unbürokratische Hilfe bei alltäglichen Erledigungen, wie Einkäufe, Bargeld-Behebung uvm. vermittelt von der Seniorenberatung, der Diakonie und den BWS.

Für die stationäre Betreuung pflegebedürftiger Personen betreibt die Stadt Salzburg sechs Seniorenwohnhäuser (SWH Itzling, Hellbrunn, Nonntal, Liefering, Taxham und Bolaring). Daneben bieten auch private Seniorenwohnhausträger Betreuung an.

Voraussetzungen zur Aufnahme in ein Seniorenwohnhaus

Die Sicherung des Lebensbedarfs kann durch stationäre Betreuung erfolgen, wenn der/die Hilfesuchende

  • aufgrund seines/ihres körperlichen oder geistig-seelischen Zustandes oder
  • aufgrund der familiären und häuslichen Verhältnisse nicht imstande ist, ein selbständiges und unabhängiges Leben zu führen
  • oder wenn er/sie besonderer Pflege bedarf

Neben diesen abstrakten Voraussetzungen kann jeder Träger eines Seniorenwohnhauses konkrete Voraussetzungen zur Aufnahme definieren. Zur Aufnahme in ein städtisches Seniorenwohnhaus sind folgende Kriterien maßgeblich:

  • 60. Lebensjahr
  • Hauptwohnsitz in der Stadt Salzburg seit mindestens zwei Jahren
  • zu dauerndem Aufenthalt in Österreich berechtigt

Ein Rechtsanspruch auf Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung besteht nicht.

Leistungen eines Seniorenwohnhauses

Grundleistungen

  • allgemeine Beratungsdienste
  • Wohnraumüberlassung
  • angemessene Reinigung der Wohneinheit
  • Vollverpflegung
  • Versorgung mit der Bettwäsche und Leibwäsche der Bewohner*innen
  • kulturelle, gesellige Angebote und Beschäftigungsangebote
  • Pflege im Krankheitsfall

Pflegeleistungen

  • Krankenpflege
  • besondere Pflege
  • Haushaltsführung

"Sein wie ich bin"

Neue Formen der „stationären Pflege“

Das Hausgemeinschaftsmodell

Der Aufenthalt in einem Seniorenwohnhaus stellt im Gegensatz zu einem Krankenhaus nicht eine vorübergehende, außergewöhnliche Situation dar, sondern den Lebensabschnitt eines Menschen. Es soll ihm in einer geborgenen Umgebung erlauben möglichst den gewohnten Lebensstil beizubehalten oder diesen selbstbestimmt zu formulieren.

Die Betreuung in Hausgemeinschaften mit einem flexiblen Tagesablauf soll dem Rechnung tragen und auch den dienstleistenden Mitarbeiter*innen ein verbessertes Arbeitsumfeld bieten.

Hausgemeinschaften sind kleine, überschaubare Wohnstrukturen für bis zu zwölf Bewohner*innen. Das Zentrum bildet ein gemütlich eingerichtetes Wohnzimmer mit Küche. Sämtliche gemeinsamen Lebensaktivitäten der Bewohner*innen finden in dieser Wohneinheit statt.

Die Hausgemeinschaft verfügt auch über eine entsprechende Anzahl von Einzelappartements für die dort lebenden Bewohner*innen mit eigenem Sanitärbereich. Als fixe Bezugsperson fungiert pro Hausgemeinschaft eine Alltagsbegleiter*in, die/der auch hauswirtschaftliche Tätigkeiten für die Bewohner*innen bzw. mit den Bewohner*innen verrichtet. Merkmal ist die dezentrale Versorgung. Ein flexibler Tagesablauf wird dadurch ermöglicht, dass der/die Alltagsbegleiter*in im Wohnzimmer für die Bewohner*innen und - sofern es deren Gesundheitszustand erlaubt - mit diesen die Speisen zubereitet.

Das Wohngruppenmodell

Das Wohngruppenmodell realisiert eine integrative und reaktivierende Pflege in überschaubaren Gruppen. Jede dieser Wohngruppen hat sogenannte Wohnstuben als Treffpunkt oder auch als Speisezimmer. Im Gegensatz zu den Hausgemeinschaften wird das Essen in einer gemeinsamen Hausküche zubereitet.